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  1. Deutsche Sprache – Wikipedia

    de.wikipedia.org › wiki › Deutsche_Sprache

    Werbung für die deutsche Sprache an der Deutschen Botschaft Prag In den slawischen Sprachen kann der Begriff für „deutsch“ auf die urslawische Wurzel * něm- für „stumm“ zurückverfolgt werden.

  2. German language - Wikipedia

    en.wikipedia.org › wiki › Deutsche_Sprache

    A Standard German speaker German (Deutsch, pronounced [dɔʏtʃ] (listen)) is a West Germanic language mainly spoken in Central Europe. It is the most widely spoken and official or co-official language in Germany, Austria, Switzerland, South Tyrol in Italy, and Liechtenstein.

  3. Deutschsprachige Wikipedia – Wikipedia

    de.wikipedia.org › wiki › Deutschsprachige_Wikipedia
    • Zusammenfassung
    • Überblick
    • Kritik
    • Statistik
    • Hintergrund
    • Gründung
    • Kontroversen
    • Probleme
    • Entwicklung
    • Nutzung
    • Verbreitung
    • Überlieferung
    • Auszeichnung
    • Historie
    • Struktur

    Die deutschsprachige Wikipedia ist die Ausgabe der freien Online-Enzyklopädie Wikipedia in deutscher Sprache.

    Sie wurde im März 2001 als erste weitere Sprachausgabe etwa zwei Monate nach der englischsprachigen Wikipedia gegründet.[1] Was die Anzahl der Artikel betrifft, gilt sie mit aktuell 2.347.038 Artikeln nach der englischsprachigen sowie den stark von computergenerierten Artikeln geprägten schwedischsprachigen und cebuanosprachigen Wikipedia-Ausgaben als viertgrößte Wikipedia. Gemessen an der Anzahl der Artikel-Bearbeitungen, aber auch der Administratoren, Autoren und der besonders aktiven Autoren ist die deutschsprachige Wikipedia nach der englischsprachigen Wikipedia die zweitgrößte.[2]

    Einer der engagiertesten Mitarbeiter und Förderer des Projekts in den Anfangsmonaten war Kurt Jansson, damals Soziologiestudent in Berlin.[4]

    Am 19. August 2001 zählte die deutschsprachige Wikipedia 1000 Seiten.[11] Im September 2008 gab es mehr als 800 Millionen Zugriffe auf die deutschsprachige Wikipedia im Monat.[18] Am 27. Dezember 2009 überschritt die deutschsprachige Wikipedia die Marke von 1.000.000 Artikeln, als Jubiläumsartikel gilt Ernie Wasson. Die Marke von 1.500.000 Artikeln wurde knapp drei Jahre später, am 18. November 2012 überschritten; als Meilensteinartikel gilt Baracke Wilhelmine. Vier Jahre später, am 19. November 2016, folgte der 2.000.000. Artikel. Rund 72 Prozent der Internetnutzer ab einem Alter von zehn Jahren haben in Deutschland im ersten Quartal 2011 bei ihren Recherchen bevorzugt Wikipedia und andere Onlinenachschlagewerke verwendet.[25] Im April 2019 hatte die deutschsprachige Wikipedia knapp 355.000 einzigartige Kategorien. Der durchschnittliche Artikel in dieser Sprachversion hatte 5 Kategorien, während die Anzahl der eindeutigen Kategorien pro Artikel 0,155 betrug. Die größte Anzahl von Artikeln hatte die Kategorie Personen (15 %) und Organisationen (13 %). Anhand von WikiRank werteten die Forscher Lewoniewski, Węce und Abramowicz 2019 verschiedene Sprachversionen der Wikipedia aus. Dabei hatten in der deutschsprachigen Wikipedia Artikel zum Thema Events und Technologie die höchste durchschnittliche Qualität. Inhalte über Unterhaltung wurden häufiger gelesen und hatten im Durchschnitt das höchste Interesse der Autoren.[28] Die deutschsprachige Wikipedia macht zwischen sieben und acht Prozent des globalen Wikipedia-Traffics aus. Einer Wikimedia-Statistik zufolge kamen 79,6 % der Seitenaufrufe der deutschsprachigen Wikipedia aus Deutschland, 8,3 % aus Österreich und 6,2 % aus der Schweiz.[56] Die übrigen 5,9 % stammten aus der restlichen Welt, insbesondere den Vereinigten Staaten, Luxemburg, Italien (Südtirol), Belgien und Namibia. Die deutschsprachige Wikipedia ist in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Liechtenstein und in Luxemburg die meistgelesene Ausgabe der Wikipedia.[57] Laut einer Umfrage gaben im November 2015[61] 79 Prozent der Internetnutzer ab 14 Jahren in Deutschland an, Wikipedia zu nutzen. Die meisten Nutzer von Wikipedia gibt es demzufolge mit 92 Prozent in der Altersgruppe der 14- bis 29-jährigen Internetnutzer. Bei den 30- bis 49-Jährigen sind es demnach 84 Prozent und 74 Prozent zwischen 50 und 64 Jahren. Bei den über 65-jährigen Internetnutzern liegt der Anteil der Wikipedia-Nutzer laut Befragung bei 43 Prozent.[62]

    Am 24. Februar 2004 und in den folgenden Tagen berichteten erstmals große Medien in Deutschland über Wikipedia. Angefangen mit Spiegel Online[15] und am Tag darauf mit einem Bericht in den ARD-Tagesthemen[16] (zirka 2,26 Millionen Zuschauer) wurde Wikipedia deutschlandweit bekannt. Deshalb und durch parallele weitere Medienberichte verdoppelten sich die Nutzerzahlen und Seitenzugriffe innerhalb weniger Tage. Die Server der Wikipedia brachen dabei immer wieder kurzzeitig unter dem Ansturm der neuen Nutzer zusammen.

    Am 13. Juni 2004 wurde der Verein Wikimedia Deutschland  Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens e. V. gegründet.

    Im Jahr 2010 erreichte eine Wikipedia-interne Debatte um das Thema Der Donauturm  Aussichtsturm oder Fernsehturm ein Ausmaß, das die Aufmerksamkeit überregionaler Medien weckte. Dabei kamen neben der sachlichen Frage auch Animositäten und Meinungsunterschiede zwischen deutschen und österreichischen Autoren zu Tage.[24] Ebenso kommt es bei Schweizer, Liechtensteiner oder Luxemburger Themen gelegentlich zu Konflikten wegen der unterschiedlichen Rechtschreibung und kultureller Unterschiede.

    Die Kompetenzen von Administratoren beschränkten sich anfangs auf das Löschen und Schützen von Seiten und das Sperren unangemeldeter Nutzer. Sperren angemeldeter Nutzer musste ein Serveradministrator direkt über die Datenbank vornehmen, ebenso das Verleihen der Administratorenrechte nach der Wahl. Ab dem 25. Februar 2004 wurde die Funktion, angemeldete Nutzer zu sperren, aktiviert und die ersten beiden Sperren wurden verhängt.[31] Die Adminfunktion, direkt per SQL-Abfrage lesend auf die Datenbank zuzugreifen, wurde aus Sicherheitsgründen 2005 deaktiviert.[32]

    Im Jahr 2004 übernahm die neu eingeführte Benutzergruppe der Bürokraten die Vergabe der Administratorrechte. Im Februar 2004 wurden die Benutzer Sansculotte und ein paar Tage später Head zu den ersten beiden Bürokraten gewählt.[33][34] Später wurde die Zahl auf drei erhöht, und derzeit gibt es fünf Bürokraten in der deutschsprachigen Wikipedia. Auch die Kompetenzen wurden erweitert: Anfangs nur für die Vergabe von Administratorrechten zuständig, übernahmen die Bürokraten später auch die Umbenennung von Benutzernamen. Im Jahr 2008 erschien das 992 Seiten umfassende einbändige Buch Das Wikipedia-Lexikon in einem Band aus den ersten Absätzen der knapp 20.000 am häufigsten aufgerufenen Artikel im Bertelsmann-Verlag. Seit Juni 2009 können bei PediaPress selbst zusammengestellte Books-on-Demand aus Wikipedia-Inhalten bestellt werden.

    Zahlreiche Websites nehmen das Angebot der freien Lizenz wahr und spiegeln Wikipedia-Inhalte, einige verdienen dabei an der Einblendung von Anzeigen. Daneben entstanden auch mehrere Versionen für Handy und Smartphone.[39]

    In der Offline-Verbreitung spielte die deutschsprachige Wikipedia eine Vorreiterrolle. Der Münchner Wikipedianer Thomas Karcher stellte den ersten WikiReader zusammen, eine Auswahl der Wikipedia-Artikel zum Thema Schweden, der im Juni 2004 in einer Auflage von 1500 Exemplaren erschien.[40] Ungefähr zeitgleich ließ auch Thomas Koll einen WikiReader zum Thema Internet drucken.

    Im Herbst 2004 veröffentlichte der Berliner Verlag Directmedia Publishing in Zusammenarbeit mit der Wikipedia-Community eine erste CD-Version der Wikipedia. Etwa halbjährlich erscheinen seitdem DVD-Ausgaben, die auch frei im Netz zum Download bereitgestellt wurden.

    Im Jahr 2005 erhielt die deutschsprachige Wikipedia den Grimme Online Award in den Kategorien Wissen und Bildung sowie Publikumspreis.[42]

    Der erste groß angelegte Vergleich der deutschsprachigen Wikipedia mit den etablierten digitalen Nachschlagewerken Microsoft Encarta Professional 2005 und Brockhaus multimedial 2005 Premium erschien im Oktober 2004 in der Computer-Fachzeitschrift ct (Ausgabe 21/04). Dort erreichte sie im Inhaltstest die höchste durchschnittliche Gesamtpunktzahl, in der Kategorie Multimedia schnitt die freie Enzyklopädie dagegen schlecht ab  ähnliche Wertungen erzielte die deutschsprachige Wikipedia kurz darauf in einem Lexikavergleich der Wochenzeitung Die Zeit. Beide Tests basierten auf einer kleinen Stichprobe von insgesamt 60 bis 70 Artikeln aus verschiedenen Themengebieten. 2007 führte die ct einen weiteren Vergleich zwischen Bertelsmann Enzyklopädie 2007, Brockhaus multimedial 2007 Premium, Encarta 2007 und Wikipedia durch, bei dem Wikipedia hinsichtlich Fehlerzahl nicht schlechter als die kommerziellen Enzyklopädien abschnitt und in den Kategorien Vollständigkeit und Aktualität vorne lag. Dabei empfanden die Tester die Artikel der Wikipedia vielfach als zu ausführlich und langatmig.[45]

    Im internen Namensraum der Wikipedia also mit der Wikipedia-Community als Leserzielgruppe werden mehrere Zusammenfassungen von externen Beiträgen oder Publikationen über die Wikipedia gepflegt. Im Pressespiegel[48] und im Außenspiegel[49] werden Presseartikel zusammengestellt. Des Weiteren gibt es das interne Magazin Kurier[50] sowie  als Selbstreflexion  eine Artikelsammlung[51] zu Sprachversionen der Wikipedia sowie ihr nahestehenden Projekten und Vorgängen.

    • Wikipedia-Gemeinschaft
    • Deutsch
  4. Deutsche Sprachgeschichte – Wikipedia

    de.wikipedia.org › wiki › Deutsche_Sprachgeschichte

    Die deutsche Sprache im Nationalsozialismus Antisemitische Propaganda im NS-Deutschland Die von der NS-Propaganda genutzten Wörter spiegelten die nationalistische und rassistische Ideologie des Dritten Reichs wider: Sie gebrauchte zum Beispiel Begriffe wie Rassenbewusstsein , Rassenschande , Arier , Halbjude .

  5. Geographical distribution of German speakers - Wikipedia

    en.wikipedia.org › wiki › Geographical_distribution

    This article details the geographical distribution of speakers of the German language, regardless of the legislative status within the countries where it is spoken.In addition to the German-speaking area (German: Deutscher Sprachraum) in Europe, German-speaking minorities are present in many countries and on all six inhabited continents.

  6. People also ask

    Was ist der „Tag der deutschen Sprache“?

    Was waren die Einflüsse anderer Sprachen auf die deutsche Sprache?

    Was versteht man unter dem Begriff „deutsche Sprache“?

    Ist die deutsche Sprache genauso bedroht wie die deutsche Kultur?

  7. Wikipedia – Die freie Enzyklopädie

    de.wikipedia.org › wiki › Wikipedia:Hauptseite

    Wikipedia ist ein Projekt zum Aufbau einer Enzyklopädie aus freien Inhalten, zu denen du sehr gern beitragen kannst.Seit März 2001 sind 2.540.800 Artikel in deutscher Sprache entstanden.

  8. Deutsche Sprache in Namibia – Wikipedia

    de.wikipedia.org › wiki › Deutsche_Sprache_in_Namibia

    Die deutsche Sprache in Namibia (ehemals vor allem als Südwesterdeutsch bekannt, heute von Wissenschaftlern auch mit dem Kunstwort Namdeutsch bezeichnet, unter der Jugend in Namibia vor allem auch als Namlish oder Namsläng bekannt), stellt sprachwissenschaftlich gesehen eine Sprachvarietät, eine Sprachinsel und ein Viertelzentrum der deutschen Sprache dar.

  9. Verein Deutsche Sprache – Wikipedia

    de.wikipedia.org › wiki › Verein_Deutsche_Sprache
    • Übersicht
    • Gründung
    • Positionen
    • Struktur
    • Zusammensetzung
    • Preise und Auszeichnungen
    • Kultur
    • Kritik
    • Auszeichnung
    • Zusammenfassung
    • Kontroversen
    • Definition
    • Historie

    Der eingetragene Verein Deutsche Sprache (VDS) ist ein deutscher Sprachverein mit Sitz in Dortmund. Er wurde 1997 gegründet.[v 1] Der Verein zählt nach eigenen Angaben 36.000 Mitglieder (Juni 2019).[v 1] Vorsitzender des Vereins ist seit der Gründung der Wirtschafts- und Sozialstatistiker Walter Krämer.

    Der Verein wurde am 12. November 1997 als Verein zur Wahrung der deutschen Sprache (VWDS) gegründet und im April 2000 in Verein Deutsche Sprache umbenannt.

    Der Verein verfolgt das Ziel, die deutsche Sprache als eigenständige Kultursprache zu erhalten und zu fördern.[v 2] Er geht in erster Linie gegen Denglisch vor, lehnt aber die Übernahme von Fremdwörtern aus dem Englischen nicht ab, sofern sie eine Lücke füllen. In den sprachpolitischen Leitlinien[v 3] des Vereins heißt es dazu: Wir fordern nicht, dass das Deutsche grundsätzlich von englischen Fremdwörtern freigehalten oder vor ihnen geschützt werden soll. Das Deutsche ist wie viele andere Sprachen Europas eine Mischsprache. Der Wortschatz des Deutschen wird durch Wörter und Wendungen aus anderen Sprachen bereichert.

    Der Verein hat nach eigenen Angaben 36.000 Mitglieder (Juni 2019).[v 1] Die Mitglieder sind überwiegend Männer ab 45 Jahren, häufig mit akademischer Ausbildung in technischen, naturwissenschaftlichen und juristischen Berufen.[c 1] Der Verein ist in Deutschland in zahlreichen selbständigen Regionalgruppen organisiert. Sie entsenden Delegierte in eine jährlich ausgerichtete Delegiertenversammlung, die den elfköpfigen Vorstand wählt. Der Verein ist auf allen Kontinenten im Ausland vertreten, jedoch nicht in Österreich und der Schweiz, weil es dort eigenständige Sprachvereine gibt, die mit dem VDS zusammenarbeiten. Seit 2011 unterhält der Verein eine Zweigstelle in Dänemark.[1] In sprachwissenschaftlichen Fragen steht dem Verein ein 1999 gegründeter wissenschaftlicher Beirat zur Seite, dem vorwiegend Sprachwissenschaftler und Sprachwissenschaftlerinnen angehören und der geleitet wird vom Germanisten Roland Duhamel (Universität Antwerpen). Nicht alle der neun Mitglieder des Beirats sind Vereinsmitglieder.[v 10] Als weitere Mitgliedschaften werden die Theodor Fontane Gesellschaft, der Schweizer Sprachkreis Deutsch[29] und der eingetragene Verein Deutsches Ehrenamt[30] angegeben. Insgesamt verweist der VDS auf 13 Partnerorganisationen sowie 45 Organisationen, die selbst korporatives Mitglied im VDS sind.[v 18]

    Unter den Mitgliedern befinden sich zahlreiche Prominente.[c 2] Der VDS hat eine Auswahl auf seiner Homepage veröffentlicht.[v 5] Auch juristische Personen können Mitglieder im Verein werden. Diese Möglichkeit haben unter anderem einige Gebietskörperschaften wahrgenommen. Als erste Stadt ist im Jahr 2005 Mühlhausen/Thüringen dem Verein beigetreten. Später folgten die Städte Gotha, Rastatt, Landshut und Trossingen sowie die Landkreise Sömmerda und Harburg (Stand 2010).[c 3]

    Die Kölner Gruppe, die sich zusätzlich der Kölner Mundart verbunden fühlt, verleiht seit 2004 den Lehrer-Welsch-Sprachpreis, den 2006 die Kölner A-cappella-Gruppe Wise Guys erhielt. Weitere Preisträger sind Die Sendung mit der Maus (2009)[2] und die Kölner Musikgruppe Höhner (2011).[3] Die Regionalgruppe Hamburg verleiht jährlich den Elbschwanenorden.[v 6] Der Verein Deutsche Sprache verleiht jährlich den Negativ-Preis Sprachpanscher des Jahres an Institutionen und Personen, die im öffentlichen Sprachgebrauch auffällig viele Anglizismen oder Denglisch verwenden. Zusammen mit der Eberhard-Schöck-Stiftung vergibt der VDS jährlich den Kulturpreis Deutsche Sprache, einen der höchstdotierten Sprachpreise im deutschsprachigen Raum.

    Der Verein Deutsche Sprache gibt unter anderem die vierteljährlich erscheinende Vereinszeitung Sprachnachrichten heraus, die nach eigenen Angaben im Juni 2019 eine Auflage von 30.000 Exemplaren hat (noch 45.000 im Jahr 2013).[v 8][v 9] Seit 2002 ist sie auch online und ab 2009 im Zeitschriftenhandel erhältlich.

    Laut Thomas Niehr wird besonders in den Beiträgen der Sprachnachrichten ein aggressiver Purismus mit nationaler Ausrichtung des Vereins deutlich. Es werde häufig darauf hingewiesen, dass die deutsche Sprache ebenso bedroht sei wie die deutsche Kultur. Dabei enthielten die Bedrohungs- und Untergangszenarien eine politische Komponente, in der die Deutschen (anders als andere Völker) als besonders unterwürfig und wenig selbstbewusst dargestellt werden.[4] Die Schriftstellerin Katja Lange-Müller begründet ihre Unterzeichnung damit, dass sie abgewogen habe, was wichtiger sei, die Sache, also unsere Sprache, oder die (Tat-)Sache, dass wir Erstunterzeichnerinnen und -unterzeichner befürchten mussten, von diversen medialen Spaltpilzzüchtern sogleich abgeschoben zu werden in die eine finstere Ecke, wo wir uns dann gefälligst zu schämen hätten. Sie stellt die Fragen, ob es um (Gender-)Gerechtigkeit geht oder, im einen wie im anderen Lager, um Rechthaberei? Wie gerecht kann der Mensch sein und wie gerecht dessen Sprache? Ihr Fazit: Wenn wir gerechter handeln, hat das wahrscheinlich auch bald Rückwirkungen auf unsere in ständigem Wandel begriffene Sprache; umgekehrt wird kein Schuh daraus, weder der Schuh noch die Schuh(e).[15] Johan Schloemann schrieb in der Süddeutschen Zeitung: Deutschland hat aus historischen Gründen keine zentrale Sprachakademie. Diese Aufgabe teilen, ohne übertriebene Anmaßung, die Duden-Redaktion, die Darmstädter Akademie für Sprache und Dichtung, das Mannheimer Institut für Deutsche Sprache und der Rat für deutsche Rechtschreibung untereinander auf. In die normative Lücke, die diese Institutionen lassen, stößt regelmäßig der sprachkonservative VDS. Manchen seiner Mitglieder mag die Pflege unserer Sprache ernsthaft am Herzen liegen, die für sich genommen nicht reaktionär ist, sondern notwendiger denn je. Aber mit Aufrufen gegen Gender-Unfug begibt man sich keineswegs bloß in die Nähe der CDU-Vorsitzenden, die da das verkrampfteste Volk der Welt am Werke sieht, sondern in den Dunstkreis der AfD, die dieses Thema emotional instrumentalisiert.[16] In der linguistischen Fachwelt stieß der Aufruf auf zum Teil scharfe Kritik. Der Sprachwissenschaftler Thomas Niehr sagte gegenüber dem Deutschlandfunk: Da wird eine Bevormundung kritisiert und ich kann diese Bevormundung nicht erkennen.[17] Anlässlich der Petition schrieb Henning Lobin, Direktor des Leibniz-Instituts für Deutsche Sprache: Auch sonst meldet sich der Verein oft in Pressemitteilungen, Aktionen und Veranstaltungen zu diesem Thema zu Wort und befeuert die Debatte mit der eigenen Position nach Kräften. Sprache wird dabei als der reine Körper eines unschuldigen Wesens gezeichnet, der durch seine Gegner entstellt, verrenkt oder vergewaltigt wird und den es mannhaft zu beschützen gilt.[18] Die Linguistin Helga Kotthoff kritisierte: Der Aufruf fördert nur hyperradikales Pro und Contra. Es fehlt jegliche Differenzierung. Anatol Stefanowitsch meinte, der Aufruf führe mit Vollgas zurück in die Vergangenheit. Die Unterzeichnenden seien vorwiegend ältere Herrschaften, die ihre Sprachgewohnheiten verletzt sehen. Er sieht wie Kotthoff die Richtung des Vereins kritisch: Der Verein Deutsche Sprache zeigt immer mehr ein reaktionäres Weltbild und sucht Anschluss an rechtspopulistische Diskussionen.[12] Tobias Wenzel fasste in Deutschlandfunk Kultur in einer Kulturpresseschau aus den Feuilletons zusammen: Zuerst habe der Aufruf des VDS Kritik auf sich gezogen, danach dessen Kritiker Kritik auf sich.[19] Der von ihm zitierte Journalist Thomas Schmid sah in Die Welt bei den Diskurssheriffs den muffigen Wind der Unfreiheit wehen. Winzige Minderheiten seien in der Lage, der Mehrheit, den Institutionen und dem Staat ihre Sichtweise aufzuzwingen. Die progressive Intelligentsia solle sich  statt den als fortschrittlich bekannten Unterzeichnern vorzuwerfen, sie seien nützliche Idioten der AfD , fragen, weshalb Schriftsteller, Intellektuelle und Wissenschaftler, die dem Neuen, dem Wandel gegenüber stets aufgeschlossen waren, die den Stillstand nicht mögen und Experimente schätzen, sich auf einmal zusammentun, um der Genderisierung der Sprache Einhalt zu gebieten.[20] In einem offenen Brief kritisierte 2016 eine Gruppe von 37 namhaften Linguistinnen und Linguisten, dass die Haltung des Vereins ein Musterbeispiel für einen intoleranten, unaufgeklärten Sprachpurismus sei und der VDS immer wieder nationalistische Tendenzen bediene.[24][25][26][27] Sie warfen dem Verein Wissenschaftsfeindlichkeit vor, er betreibe eine Art Sprachpolitik, die nicht Aufgabe von Sprachwissenschaftlern sei.[28]

    Seit 2010 vergibt der Verein Deutsche Sprache die undotierte Auszeichnung Schlagzeile des Jahres. Es sollen nach Eigenangaben zwei Eigenschaften berücksichtigt werden: das Zusammenfassen des Wesentlichen eines Beitrags in wenigen Worten sowie die kreative Nutzung des wortspielerischen Reichtums, über den die deutsche Sprache nicht weniger als andere verfüge.[v 11] Preisträger:

    Der Verein publiziert seit 2002 einen Anglizismen-Index (vorher: Anglizismen-Liste), der sowohl auf seiner Website als auch in jährlichen Neuauflagen in Buchform erscheint, 2019 unter dem Titel Der Anglizismen-Index: Deutsch statt Denglisch, herausgegeben von Achim Elfers[8]. Er ist ein textbelegtes, alphabetisch geordnetes einsprachiges Wörterbuch mit englischen Lehnwörtern im Deutschen, das dazu anregen will, statt Anglizismen deutsche Wörter zu verwenden.[v 13] Der Index enthält neben den Anglizismen selbst eine Bewertung nach den Kategorien ergänzend, differenzierend und verdrängend sowie jeweils empfohlene Ersatzwörter. Grundlage des Index ist das 1999 erstmals erschienene Wörterbuch überflüssiger Anglizismen[9] von Reiner Pogarell und Markus Schröder.[c 5]

    Im Januar 2011 unternahm der VDS gemeinsam mit dem Verein für Deutsche Kulturbeziehungen im Ausland (VDA) und der Bild-Zeitung einen neuen Vorstoß für Deutsch ins Grundgesetz. Für die Initiative gingen 46.000 Unterschriften ein, die dem Bundestagspräsidenten übergeben wurden.[10] Kurz darauf reichten VDS und VDA beim Deutschen Bundestag eine Online-Petition ein, Deutsch im Grundgesetz festzuschreiben, der sich 5165 Online-Mitzeichner anschlossen.[11] Am 6. März 2019 startete der VDS mit einem vom Journalisten Wolf Schneider entworfenen Text eine Petition unter dem Titel Schluss mit Gender-Unfug!, mit der zum Widerstand gegen die durch das Bestreben nach mehr Geschlechtergerechtigkeit motivierten zerstörerischen Eingriffe in die deutsche Sprache aufgerufen wurde. Mitinitiatoren waren die Schriftstellerin Monika Maron, der Erste Vorsitzende des VDS Walter Krämer und der Lehrerverbandsfunktionär Josef Kraus. Zu den Unterzeichnern gehörten Prominente, Schriftsteller, Wissenschaftler sowie Ex-Diplomaten und Ex-Bundesbankdirektoren, Anwälte und Unternehmer.[12] Mit Stand vom 1. Juli 2019 gab der Verein 72.300 Unterschriften an.[v 15] Die Beweggründe der Petition erklärte Krämer in einem Interview der Neuen Zürcher Zeitung: Sie habe mit Gleichberechtigung nichts zu tun. Er wirft den Anhängern der Gendersprache vier Irrtümer vor und glaubt an einen präventiven Effekt des Aufrufes für die Politik.[13] Unter der Überschrift Gegen den Gender-Terror in der deutschen Sprache bietet der Verein dazu Argumentationspakete.[v 16]

    Die Sprachwissenschaft beschreibt die vom Verein Deutsche Sprache kritisierten Erscheinungen fast durchweg als Phänomene des Sprachwandels. Sprachwandel habe die Form der Sprache, wie sie heute bekannt sei, geprägt; über viele Jahrhunderte sei die Regulierung der Sprache durch normative Institutionen ein Randphänomen gewesen, Sprache entwickele sich weitgehend eigengesetzlich. Dabei spielten die Gesetze des Sprachwandels und die Sprachökonomie (Produktions- und Rezeptionsökonomie; das heißt ein möglichst geringer Aufwand für den Sprecher und für den Hörer) eine Rolle, aber auch soziale Aspekte. So seien Sprachen immer wieder dadurch verändert worden, dass andere Sprachen ein hohes Sozialprestige genossen; beim Deutschen sei das zuletzt im 18. und 19. Jahrhundert durch das Französische geschehen, wodurch zahlreiche Lehnwörter ins Deutsche kamen.

    2005 verließ der Sprachrettungsklub Bautzen/Oberlausitz e. V. nach achtjähriger Mitgliedschaft den Verein;[31] der VDS listet ihn heute als Partnerorganisation.[v 18] 2006 gründeten 20 Personen, die bisher zumeist im VDS mitgewirkt hatten, in Hannover die Aktion Deutsche Sprache.[32]

  10. Gesellschaft für deutsche Sprache – Wikipedia

    de.m.wikipedia.org › wiki › Gesellschaft_für

    Die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) ist ein hauptsächlich von der deutschen Kultusministerkonferenz und dem Kulturstaatsminister finanzierter Verein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die deutsche Sprache zu pflegen und zu erforschen sowie die Funktion der deutschen Sprache im globalen Zusammenhang erkennbar zu machen.

  11. People also search for