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  1. Der Handschuh – Text, Inhaltsangabe, Interpretation – Schiller

    www.friedrich-schiller-archiv.de › inhaltsangaben

    Friedrich Schillers "Der Handschuh" (1797) ist eine der bekanntesten deutschen Balladen, in der eine Hofdame ein unwürdiges Spiel mit Ritter Dologes treibt. Text, Inhaltsangabe und Interpretation im Friedrich Schiller Archiv.

  2. 13. Januar 1782: Uraufführung von Schillers „Die Räuber ...

    blog.phan.pro › 2017/01/13-januar-1782
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    • Handlung
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    Die Räuber ist der Titel des ersten veröffentlichten Dramas von Friedrich Schiller. Das Werk, das zunächst nicht als Bühnenstück, sondern als Lesedrama gedacht war, gliedert sich in fünf Akte und entstand in der Epoche der Aufklärung und ist der Strömung Sturm und Drang in der deutschen Literatur zuzurechnen. Es wurde 1781 zunächst anonym veröffentlicht, dann am 13. Januar 1782 in Mannheim uraufgeführt, wo es für nationales Aufsehen sorgte und Schiller schlagartig berühmt machte.

    Das Drama schildert die Rivalität zweier gräflicher Brüder: auf der einen Seite der von seinem Vater geliebte, intelligente, freiheitsliebende spätere Räuber Karl Moor, auf der anderen Seite sein kalt berechnender, unter Liebesentzug leidender Bruder Franz, der auf Karl eifersüchtig ist und das Erbe seines Vaters an sich reißen will. Zentrales Motiv ist der Konflikt zwischen Verstand und Gefühl, zentrales Thema das Verhältnis von Gesetz und Freiheit. Hier nun setzt die Handlung der Tragödie ein. Der eifersüchtige Franz ersetzt den Brief des Bruders durch einen eigenen: Er liest seinem Vater einen angeblich von einem Korrespondenten aus Leipzig geschriebenen Text vor, der Karl als Frauenschänder, Mörder und Banditen hinstellt. Darüber ist der Vater so entsetzt, dass er sich von Franz überreden lässt, Karl zu verbannen und zu enterben. Karl, der sich eine Versöhnung erhofft hatte, ist daraufhin so verzweifelt, dass er sich zum Anführer einer von seinen Freunden gegründeten Räuberbande wählen lässt, die er aus seiner idealistischen Sicht für ehrenvoll hält, da sie sich für die Schwächeren einsetzt. Innerhalb dieser Bande entstehen jedoch Spannungen, die vor allem von dem aus bloßem Vergnügen mordenden und schändenden Moritz Spiegelberg ausgehen. Karl gerät immer tiefer in einen Teufelskreis von Unrecht und Gewalt, der ihm den Weg zurück ins bürgerliche Leben versperrt, und schwört seinen Räubern schließlich ewige Treue. Als seinetwegen aber auch Unschuldige ums Leben kommen und als Karl durch einen Neuankömmling, Kosinsky, an seine geliebte Braut Amalia erinnert wird, beschließt er, unerkannt noch einmal in sein Vaterhaus zurückzukehren. Inzwischen hat es Franz geschafft, seinem Vater mit Hilfe einer weiteren intriganten Lüge über den verlorenen Sohn das Herz zu brechen und sich zum neuen Herrn über Schloss Moor zu machen. Machtbesessen und lüstern versucht er wiederholt, Amalia für sich zu gewinnen. Die jedoch widersteht seinen dreisten Avancen und hält weiter mutig zu ihrem Verlobten. Verkleidet betritt Karl das Schloss, durchschaut die Zusammenhänge seines Niedergangs und erfährt, dass ihn Amalia die ihn nicht erkennt immer noch liebt. Als Franz errät, wer unter der Verkleidung steckt, flieht Karl aus dem Schloss und trifft zufällig auf den tot geglaubten Vater, der in einem Hungerturm dahinvegetiert und seinen Lieblingssohn nicht wiedererkennt. Empört schickt Karl seine Räuber los, um das Schloss zu stürmen und den verhassten Bruder Franz festzunehmen. Der allerdings entzieht sich im letzten Moment der gerechten Strafe durch Selbstmord. Die Räuber nehmen Amalia gefangen und bringen sie zu Karl, der sich jetzt, verzweifelt über den Lauf der Dinge, als Räuberhauptmann zu erkennen gibt. Das versetzt seinem Vater den Todesstoß. Auch Amalia ist entsetzt, hält aber trotz allem an ihrer Liebe zu Karl fest. Durch den unverbrüchlichen Eid, der ihn an seine Räuber bindet, ist es Karl jedoch nicht möglich, zu ihr zurückzukehren. Amalia will ohne ihn aber nicht mehr weiterleben und bittet ihn, sie zu töten. Schweren Herzens tut ihr Karl diesen letzten Gefallen und ersticht sie. Er sieht ein, dass zwei Menschen wie ich den ganzen Bau der sittlichen Welt zugrunde richten würden, und beschließt, sich der Justiz auszuliefern.

    Anregung fand Schiller in der Erzählung Zur Geschichte des menschlichen Herzens von Christian Friedrich Daniel Schubart. Als Vorlage diente Schiller unter anderem das Schicksal des bekannten Räuberhauptmanns Nikol List. Bis in das erste Viertel des 19. Jahrhunderts waren Räuberbanden in Deutschland nichts Ungewöhnliches.

    Das dramatische Schauspiel Die Räuber basiert auf Schubarts Erzählung Zur Geschichte des menschlichen Herzens und gliedert sich in fünf Akte, die jeweils in zwei bis fünf Szenen unterteilt sind. Die emotionale Sprache ist das Mittel, mit dem Schiller die für die Epoche typische Aufbruchsstimmung des Sturm und Drang dramatisiert. Seine zwischen Pathos und Vulgarität schwankende Prosa mit ihren zahlreichen Stilfiguren (Emphase, Anakoluth, rhetorische Frage, Ironie, Metapher, Klimax, Parallelismus, Hendiadyoin u.a.) erzeugt die leidenschaftliche Intensität des Stückes. Am 13. Januar 1782 wurde das Stück am Nationaltheater Mannheim uraufgeführt. Das öffentliche Interesse war groß, da bereits die ein Jahr zuvor erschienene Druckausgabe großes Aufsehen wegen ihrer offenen Kritik am Feudalsystem erregt hatte. Theaterdirektor und Regisseur Wolfgang Heribert von Dalberg wollte die Handlung dadurch entschärfen, dass er sie 300 Jahre in die Vergangenheit verlegte. August Wilhelm Iffland trat in der Rolle des Franz Moor jedoch mit zeitgenössischer Kleidung auf. Die Aufführung löste einen Skandal aus. Schiller, der mit seinem Freunde Andreas Streicher der Uraufführung selbst beiwohnte, obwohl es ihm verboten war, bedachte die Aufführung in einer anonymen Kritik, in der er dem Autor, also sich selbst, auch Schwächen vorwarf.

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  3. People also ask

    Was fand Schiller in der Erzählung zur Geschichte des menschlichen Herzens?

    Was läßt die Auseinandersetzung mit Friedrich Schillers Erzählung bedeuten?

    Wie wird die Erzählperspektive festgelegt?

    Wie kontrolliere ich deine Erzählung?

  4. Schillers Interesse an Verbrechern | Goethe Gesellschaft ...

    www.goethe-gesellschaft-erfurt.de › schillers

    Nicht die Ursächlichkeit der Verbrechen für den Verlust der Ehre, sondern die Ursächlichkeit des Ehrverlusts für die Verbrechen ist das Thema der Erzählung. Was Christian Wolf im Laufe der Zeit verliert, ist nicht nur seine äußere Ehre, die Achtung seitens der Gesellschaft, sondern auch seine innere Ehre, seine Selbstachtung.

    • Inhaltsverzeichnis
    • Einleitung
    • Die Theoretischen Vorbemerkungen Schillers

    1. Einleitung 2. Die theoretischen Vorbemerkungen Schillers 3. Erzähltechniken und Erzählabschnitte 3.1 Der auktoriale Erzähler 3.2 Die „Ich-Erzählung“ der Hauptperson 4. Zur Sprache Christian Wolfs 5. Die unterschiedlichen Rezeptionsansätze 5.1 Die zeitkritische Intention der Erzählung 5.2 Die moralphilosophische Dimension der Erzählung 5.3 „Der Verbrecher aus verlorener Ehre“ und das Gleichnis vom verlorenen Sohn 6. Versuch einer gattungsbezogenen Zuordnung des Textes 7. Schlusswort Literaturverzeichnis

    Die Auseinandersetzung mit Friedrich Schillers Erzählung „Der Verbrecher aus velorener Ehre“ (1786) läßt einige bisher unbeantwortete Fragen zum Vorschein kommen. Handelt es sich bei der Erzählung um eine Kriminalerzählung oder um eine Novelle oder etwa um eine Psychologische Studie ? Auch Rang bzw. Stellenwert der Erzählung sind in der wissenschaftlichen Rezeption umstritten. Uneinigkeit besteht auch in der Frage nach der Intention des Autors. Je nach interpretatorischer Schwerpunktsetzung wird die zeitkritische Dimension (z.B. Justiz- oder Gesellschaftskritik) oder die moralphilosophische bzw. theologische Dimensionder Erzählung betont Meine Arbeit wird vorrangig die Frage nach der Intention des Autors behandeln. Die unterschiedlichen Interpretationsmodelle werden dabei vorgestellt sowie Gegenstand einer kritischen Beurteilung sein. Ziel der Arbeit ist es, zu zeigen, daß die unterschiedlichen Bedeutungsdimensionen der Erzählung nur in einer synthetischen Verknüpfung zusammengefaßt...

    Schiller beginnt seine Erzählung mit einigen bemerkenswerten literaturtheoretischen Erörterungen, die sein Verständnis von aufklärerischer Literatur zum Ausdruck bringen. Was allerdings zunächst ins Auge fällt, ist die Untertitelung der Erzählung: Eine wahre Geschichte. Diese Bezeichnung veweist nicht nur auf die aufklärerischen Absichten Schillers, sondern auch auf die Verwendung des historischen Stoffs, d.h. der Lebensgeschichte Friedrich Schwa(h)ns. Durch den Untertitel soll aber vor allem die größere Glaubhaftigkeit der Erzählung dokumentiert werden. Es ist Schillers Anliegen, die Wirklichkeit in Form eines Kunstwerks (Geschichte) abzubilden. Dem Leser wird so durch das Rezipieren einer konkreten Geschichte die Aneignung einer abstrakten Wirklichkeitermöglicht, welches ein durchaus übliches Verfahren in der Dichtung ist Benno v. Wiese verweist auf die Tatsache, daß „die an sich kurze Erzählung (...) mit einer ungewöhnlich breiten theoretischen Einleitung“ beginnt. Daher verdient...

  5. Die Räuber – Wikipedia

    de.wikipedia.org › wiki › Die_Räuber

    Zentrales Motiv ist der Konflikt zwischen Verstand und Gefühl, zentrales Thema das Verhältnis von Gesetz und Freiheit. Anregung fand Schiller in der Erzählung Zur Geschichte des menschlichen Herzens von Christian Friedrich Daniel Schubart . [1]

    • Schauspiel
    • Die Räuber
  6. Im Zuge seiner Krankheitsgeschichte wurde so für Schiller das Thema Tod und Sterben immer präsenter. Und so ist auch der Tod in Verbindung mit dem Schönheitsbegriff ein zentrales Thema der „Nänie“. Schillers Schönheitsbegriffs soll in dieser Arbeit anhand dieser Elegie untersucht und interpretiert werden.

  7. Jan 23, 2007 · Im Zuge seiner Krankheitsgeschichte wurde so für Schiller das Thema Tod und Sterben immer präsenter. Und so ist auch der Tod in Verbindung mit dem Schönheitsbegriff ein zentrales Thema der „Nänie“. Schillers Schönheitsbegriffs soll in dieser Arbeit anhand dieser Elegie untersucht und interpretiert werden.

  8. Der 260. Schiller-Geburtstag

    www4.uni-jena.de › Gartenhaus_Schillergeburtstag

    Nov 02, 2019 · Am 260. Geburtstag Friedrich Schillers rückt in Jena die frühe Erzählung Verbrecher aus Infamie.Eine wahre Geschichte (1786) in das Zentrum der Aufmerksamkeit. Mit Schillers "wahrer Geschichte" von dem berüchtigten württembergischen Verbrecher Johann Friedrich Schwan, genannt der Sonnenwirt, gelangt das in der Spätaufklärung entstandene Genre der Kriminalgeschichte zu einem Höhepunkt.

  9. Interpretation Kurzgeschichte • Kurzgeschichten ...

    studyflix.de › deutsch › interpretation-kurz

    Der Protagonist, ein junger Mann, erzählt einer Gruppe fremder Menschen von seiner Küchenuhr und der Geschichte, die dahinter steht. Die Erzählung thematisiert die furchtbaren Erfahrungen, die viele Menschen im Krieg gemacht haben. Die Küchenuhr ist ein Symbol für die Zerstörung, aber auch für die Hoffnung.