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  1. Saxony - Wikipedia

    en.wikipedia.org/wiki/Saxony

    Saxony (German: Sachsen (); Upper Sorbian: Sakska), officially the Free State of Saxony (German: Freistaat Sachsen [ˈfʁaɪ̯ʃtaːt ˈzaksn̩], Upper Sorbian: Swobodny stat Sakska), is a landlocked state of Germany, bordering the states of Brandenburg, Saxony-Anhalt, Thuringia, Bavaria, as well as the countries of Poland and the Czech Republic.

  2. Sachsen – Wikipedia

    de.wikipedia.org/wiki/Sachsen

    Der Freistaat Sachsen gehört wie auch Thüringen und Teile Sachsen-Anhalts zur Region Mitteldeutschland. Die Lage seines Mittelpunktes wird abhängig vom zugrundeliegenden Berechnungsverfahren heute unterschiedlichen Ortschaften zugeordnet.

  3. People also ask

    What is a Sachsen class?

    Was saxony anhalt communist?

    Is saxony anhalt irreligious?

    What are the dimensions of a Sachsen ship?

  4. Saxony-Anhalt - Wikipedia

    en.wikipedia.org/wiki/Sachsen-Anhalt

    Saxony-Anhalt is one of 16 Bundesländer of Germany. It is located in the western part of eastern Germany. By size, it is the 8th largest state in Germany and by population, it is the 11th largest.

    • 20,451.58 km² (7,896.40 sq mi)
    • Germany
  5. Sachsen-class frigate - Wikipedia

    en.wikipedia.org/wiki/Sachsen-class_frigate

    The F124 Sachsen class is Germany's latest class of highly advanced air-defense frigates.The design of the Sachsen-class frigate is based on that of the F123 Brandenburg class but with enhanced stealth features designed to deceive an opponent's radar and acoustic sensors.

    • 1999–2006
    • 29 knots (54 km/h; 33 mph)
    • 143 m (469 ft)
    • 700 million (US$811 million) per ship
  6. Saxons - Wikipedia

    en.wikipedia.org/wiki/Saxons

    The Saxons (Latin: Saxones, German: Sachsen, Old English: Seaxan, Old Saxon: Sahson, Low German: Sassen, Dutch: Saksen) were a group of early Germanic peoples whose name was given in the early Middle Ages to a large country (Old Saxony, Latin: Saxonia) near the North Sea coast of northern Germania, what is now Germany.

  7. Saxe-Lauenburg - Wikipedia

    en.wikipedia.org/wiki/Sachsen-Lauenburg

    The Duchy of Saxe-Lauenburg (German: Herzogtum Sachsen-Lauenburg, called Niedersachsen (Lower Saxony) between the 14th and 17th centuries), was a reichsfrei duchy that existed 1296–1803 and 1814–1876 in the extreme southeast region of what is now Schleswig-Holstein.

  8. Negara Merdeka Sachsen (Jerman: Freistaat Sachsen; bahasa Inggris: Saxony; bahasa Sorbia Hulu: Swobodny stat Sakska), biasa disebut Sachsen, adalah sebuah Bundesland Jerman yang terletak di sebalah timur. Negara bagian ini memiliki wilayah seluas 18.338 km² dan penduduk sebanyak sekitar 4.081.308 jiwa.

  9. Sachsen – Wikipedia

    sv.wikipedia.org/wiki/Sachsen

    Sachsen som historisk region. Det tyska förbundslandet Sachsen existerar i sin nuvarande form sedan Tysklands återförening 1990, men Sachsen som namn på en region och stat syftar historiskt även på flera olika områden och statsbildningar omkring floden Elbe från tidig medeltid fram till idag.

  10. Sachsen (Volk) – Wikipedia

    de.wikipedia.org/wiki/Sachsen_(Volk)
    • Zusammenfassung
    • Verbreitung
    • Kritik
    • Etymologie
    • Herkunft
    • Funktion
    • Sprache
    • Vorgeschichte
    • Hintergrund
    • Auswirkungen
    • Namensgebung
    • Ursprung
    • Wirkung

    Die Sachsen (seltener auch Saxonen) waren ein westgermanischer Völkerverband, der sich vermutlich im 3. Jahrhundert bildete und seit dem 4. Jahrhundert sicher belegt ist. Die Stämme der Chauken, Angrivarier und Cherusker, die sich zu den Sachsen zusammenschlossen, lebten im 1. Jahrhundert im Nordwesten des heutigen Deutschlands und im Osten der heutigen Niederlande (siehe Niedersächsisch). Seit der Merowingerzeit standen zumindest Teile der Sachsen immer wieder in einer losen Abhängigkeit zum Frankenreich, bis sie von Karl dem Großen endgültig unterworfen wurden.

    Die germanischen Stämme, die später zu den Sachsen gezählt wurden, besiedelten einen weiten Raum von der Zuiderzee (heute IJsselmeer) im Westen über den Weser-Elbe-Raum bis hin zu den nördlich der Elbe im heutigen Holstein gelegenen Gebieten (bis zur Eider). Lange war die von Ptolemäus überkommene Ansicht vorherrschend, die Sachsen seien von ihren mutmaßlichen Ursitzen im heutigen Holstein seit dem 3. Jahrhundert nach Süden vorgedrungen, hätten dabei zahlreiche andere Stämme unterworfen und sie dem sächsischen Stammesbund einverleibt.[2] In diesen Zusammenhang wurden teils auch noch die jüngeren Unterwerfungen des Hamalands (heutiges Westmünsterland) sowie der Stämme der Brukterer (heutiges Münsterland und nördliches Ruhrgebiet) und Tubanten (heutige Twente, Provinz Overijssel) im 6. und 7. Jahrhundert gesehen. In Norddeutschland und den östlichen Niederlanden (Groningen, Drenthe, Overijssel, Achterhoek) haben die niedersächsischen Dialekte, die sich aus dem Altsächsischen entwickelten, auch weiterhin ihr traditionelles Sprachgebiet.

    Die Vorstellung einer sukzessiven Unterwerfung Norddeutschlands von den Küstengebieten aus gilt heute aber als überholt. Die wichtigste Quelle, die von jenen Ursitzen berichtet, wird heute in diesem Punkt stark angezweifelt. Auch scheint der Sachsenname anfangs eher als Sammelbezeichnung der Römer für seefahrende Raubscharen gedient zu haben, unabhängig von deren Herkunft. Darüber hinaus war die Auffassung verbreitet, die Sachsen hätten ihr Gebiet nach der Eroberung des Thüringerreiches (um 531) durch die Franken bis zur Unstrut ausgedehnt. Dies gilt nach dem heutigen Kenntnisstand ebenfalls als sehr unwahrscheinlich. Die Ostgrenze des sächsischen Siedlungsgebietes dürfte lange Zeit am Harz gelegen haben.[3]

    Seit den antiken und spätantiken Autoren wird der Volksname der Sachsen (lateinisch: Saxones, griechisch: Σάξονες) von dem typischen Hiebmesser des Stammes, dem Sax, abgeleitet.[2] Dieser Zusammenhang spielt auch in der sächsischen Volkssage mehrfach eine Rolle. Eine direkte Beziehung zum Volksnamen findet sich im Annolied aus dem späten 11. Jahrhundert: von den mezzerin alsô wahsin, wurdin si geheizzin Sahsi (von den Messern, den so scharfen, wurden sie Sachsen geheißen, Kap. 21). Eine humoristische Variante des Volksnamens findet sich in der ironischen Bezeichnung Kaffeesachse.

    Aus einer Handschrift des endenden 8. Jahrhunderts, dem sogenannten sächsischen Taufgelöbnis, sollte der Täufling neben den gemeingermanischen Göttern Wodan und Donar einem vermutlich stammeseigenen Gott Saxnot abschwören.[4] Die früheste Nennung der Sachsen wurde lange dem in Alexandria schreibenden Griechen Ptolemäus zugeschrieben, der in der Regierungszeit des Kaisers Mark Aurel (161180 n. Chr.) starb und in dessen überlieferten Texten der Name des Volkes an mehreren Stellen auftaucht. Seiner Geographie zufolge bewohnten sie das Land an der Nordsee zwischen den Chauken, die bis zur Elbe siedelten, und den Sigulonen, die nordwärts einer Landenge auf der Kimbrischen Halbinsel wohnten. Die Sigulonen sind, wie zahlreiche Völker, die Ptolemäus zusammen mit ihnen nennt, sonst völlig unbekannt. Die früheste zeitgenössische und somit gesicherte Nennung des Sachsennamens stammt aus einer Rede des späteren Kaisers Julian (regierte 361363) aus dem Jahr 356, der ihn neben jenem der Franken erwähnt und beide zusammen als die streitbarsten Völker am Rhein und am westlichen Meer beschreibt. Trotz zahlreicher Nennungen in spätantiken Quellen (z. B. Ammianus Marcellinus) sind die Sachsen bis etwa 450 n. Chr. nicht näher geographisch fassbar. Der Volksname tritt in den Quellen dieser Zeit regelmäßig als Bezeichnung für kriegerische Seefahrer im Bereich zwischen Nordsee und Ärmelkanal auf, deren genaue Herkunft in der Regel im Dunkeln bleibt. Als Parallele dieser weitgehend unbestimmten Rede von den Franci und Saxones erscheint insofern die später geläufige von den Dani und Nordmanni zur Charakterisierung der Wikingerraubzüge. Als Antwort auf die häufigen Überfälle errichteten die Römer entlang der Süd- und Südostküste Britanniens und an der Kanalküste Galliens um das Jahr 300 den so genannten Litus Saxonicum, eine Kette stark befestigter Militärlager und Flottenstationen. In der historischen Literatur kommen immer wieder die Bezeichnungen verschiedener sächsischer Stammesgruppen vor. Ob es sich dabei nicht auch um die fränkische Einteilung in Verwaltungsprovinzen handelt, ist noch nicht geklärt. Die Verwendung des Satrapenbegriffs bei Beda legt allerdings nahe, dass es sich bei den Sachsen nicht um ein politisch vollständig geeintes Volk gehandelt habe, auch wenn in derselben Quelle auch von einer provincia Antiquorum Saxonum (etwa gleichbedeutend mit einem Reich der Altsachsen) die Rede ist, die von einer gens bewohnt werde.[29] Dennoch bleibt unklar, ob die Stammesbezeichnungen der Westfalen, Engern, Ostfalen (Ostfalai, auch Austreleudi oder Austrasii) und Nordalbingier bei der Abfassung der frühesten Quellen bereits auf eine längere Geschichte zurückblicken konnten oder ob sie vielleicht sogar erst kürzlich im Zusammenhang mit der fränkischen Bedrohung des sächsischen Territoriums entstanden waren. Gegen eine traditionelle Dreizahl der Teilstämme  die häufig als West- und Ostfalen sowie Engern angegeben wird  spricht die Existenz der Nordalbingier (historisch auch Nordliudi), der Bardengauer oder auch Wigmodiens als eigenständiger Entitäten des sächsischen Volks.[32] Erst später teilte man die Nordleute und Bardengauer anscheinend den Ostfalen zu. Die Ostfalen (Ostmänner) lebten zwischen Weser und Elbe. Dieses ursprünglich thüringische Gebiet wurde erst im 7. bis 10. Jahrhundert von Sachsen besiedelt. Die Engern nahmen in Sachsen offenbar eine Mittelstellung ein. Sie lebten an der Weser, zwischen Ostfalen und Westfalen. In ihrem Gebiet liegt die Stätte der jährlichen Versammlung von Marklo an der Weser. Der Name der Engern (lateinisch Angarii) scheint die verkürzte Form des Namens der Angrivarier zu sein, die demnach einen wichtigen Stamm der Sachsen bildeten.

    Nach Berichten aus dem 4. Jahrhundert war das Siedlungsgebiet der Chauken deckungsgleich mit den Gebieten, in denen etwa zur selben Zeit unter anderem die Sachsen lokalisiert wurden. Da es keinerlei Hinweise auf kriegerische Auseinandersetzungen zwischen beiden Völkern gibt, wird vermutet, die Chauken seien damals ein Teilvolk der Sachsen gewesen bzw. dass sich beide Stämme friedlich zum größeren Volksverbund der Sachsen vereinigt haben.[5]

    Der heutige Freistaat Sachsen, historisch auch Kurfürstentum Sachsen (Kursachsen) bzw. Obersachsen, hat mit dem historischen Volk der Sachsen im niederdeutschen Sprachraum außer dem Namen nichts gemein: Die Vorfahren der Bewohner des heutigen Freistaates Sachsen gehör(t)en dem mitteldeutschen Dialektraum an. Die Sprache im sächsischen Stammesverband wird dem Nordseegermanischen zugeordnet und bildete gemeinsam mit den verwandten Sprachen der Angeln und Jüten die Grundlage des Angelsächsischen. Das Festlandsächsische stand bis zum 10. Jahrhundert dem Altenglischen näher als dem Althochdeutschen. Bis heute gibt es einen gemeinsamen Grundwortschatz zwischen dem Englischen und dem Niederdeutschen. Erst durch den Einfluss des normannischen Französischen bekam das Englische seine germanisch-romanische Gestalt. Der heute umgangssprachlich als Sächsisch bezeichnete Dialekt Obersachsens (Kursachsen), des heutigen Freistaates Sachsen, Ost-Thüringens sowie des südlichen Sachsen-Anhalts, geht auf ostmitteldeutsche Sprachen zurück und gehört zur thüringisch-obersächsischen Dialektgruppe. Auch das als Sprache der Hanse verbreitete Niederdeutsche geht vor allem auf das Sächsische zurück. In Schleswig-Holstein und den nördlichen Teilen des Bundeslandes Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern wird bis heute neben Hochdeutsch auch Niederdeutsch gesprochen. Auch Westfälisch, Ostfälisch und das in Brandenburg und im Norden von Sachsen-Anhalt bis ins 20. Jahrhundert in ländlichen Gebieten gebräuchliche Platt sind niederdeutsche Dialekte. Selbst die heutigen Lausitzisch-neumärkischen Dialekte haben ein deutlich niederdeutsches Substrat.

    Am Beginn des 5. Jahrhunderts verlor Rom zunehmend die Kontrolle über die britannischen Provinzen. Im Jahr 410 forderte Kaiser Honorius die Inselbewohner auf, sich selbst zu verteidigen. Spätestens in den 440er Jahren wurden Sachsen auf den Britischen Inseln sesshaft. Zuerst wurden sie von den Briten als Söldner angeworben, eroberten aber anschließend große Teile der Hauptinsel und siedelten sich dauerhaft an. Ihre angeblichen Anführer waren Hengest und Horsa. Ursprünglich wurden die Sachsen der britischen Inseln und jene des Festlands unterschiedslos als Sachsen bezeichnet. Erst im Verlauf des frühen Mittelalters wurde der Begriff Angelsachsen (vermutlich von Paulus Diaconus) zur Unterscheidung der britischen Sachsen von denen auf dem Festland eingeführt, bis er sich ab dem 9. Jahrhundert durchsetzte.[10] Gregor von Tours berichtet vom Einfall des sächsischen Heerführers Adovacrius (seine Identität mit dem bekannten Odoaker ist umstritten und eher unwahrscheinlich) nach Gallien (Angers), wobei er aber von den gallo-römischen Truppen zurückgeschlagen wurde. Die Inseln der Sachsen wurden anschließend von den Franken unter Childerich I. eingenommen und verheert (siehe auch den Artikel zum Comes Paulus). Der sächsische Einfall fand Gregor zufolge nach dem Tod des Aegidius ( 464) statt.[11] Während der Völkerwanderung hatten sich Sachsen nicht nur in Britannien, sondern auch in anderen Gegenden, etwa in Westfrankreich niedergelassen. Gregor von Tours erwähnt Sachsen um Bayeux in der heutigen Normandie. Unter ihnen war ein gewisser Childerich, der Gregor persönlich bekannt war und zum Herzog im Gebiet links der Garonne aufstieg. Einige Sachsen hatten offenbar die Langobarden im Jahr 568 auf ihrem Zug nach Italien begleitet. Nach Gregor von Tours fielen diese Sachsen später im Gebiet von Riez im südöstlichen Gallien ein, schlossen dann aber mit dem Feldherrn Mummolus einen Vertrag und schworen, dem fränkischen König als Hilfstruppen zu dienen. Sie sollten sich in der Gegend ansässig machen, von der sie einst ausgezogen waren. Als sie dorthin zurückkehrten, waren nach der Erzählung inzwischen bereits Sueben angesiedelt worden, die den Sachsen zwei empfindliche Niederlagen zufügten. Von den meisten Forschern werden die Wohnsitze dieser Sachsen und Sueben im Bereich der Bode vermutet, wo der Suebengau angeblich noch an die Sueben erinnert. Wahrscheinlicher ist aber, dass es sich um eine Region in Gallien handelt.[13] Eine hohe Stellung erreichte im 7. Jahrhundert der Sachse Aighyna, der vermutlich von der gallischen Atlantikküste, möglicherweise aber auch aus England stammte. Unmittelbar an den Regierungsantritt von Dagobert I. als Teilkönig im fränkischen Reichsteil Austrasien scheint sich ein sächsischer Aufstand angeschlossen zu haben. Im Zuge eines darauf folgenden fränkischen Angriffs wurde der sächsische Führer Bertoald von Dagoberts Vater Chlothar II. angeblich im Zweikampf besiegt und das Land der Sachsen verwüstet. In den folgenden Jahren entglitt den Merowingern die Herrschaft über die sächsischen Volksgruppen zusehends. Nach der fränkischen Niederlage gegen Samo an der Wogastisburg um das Jahr 631 unternahmen die Slawen Einfälle nach Thüringen. Daraufhin schickten die Sachsen offenbar Gesandte an Dagobert, mit der Bitte, ihnen die Zwangsabgaben von jährlich 500 Kühen zu erlassen, wenn sie dafür im Ausgleich auf eigene Kosten gegen die Eindringlinge kämpfen und die fränkischen Grenzen schützen würden.[14] Der Tod des Hausmeiers Pippin im Jahr 640 führte zu einer Krise innerhalb des Frankenreiches, die sich zuspitzte, bis das Heer Sigiberts III. unterstützt von Pippiniden in Thüringen einfiel, wo sich Herzog Radulf an der Unstrut verschanzt hatte. Das Heer des Königs musste sich geschlagen zurückziehen, worauf Radulf mit den Wenden und benachbarten Stämmen, worunter wohl die Sachsen zu verstehen sind, Frieden schloss.

    Nicht restlos geklärt ist die Frage, ob die Sachsen maßgeblich an der Unterwerfung des Thüringerreiches (um 531) durch die Franken beteiligt waren. Die drei wichtigsten Quellen, die davon berichten, sind ein Bericht Rudolfs von Fulda (9. Jahrhundert), die Sachsengeschichte des Widukind von Corvey aus dem Jahr 968 und die Quedlinburger Annalen (11. Jahrhundert). Insbesondere, weil alle drei Quellen lange nach der Niederwerfung des Thüringerreiches entstanden, wird ihre Glaubwürdigkeit diesbezüglich stark in Frage gestellt. Auch kann davon ausgegangen werden, dass die zwei letzteren Quellen auf den Bericht des Rudolf von Fulda zurückgriffen, der vermutlich ein persönliches Interesse an der Darstellung einer alten sächsisch-thüringischen Grenze an der Unstrut hatte. An der Unstrut lag zu Rudolfs Zeiten die Grenze zwischen dem Erzbistum Mainz und dem Bistum Halberstadt, während die sächsisch-thüringische Grenze auch im 9. Jahrhundert höchstwahrscheinlich am Harz lag. Vor allem berichtet keine zeitgenössische Quelle (Gregor von Tours, Prokopios von Caesarea) von einer sächsischen Beteiligung.[3]

    In der Folgezeit scheinen sächsische Gruppen über Soest und Brilon (im östlichen Sauerland von NRW) bis zum Ruhrbuckel, zur Lippe und zur IJssel vorgedrungen zu sein. Dies ist allerdings nur aus archäologischen Funden zu rekonstruieren, da schriftliche Quellen zu diesen Vorgängen schweigen.[15] Allerdings ist die Auswertung archäologischer Funde diesbezüglich problematisch, da die Ausbreitung von Kunststilen und Waffentypen nicht zwangsläufig Rückschlüsse auf die Ausbreitung von Völkern erlaubt. Das Fürstengrab in Beckum beispielsweise wurde lange als das eines sächsischen Landnahmeführers interpretiert. Heute sieht man in dem Toten eher einen fränkischen Adeligen.[16]

    Am 6. Januar 1423 wurde dieser Teil dem Markgrafen von Meißen, Friedrich dem Streitbaren, verliehen. Da der Herzogtitel die höhere Würde besaß, führte dieser von nun an den Titel Herzog von Sachsen, wodurch der heutige Freistaat Sachsen seine Bezeichnung bekam. Die Bewohner dieses Landstriches waren Nachfahren der seit dem 7. Jahrhundert ansässigen Slawen (Sorben, Wenden), vor allem aber der im Zuge der Ostexpansion seit dem 12. Jahrhundert eingewanderten mitteldeutschen Siedler aus den Gebieten des heutigen Thüringens und Hessens und hatten bis zur Namensübertragung keinen historischen Bezug zum ehemaligen sächsischen Stammesverband. Dieses neue Herzogtum Sachsen wurde danach lange als Obersachsen bezeichnet, das historische sächsische Siedlungsgebiet als Niedersachsen. Letztere Bezeichnung wurde bei der Auflösung Preußens nach dem Zweiten Weltkrieg als Name des heutigen Bundeslandes Niedersachsen wiederbelebt. Die Bezeichnung Westfalen ist als einzige auch in späterer Zeit als Name eines politischen Territoriums erhalten geblieben, während die Namen Engern und Ostfalen bei der Auflösung des Herzogtums Sachsen nach der Achtserklärung Heinrichs des Löwen 1180 verlorengingen. Allein im Titel der Regenten des jüngeren Herzogtums Sachsen, Herzog von Sachsen, Engern und Westfalen, hatte der Name Engern weiterhin Bestand. Ostfalen bestand nur als Name des Ostfalengaus weiter.

    In der ältesten Lebensbeschreibung des heiligen Lebuin (verfasst nach 840), wird von einer Versammlung der Sachsen in Marklo berichtet, bei der sich die Satrapen mit einem Gefolge von jeweils 36 Männern versammelt hätten. Lange hat man durch eine Missdeutung des Wortes electi angenommen, es wären hier gewählte Volksvertreter zusammengekommen. Bis in die jüngste Vergangenheit wurde auch in Anlehnung an Tacitus, der von germanischen Monarchien und Republiken berichtet, an eine Art ursächsische republikanische Stammesverfassung gedacht. Dies dürfte aber nicht den Tatsachen entsprechen, wie auch die Ausdeutung des Tacitus heute als verfehlt betrachtet wird.

    Möglich scheint, dass die drei gleichsam kanonischen Teilstämme der Sachsen ihre Bekanntheit durch ihre südliche Lage in der Nähe der fränkischen Aggressoren verdanken, denen sie sich als erste unterwerfen mussten und folglich als fideles Saxones hervorgehoben wurden.[33] Nicht auszuschließen ist, dass sich im Zuge der fränkisch-sächsischen Auseinandersetzung kleinere Territorien zu größeren Gebilden zusammenfanden und so die bekannten Großstämme bildeten. Dies würde auch den zeitlichen Vorrang der Westfalen gegenüber den erst später unter militärischen Druck geratenden Engern und Ostfalen und erst recht den weiter nördlich gelagerten Wigmodiern, Bardengauern und Nordalbingiern erklären. Neben dem Westfalen Widukind haben sich die Namen der Teilkönige Bruno (Engern), Hessi und Theoderich (beide Ostfalen) erhalten.[34] Da auch die Friedensschlüsse mit den Franken (als Unterwerfungen sächsischer Anführer oder Kleinkönige) auf der regionalen Ebene vollzogen wurden, gingen die Stammesbezeichnungen in die Verwaltungsstruktur des fränkischen Reiches über und wurden später eventuell nach Norden fortgeschrieben; zu dieser Vermutung passt die Häufung der Belege jeweils im südsächsischen Raum.[35]