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  1. Geschlechtergerechte Sprache – Wikipedia

    de.wikipedia.org › wiki › Geschlechtergerechte_Sprache
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    • Zusammenfassung

    Eine Grundthese der feministischen Sprachkritik besagt, dass die Vormachtstellung des Mannes in der Gesellschaft auch in Struktur und Wortschatz einer Sprache zum Ausdruck komme. Im Verhältnis von Mann und Frau beobachten feministische Sprachforscher eine fundamentale Asymmetrie und bezeichnen die deutsche Sprache daher in ihrer Struktur und ihrem Lexikon [als] sexistisch und androzentrisch.[2] Diese männliche Dominanz in der Sprache wiederum festige die nachgeordnete Stellung der Frau. Diesbezüglich wird eine Veränderung der Sprache für notwendig erachtet, um auf dem Weg eines sprachlich ausgelösten Bewusstseinswandels die Gleichstellung von Frauen in der Gesellschaft voranzubringen (vergleiche dazu die Sapir-Whorf-Hypothese). Hierbei geht es vor allem auch darum, Frauen in der Sprache sichtbar zu machen und ihnen so zu angemessener Repräsentanz in der sprachlichen Kommunikation zu verhelfen. Die konsequente Nennung von beiden in jeweils ausgeschriebener Form (z. B. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter) wird bisweilen als schwerfällig und schlecht lesbar empfunden.[8] Der Duden sieht deshalb in der Verkürzung der Beidnennung z. B. durch Schrägstriche Mitarbeiter/-innen oder Klammern Mitarbeiter(innen) einen Vorteil.[8] Der Leitfaden der Schweizerischen Bundeskanzlei hält die Einklammerung der weiblichen Endung z. B. Lehrer(in) nicht für eine adäquate Lösung, weil in Klammern üblicherweise stehe, was für das unmittelbare Verständnis nicht notwendig ist und deshalb überlesen werden könne.[9] Außerdem seien Personenreferenzen mit grafischen Zeichen (z. B. Schrägstrich, Binnen-I, Auslassungsstrich) für fortlaufende Texte weniger geeignet als für verknappte Textpassagen, unvollständige Sätze und informelle Texte.[9] Das Goethe-Institut empfiehlt Kreativität, um einerseits eine gute gendergerechte Sprache zu erreichen und um andererseits zu vermeiden, dass gendergroteske Sprachirrungen entstehen, die zur eigenen Karikatur werden und den Sprachfluss zerstören.[19] Ungewohnte und wenig verbreitete Bildungen aus Partizipien I wie Zufussgehende sind laut dem Leitfaden der Schweizerischen Bundeskanzlei zu vermeiden.[38] Gegen geschlechtergerechte Alternativen zum generischen Maskulinum wird häufig eingewandt, dass sie die Qualität und die kognitive Verarbeitung von Texten beeinträchtige.[40][41]

    In der Pionierzeit der feministischen Linguistik wurde noch nicht der empirisch überprüfbaren Frage nachgegangen, ob Frauen sich durch das generische Maskulinum wirklich nicht mitgemeint fühlen, sondern dies wurde als Grundannahme postuliert. In psycho- und soziolinguistischen Experimenten wurde später mehrfach nachgewiesen, dass Leser und Hörer weitgehend unabhängig vom eigenen Geschlecht bei einem maskulinen Wortstimulus (bspw. ein Arzt) prototypisch an einen Mann und nicht an einen geschlechtsunbestimmten Menschen denken; allerdings tritt der Effekt auch, wenngleich weniger stark, bei einem neutralen (bspw. ein Kind) oder fast neutralen Stimulus (bspw. ein Mensch oder eine Person) auf. Dies spricht dafür, dass der kritisierte Sexismus im Sprachgebrauch nicht oder zumindest nicht hauptsächlich im Sprachsystem begründet ist, sondern in der Erfahrung und Annahme der gesellschaftlichen Realität liegt; es handelt sich also eher um ein soziologisches als um ein linguistisches Phänomen. Bei der expliziten Beidnennung (bspw. ein Arzt oder eine Ärztin) sowie bei getrennten Lexemen (ein Mann oder eine Frau) verschwindet der Bias; allerdings gilt dies nicht oder nur eingeschränkt für Kurzformen aller Art (bspw. Mediziner oder -in, Mediziner/in, Mediziner/-in, MedizinerIn, Mediziner(in), Mediziner_in, Mediziner (m/w)). Bei Anwalt/Anwältin möge die vollständige Paarform verwendet werden.[3] Das geschriebene Binnen-I und die ausgesprochene Verkürzung könnten jedoch zu einem weiblichen Bias führen.[4] Die Linguistin Gisela Klann-Delius legt dar, dass die Studien zum generischen Maskulinum insgesamt in ihren Ergebnissen darauf hinweisen, dass das generische Maskulinum als männlich gedeutet wird, wobei der Grund für diese tendenziell geschlechtsspezifische Interpretation des generischen Maskulinums bisher nicht eindeutig bekannt sei, und dass nicht sicher behauptet werden könne, dass diese Studien, die fast ausschließlich mit studentischen Probanden durchgeführt worden seien, auf andere Gruppen generalisierbar seien.[5] Studien, die an anderen Probanden durchgeführt wurden (z. B. Kinder, Personen mit außer-universitärem Hintergrund usw.), kamen ebenfalls zu dem Ergebnis, dass das generische Maskulinum nicht als generisch bzw. geschlechtsneutral, sondern eher als geschlechtsspezifisch männlich verstanden wird.[6] Vgl. Generisches Maskulinum#Androzentrismus. Laut der Linguistin Gabriele Diewald gelangten empirische Untersuchungen aus Linguistik, Kognitionspsychologie, Psycholinguistik, Erziehungswissenschaft, Medien- und Textwissenschaft, die mit unterschiedlichen Methoden im Laufe von 30 Jahren durchgeführt wurden, alle zu ähnlichen Ergebnissen. Durch die Verwendung des sogenannten generischen Maskulinums werden Frauen mental nicht oder nicht adäquat repräsentiert. Männer erscheinen in der mentalen Repräsentation als prototypische Exemplare der jeweiligen Inhalte der Personenbezeichnung.[7] Dass Doppelnennungen bei Versuchspersonen eher weibliche Referenten evozieren, als es bei generischen Maskulina der Fall ist, konnte in mehreren Studien nachgewiesen werden.[10][11][12][13] Die Doppelnennung beider Formen wird auch von der Duden-Redaktion unterstützt. 1993 hat eine Studie gezeigt, dass das Binnen-I bei Versuchspersonen eher als das generische Maskulinum zu einer Nennung weiblicher Referenten führt.[10] Von 1999 an wurde in Studien jedoch mehrfach aufgewiesen, dass die Verwendung des Binnen-I bei Versuchspersonen zu einer Überrepräsentation weiblicher Referenten führte.[26][23][11][27][12] Die Psychologin Lisa Irmen vermutet, dass das Binnen-I von den Lesern wie ein Femininum verarbeitet werde, und hat darum argumentiert, dass es insofern durchaus keine geschlechtsneutrale Alternative bilde.[20]

    Auch die grammatikalische Korrektheit ist bei der Verwendung solcher Kurzschreibungen nicht immer eindeutig geklärt. So empfiehlt der Duden, orthographisch Mitarbeiter/-innen der Form Mitarbeiter/innen vorzuziehen, weil die Variante ohne Auslassungsstrich nicht korrekt ist.[8] Dagegen verwendet der Leitfaden der Gleichstellungsbeauftragten zur geschlechtersensiblen und inklusiven Sprache der Universität Köln ausschließlich die Form ohne Auslassungsstrich.[1] Der Leitfaden zum geschlechtergerechten Formulieren im Deutschen der Schweizerischen Bundeskanzlei listet beide Varianten gleichberechtigt auf.[9]

    Als Alternative zum generischen Gebrauch grammatisch maskuliner Personenbezeichnungen ist auch die vermehrte Verwendung sexusindifferenter Wörter vorgeschlagen worden. Hier werden verschiedene Typen unterschieden:[14]

    Empfohlen worden ist auch die Ersetzung von Formulierungen, in denen generische Maskulina verwendet werden (Wir wünschen allen Mitarbeitern ), durch gänzlich unmissverständliche Formulierungen (Wir wünschen (Ihnen) allen ).

    Schrägstrichschreibweisen (Schüler/innen) hatten die stärkste Verbreitung Mitte der 1970er Jahre. Die Duden-Redaktion hält sie nur für zulässig, wenn das Femininum tatsächlich durch bloßes Anhängen eines Movierungssuffix gebildet wird. Bei Wörtern wie Kollege/Kollegin (männliche Form mit eigenem Suffix) oder Arzt/Ärztin (weibliche Form mit Umlaut) müssen beide Formen ganz ausgeschrieben werden.

    Das Binnen-I (LehrerInnen) wird im Deutschen mit linken und feministischen Positionen assoziiert und für den amtlichen Schriftgebrauch darum meist nicht akzeptiert.[24] Zu den am weitesten verbreiteten Zeitungen, in deren Beiträgen das Binnen-I verwendet wird, zählen die linke Schweizer Wochenzeitung WOZ; die Berliner Tageszeitung taz benutzte die Schreibweise in den 1980er Jahren.[25]

    Das Gendergap (Lehrer_innen) hat als Alternative zum Binnen-I in den ausgehenden 2000er Jahren Verbreitung gefunden.

    Lann Hornscheidt hat 2014 alternativ ein Gender-x vorgeschlagen: Einx gutx Lehrx beherrscht x Lehrstoff.[29][30][31][30][32][33]

    Selbst dort, wo Substantive eine Kurzschreibung gut zulassen, können sie zu Problemen führen, denn die Artikel oder Pronomen vor maskulinen und femininen Substantiven im Singular unterscheiden sich in ihrer Flexionsendung in allen Fällen. Die optional dazwischen stehenden Adjektive weisen hingegen mitunter dieselbe Endung auf, z. B. der/die zuständige Angestellte. Mit stark flektierten Adjektiven stehen Personenbezeichnungen fast nur im Plural, z. B. zuständige Sachbearbeiter/-innen. Für Personalpronomen (er/sie) gilt ähnliches wie für die anderen Pronomen, nur im Genitiv weichen sie ab, indem sie zwar in beiden Geschlechtern die Endung er aufweisen, aber unterschiedliche Stämme.

    Das Entsexualisieren der Sprache steht nicht nur im Dienst der Lesbarkeit. Das dahinterliegende Anliegen ist auch, nicht die Unterschiede zwischen den Geschlechtern zu betonen, sondern diese zu überwinden: An Stelle der Sichtbarmachung des Weiblichen könnte die Unsichtbarmachung des Männlichen treten, zu Gunsten des Übergeschlechtlichen, allgemein Menschlichen.[39] Außerdem vermeiden geschlechtsneutrale Formulierungen, dass sich Menschen mit nichtbinärer oder genderqueerer Geschlechtsidentität ausgeschlossen fühlen.

  2. Henri III (roi de France) — Wikipédia

    fr.wikipedia.org › wiki › Henri_III_(roi_de_France)

    1 day ago · Henri III Portrait au crayon du roi Henri III avec sa toque chargée d'aigrette et cordons de diamants, dessin de Étienne Dumonstier , Paris, BnF , département des estampes , vers 1586 . Titre Roi de France 30 mai 1574 – 2 août 1589 (15 ans, 2 mois et 3 jours) Couronnement 13 février 1575 , en la cathédrale de Reims Gouvernement Ministres d'Henri III de France Prédécesseur Charles IX ...

  3. Elefanten – Wikipedia

    de.wikipedia.org › wiki › Elefanten

    1 day ago · Elefanten sind die größten noch lebenden Landtiere. Der kleinste rezente Vertreter, der Waldelefant (Loxodonta cyclotis), erreicht eine Körperhöhe von rund 2,1 m und ein Gewicht von etwa 2 t, die größte heutige Form, der Afrikanische Elefant (Loxodonta africana) wird bis zu 3,7 m hoch und wiegt dann rund 6,6 t.

  4. Mostro di Firenze - Wikipedia

    it.wikipedia.org › wiki › Mostro_di_Firenze

    1 day ago · Il film, che proponeva una efficace ricostruzione degli avvenimenti e una interessante analisi della personalità del mostro, ebbe un buon successo di pubblico, nonostante sia stato al centro di vicende giudiziarie e sia stato osteggiato dalla commissione di censura che ne vietò l'uscita nelle sale cinematografiche di tutta la Toscana.

    • Mostro di Firenze, Maniaco delle Coppiette, Cicci il Mostro di Scandicci
    • 16
    • 14
    • 21 agosto 1968 - 8 settembre 1985
  5. Bratislava – Wikipedia

    de.wikipedia.org › wiki › Bratislava

    1 day ago · Film. Die erste Filmvorstellung in Bratislava fand am 25. Dezember 1896 statt, nur ein Jahr nach der ersten Vorführung durch die französischen Brüder Lumière. 1905 begannen Vorstellungen im ersten ständigen Kino, dem „Electro Bioscop“, das seit 1913 auf dem Hviezdoslav-Platz ansässig ist.

  6. Conquête de l'Algérie par la France — Wikipédia

    fr.wikipedia.org › wiki › Conquête_de_l&

    50 minutes ago · Conquête de l'Algérie par la France Batailles Campagne contre la Régence d'Alger (1830-1837) Sidi-Ferruch (1830) Staoueli (1830) Sidi Khalef (1830) Alger (1830) Blida (1830) Oran (1831) Bône (1832) 1 re Bougie (1833) 2 e Bougie (1835) 1 re Constantine (1836) 2 e Constantine (1837) Campagne contre Abd-el-Kader (1832-1834) Kheng-Nettah (1832) Campagne contre Abd-el-Kader (1835-1837) Sig ...

  7. Ethiopia - Wikipedia

    en.wikipedia.org › wiki › Ethiopia

    1 day ago · FGM is a pre-marital custom mainly endemic to Northeast Africa and parts of the Near East that has its ultimate origins in Ancient Egypt. [347] [348] Encouraged by women in the community, it is primarily intended to deter promiscuity and to offer protection from assault.

  8. Jerusalem – Wikipedia

    de.wikipedia.org › wiki › Jerusalem

    1 day ago · Jerusalem; Karte von 1888 Im Camp-David-Abkommen von 1978 wurde Jerusalem ausgeklammert. In den beigefügten Briefen an den Gastgeber von Camp David, den Präsidenten der Vereinigten Staaten , Jimmy Carter , erklärte Menachem Begin für Israel, dass Jerusalem die unteilbare Hauptstadt Israels sei.

  9. Neymar — Wikipédia

    fr.wikipedia.org › wiki › Neymar

    1 day ago · Neymar Jr. Neymar avec le Brésil en 2018 . Situation actuelle Équipe Paris Saint-Germain Numéro 10 Biographie Nom Neymar da Silva Santos Júnior Nationalité Brésilien Naissance 5 février 1992 (29 ans) Lieu Mogi das Cruzes (Brésil) Taille 1,75 m (5 ′ 9 ″) Période pro. Depuis 2009 Poste Attaquant polyvalent Pied fort Droitier Parcours junior Années Club 1999 - 2003 Portuguesa ...

  10. Campionato mondiale di calcio 2006 - Wikipedia

    it.wikipedia.org › wiki › Campionato_mondiale_di

    1 day ago · Il campionato mondiale di calcio 2006 o Coppa del Mondo FIFA del 2006 (in tedesco: Fußball-Weltmeisterschaft 2006, in inglese: 2006 FIFA World Cup), noto anche come Germania 2006, è stata la diciottesima edizione del campionato mondiale di calcio per squadre nazionali maggiori maschili organizzato dalla FIFA e la cui fase finale si disputò dal 9 giugno al 9 luglio 2006 in Germania.

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