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  1. COVID-19 pandemic in Israel - Wikipedia

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    20 hours ago · Beginning on 11 March, Israel began enforcing social distancing and other rules to limit the spread of infection. Gatherings were first restricted to no more than 100 people, [5] and on 15 March this figure was lowered to 10 people, with attendees advised to keep a distance of 2 m (6 ft 7 in) between one another. [6]

  2. About Vaccines Summit 2021 | VaccinesConferences DC ...

    scientiameetings.com › conferences › vaccines

    1 day ago · Vaccines Summit-2021 invites the participants across the globe to attend its annual flagship conference on Vaccines Research and Development which is going to take place during September 20-22, 2021 in Washington DC.

  3. Boycott, Divestment and Sanctions – Wikipedia

    de.wikipedia.org › wiki › Boycott,_Divestment_and
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    • Vorgeschichte
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    Boycott, Divestment and Sanctions (dt. Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen, abgekürzt BDS) ist eine transnationale politische Kampagne, die den Staat Israel wirtschaftlich, kulturell und politisch isolieren will, um ihre 2005 beschlossenen Ziele durchzusetzen: Israel müsse die Okkupation und Besiedlung allen arabischen Landes beenden, seinen arabisch-palästinensischen Bürgern volle Gleichheit gewähren und den palästinensischen Flüchtlingen und deren Nachkommen die Rückkehr in ihre frühere Heimat und zu ihrem Eigentum ermöglichen. 171 palästinensische zivilgesellschaftliche Organisationen unterzeichneten diesen Aufruf; viele Solidaritätsgruppen und Prominente unterstützen ihn. Manche BDS-Vertreter bestreiten das Existenzrecht Israels und wollen diesen Staat abschaffen.

    Ab 1890 sorgten sich die arabischen Einwohner Palästinas über die zunehmende jüdische Einwanderung und verlangten vom Osmanischen Reich, Juden Landkäufe zu verbieten. Lokalzeitungen riefen dazu auf, keine jüdischen Produkte zu kaufen, Juden keine Häuser zu vermieten und nicht mit ihnen zu handeln. Dazu gründete ein arabischer Zeitungseigentümer in Haifa 1910 einen ersten Verein. Ab 1914 bekämpften viele Gegeninitiativen in Palästina diesen Boykott. Nach anderer Quelle boykottierten jüdische Siedler ihrerseits seit dem Völkerbundsmandat für Palästina der Kolonialmacht Großbritannien (ab 1920) arabische Läden und stellten möglichst keine arabischen Arbeiter ein. Im Januar 1920 beschlossen die Muslim-Christian Committees von Nablus, Jaffa und Jerusalem einen vollständigen Judenboykott, bis alle Spuren des Zionismus ausradiert seien. Nach Angriffen auf Juden erklärten Araber 1921 ein vollständiges Embargo für alle jüdischen Produkte. 1922 rief der fünfte Palestine Arab Congress dazu auf, jüdische Geschäfte zu boykottieren und Landkäufe an Juden zu verbieten. Ab 1929 griffen Araber andere Araber körperlich an, die sich nicht an diesen Beschluss hielten, und beschädigten deren Waren. Eine panarabische Konferenz in Jerusalem rief im Oktober 1929 die Araber dazu auf, Juden alles außer Land zu verkaufen und nichts außer Land von ihnen zu kaufen. Dazu wurden hebräische Schilder von arabischen Läden entfernt. Der Großmufti von Jerusalem Mohammed Amin al-Husseini rief einen Boykott aller jüdischen Läden und Händler aus. Sein Vorbild war eventuell der nationalsozialistische Judenboykott vom 1. April 1933. Im März 1937, während des arabischen Aufstands (19361939), rief das Arabische Exekutivkomitee in Palästina alle Araber dazu auf, die Levant-Messe in Tel Aviv zu boykottieren. Im Juli 1937 stellte die britische Palestine Royal Commission fest, dass Araber kaum oder gar nicht in jüdischen Läden einkauften. Im September 1937 forderte der Panarabische Kongress in Bludan (Syrien), die Balfour-Deklaration von 1917 zu widerrufen, das britische Palästinamandat abzuschaffen und einen Wirtschaftsboykott gegen die Juden als patriotische Pflicht durchzusetzen.[1]

    Die Arabische Liga war stark von der NS-Propaganda und dem Vorbild des Judenboykotts von 1933 beeinflusst. Sie beschloss Ende 1945 ihrerseits einen Boykott gegen jüdische bzw. zionistische Produkte, den sie ab 1948 auf Israel und alle mit ihm Handel treibenden Nichtjuden ausdehnte.[2] Dieser Boykott Israels durch die Arabische Liga dauerte bis 1998 und war der weltweit längste und am meisten institutionalisierte Boykott gegen einen Staat.[3]

    Nachdem einige arabische Staaten mit Israel Verträge geschlossen und ihren Boykott beendet hatten, belebten NGOs diesen neu. Parallel zur dritten Weltkonferenz gegen Rassismus von 2001 in Durban beschloss das NGO Forum mit rund 8000 Delegierten eine Politik der vollständigen und totalen Isolation Israels als eines Apartheidsstaates wie im Fall Südafrikas durch die volle Einstellung aller Verbindungen [] zwischen allen Staaten und Israel,[4] weil es (so die Abschlusserklärung) Kriegsverbrechen, Völkermord und ethnische Säuberungen begangen habe. Die BDS-Kampagne ging aus dieser Durban-Strategie hervor.[5] Wie die 1991 widerrufene UN-Resolution 3379 von 1975 setzten ihre Vertreter Zionismus mit Rassismus gleich.[6] Erstmals trugen Akteure der Zivilgesellschaft in Europa und Nordamerika einen solchen Israelboykott mit.[7]

    Die Initiatoren reagierten auf das Scheitern der Friedensverhandlungen von Camp David II (2000), die Zweite Intifada, Israels Operation Schutzschild (2002), den Bau von Sperranlagen (ab 2002) und das Urteil des Internationalen Gerichtshofs dagegen (2004). Der Aufruf einer britischen Initiative zum Boykott israelischer Forschungseinrichtungen wegen israelischer Angriffe auf palästinensische Schulen und Hochschulen (April 2002) gab mit den Anstoß für den umfassenderen BDS-Aufruf.[8] Im Juli 2004 riefen palästinensische Intellektuelle einen organisierten akademischen und kulturellen Boykott Israels aus (Palestinian Campaign for the Academic and Cultural Boycott of Israel; PACBI). Er beschrieb den Zionismus als Ursache der Unterdrückung der Palästinenser.[9] Im Frühjahr 2005 fand in Toronto (Kanada) die erste Israeli Apartheid Week statt. Sie wirbt jährlich im Februar/März für die BDS-Kampagne. 2016 nahmen über 100 Städte daran teil.[10]

    Am 9. Juli 2005 gaben 171 palästinensische zivilgesellschaftliche Organisationen den Gründungsaufruf der BDS-Kampagne heraus.[11] BDS-Vertreter stellen diesen Aufruf ausdrücklich in die Tradition früherer Boykotte gegen die britische Besatzung und zionistische Kolonisierung seit 1920, die seit 1948 oft wiederbelebt worden sei.[12] Beim sechsten Weltsozialforum 2006 in Caracas übernahmen die sozialen NGOs den BDS-Aufruf. Beim siebten Weltsozialforum 2007 in Nairobi riefen Palästinensergruppen zu einer globalen BDS-Bewegung auf.[13] Im November 2007 gründete die erste palästinensische BDS-Konferenz in Ramallah das BDS National Committee (BNC).[14] Dessen Hauptbetreiber ist Omar Barghouti, ein in Katar geborener Menschenrechtsaktivist mit palästinensischen Wurzeln.[15] Das BNC versteht sich als Koordinator der weltweiten BDS-Kampagne, erlaubt aber Jedem, im Namen von BDS eigene Aktionen gegen Israel zu starten. Zur BDS-Bewegung werden daher alle Akteure gezählt, die Konsumboykotte und Investitionsabzug gegen Israelis und mit Israel handelnde Personen, Firmen und Institutionen starten und Regierungen zu Sanktionen und Embargos gegen Israel drängen.[16]

    Dazu riefen die Gründer zum Boykott ganz Israels auf.[17] Sie knüpften an die Boykottkampagne gegen Südafrikas früheres Apartheidsregime an,[15] um Israel international ebenso zu isolieren und auszugrenzen.[5] Gleichwohl boykottieren manche BDS-Akteure nur Produkte oder Dienstleistungen aus den besetzten Gebieten im Westjordanland, den Golanhöhen und Ostjerusalem.[18] BDS betrachtet die Zusammenarbeit von Israelis und Palästinensern als Normalisierung eines vorgeblichen Unterdrückungszustands, die es zu bekämpfen gelte. Nach dem PACBI-Aufruf vom Juli 2014 sollen alle gemeinsamen Veranstaltungen, Projekte und Veröffentlichungen boykottiert werden, die eine Koexistenz und Parität zwischen Unterdrückern und Unterdrückten voraussetzen und deren Versöhnung anstreben, ohne die Ursachen der Ungerechtigkeit anzusprechen. Moralisch zulässig seien nur gemeinsame Widerstandsprojekte. Das richtet sich besonders gegen liberale und progressive Projekte israelischer Hochschulen, die ihrerseits Israels Rückzug aus Palästinensergebieten anstreben. Der akademische Boykott ist wesentlicher Teil dieses Kampfes; er kollidiert mit dem Prinzip der Freiheit von Forschung, Lehre und Studium.[32]

    Der BDS-Aufruf behauptet, der Staat Israel sei hauptsächlich auf Land gegründet worden, das von seinen palästinensischen Eigentümern ethnisch gesäubert worden war.[20] Gemeint sind Flucht und Vertreibung der Palästinenser (Nakba). Diese geschah größtenteils nach Israels Staatsgründung 1948 im folgenden Angriffskrieg der arabischen Staaten gegen Israel.[21] Gleichwohl verstehen viele BDS-Anhänger unter Besatzung (Occupation) nicht nur die von Israel im Sechstagekrieg 1967 eroberten Gebiete, sondern das 1948 eroberte, von der UNO anerkannte Staatsgebiet Israels. Sie fordern also die Abschaffung dieses Staates.[22] Omar Barghouti schloss 2011 aus, dass der BDS-Aufruf nur Israels Rückzug aus den 1967 besetzten Gebieten fordere. Diese Deutung sei höchst gefährlich, weil sie BDS das Recht wegnehme, die Bedingungen des Kampfes in Palästina zu definieren, und Israel vom Vorwurf der Apartheid und des Rassismus auch auf eigenem Gebiet befreie.[23] Nach welchen Kriterien BDS-Unterstützer Unternehmen für Boykotte auswählen und was diese bewirken sollen, ist unklar. Viele Boykottaufrufe zielen auf alle in Israel hergestellten Produkte, andere auf Firmen, die ihre Produkte auch in besetzten Gebieten Palästinas herstellen oder diese dort verkaufen, oder auf Firmen, die auch in Israel produzieren, oder auf Firmen, die von jüdischen Israelis geführt werden. So listete eine BDS-Gruppe in Sacramento (Kalifornien) unter anderem Sabra hummus (Strauss Group) auf, weil das Unternehmen Nahrungsmittel an Israels Armee verkauft (jedoch auch an Palästinenser); Intel, weil es Hardwareteile für PCs auch in Israel herstellen lässt; Teva, weil es ein marktführendes israelisches Pharmaunternehmen ist; Estée Lauder, weil dessen Vorstandsvorsitzender auch eine regierungsnahe Organisation in Israel führt; Ben & Jerrys, weil deren Eiskrem auch in illegalen Siedlungen verkauft wird; Naot, weil sie eine Schuhfabrik in einer illegalen Siedlung hat. Kritiker stellen heraus, dass solche Boykotte nicht zielgenau und konsistent durchführbar sind, da sie auch arabische Israelis, Palästinenser, die in israelischen Firmen arbeiten und in israelischen Krankenhäusern behandelt werden, die große Mehrheit der Israelis, die einen Palästinenserstaat an der Seite Israels bejahen, alle Käufer von Produkten mit in Israel hergestellten Teilen und alle Verbraucher von anderswo nicht erhältlichen und lebenswichtigen Produkten betreffen.[51] Etwaigen zeitweisen Rückgängen der Auslandsinvestitionen durch BDS stehen ein hohes Wirtschaftswachstum und Innovationspotential Israels gegenüber, das so trotz fehlender Rohstoffe dauerhaft zu den reicheren Staaten der Welt gehört. Der Anteil von ausländischem Kapital für die Entwicklung neuer Produkte in Israel betrug 2016 47 Prozent. Experten der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik führen dies gerade auch auf anhaltende israelfeindliche Boykotte zurück. Die auf hohe Wertschöpfung angelegte Exportwirtschaft Israels sei kaum anfällig für Boykottaufrufe der BDS-Bewegung, weil israelische Hightech-Produkte kein israelisches Herkunftslabel hätten, zu verbreitet und gerade bei amerikanischen und europäischen Konsumenten zu beliebt seien. Schon in den zur digitalen Organisation von Protesten genutzten Produkten (Smartphones, Laptops usw.) steckten Hunderte bis Tausende in Israel entwickelte Technologien, auch wenn ihre Labels andere Herkunftsländer angeben.[66] Da Siedlungsprodukte nur ein Prozent der gesamten Exporte Israels ausmachen, treffen darauf begrenzte Boykotte dessen Wirtschaft kaum.[67] In Israel rief die Friedensinitiative Gusch Schalom 1997 als erste israelische Organisation zu einem Boykott der Produkte israelischer Siedlungen auf. Deren Leiter Uri Avnery lehnte die BDS-Kampagne jedoch ab, da diese keinen Frieden mit Israel, sondern dessen Abschaffung anstrebe. Die geforderte Rückkehr der Palästinensernachkommen sei völlig unrealistisch und könne allenfalls mit Krieg erreicht werden. Alle ernsthaften palästinensischen Unterhändler strebten daher nur ein begrenztes Rückkehrrecht und angemessene Entschädigungen im Rahmen einer Zweistaatenlösung an.[73]

    Das BDS-Logo ist die Figur Handala des palästinensischen Zeichners Nadschi al-Ali. Seine Cartoons stellen jüdische Israelis mit Hakennase dar, die arabische Frauen zu verführen versuchen, Ritualmorde begehen und nur durch den Einsatz von Maschinengewehren gestoppt werden können.[28] BDS verwendet die seit den 1980er Jahren bei palästinensischen Nationalisten populäre Demonstrationsparole From the River to the Sea, Palestine will be free.[29] Palästina vom Jordan bis zum Mittelmeer schließt Israels Staatsgebiet ein: Die Parole gilt daher als Ausdruck für das Ziel, Israel zu zerstören.[30] Demgemäß zeigen BDS-Aktivisten oft eine Karte der Region, die nur einen einzigen Staat Palästina zeigt.[31]

    Solche Aufrufe sind leichter zu organisieren als akademische und ökonomische Boykotte und erzielen rasch große Publizität. Sie werden über Twitter massenhaft verbreitet und sind oft mit Einschüchterung und Mobbing verbunden. Nach solchen Aufrufen sagten Elvis Costello, Lauryn Hill, Thurston Moore, Sinéad OConnor, Tommy Sands und Carlos Santana geplante Konzerte in Israel ab. Der Astrophysiker Stephen Hawking sagte einen Konferenzbesuch dort ab. Ken Loach zog seinen Film 2009 von einem Film Festival in Melbourne zurück, weil Israel dieses mitfinanzierte. Roger Waters, Brian Eno und Jean-Luc Godard unterstützen BDS. Die Autoren Alice Walker und Henning Mankell weigerten sich, hebräische Übersetzungen ihrer Werke zu autorisieren. 2009 versuchten BDS-Anhänger erfolglos, das internationale Filmfestival von Toronto wegen seines Themas Israel zu boykottieren. 2011 unterbrachen BDS-Anhänger ein Konzert des Israel Philharmonic Orchestra in der Royal Albert Hall in London. 2014 organisierte PACBI Proteste gegen das Musikprojekt Heartbeat, das israelische und palästinensische Musiker und Zuhörer zusammenbringen will, um Vertrauen zu bilden. Im Januar 2014 wurde eine Ausstellung der UNESCO in Paris zur 3500-jährigen Geschichte von Juden in Palästina nach massiven Protesten von BDS-Anhängern und arabischen Staaten abgesagt.[41] Im Februar 2015 riefen über 700 britische Künstler mit dem offenen Brief Artists for Palestine zum kulturellen Boykott Israels bis zum Ende der kolonialen Unterdrückung der Palästinenser auf.[42]

    Auf Druck einer lokalen BDS-Gruppe lud der Veranstalter des Festivals Rototom Sunsplash in Spanien den jüdischen Musiker Matisyahu im August 2015 aus, weil dieser eine politische Erklärung für Palästina verweigert hatte. Nach heftigen internationalen Protesten zog der Veranstalter die Ausladung zurück und entschuldigte sich. Der Fall gilt als Beispiel für antisemitische Züge der BDS-Kampagne, weil Matisyahu kein Israeli ist und nur wegen seines Judeseins unter politischen Druck gesetzt wurde. Derartige Aktionen wurden nach sich jeweils bietenden Anlässen ohne planvolles Konzept organisiert und nicht mit einer spezifischen Funktion des Protestobjekts für die Lage der Palästinenser begründet. Somit ist die pauschale Delegitimierung Israels, von jüdischen Israelis und Juden als ihr einziges kohärentes Ziel wahrnehmbar. Prominente Gegner des Kulturboykotts sind unter anderen John Lydon,[43] Joanne K. Rowling, Hilary Mantel, Nick Cave[44] und Helen Mirren.[45] 2013 unterstützte Mira Nair BDS. Linkin Park, die Red Hot Chili Peppers und Rihanna dagegen verweigerten Absagen ihrer Auftritte in Israel.[46] Auch Justin Bieber, Leonard Cohen, Bob Dylan, Joy Harjo, Lady Gaga, Elton John, Jon Bon Jovi, Alicia Keys, Cyndi Lauper, Madonna, Paul McCartney (nach Todesdrohungen), Justin Timberlake, Kanye West, The Rolling Stones,[41] Deep Purple,[47] Nick Cave,[44] die Eagles of Death Metal[48] und Radiohead[49] traten trotz BDS-Aufrufen und massivem Druck in Israel auf. Lana Del Rey, Lorde und Of Montreal hingegen sagten geplante Auftritte in Israel ab.[44] Scarlett Johansson weigerte sich 2014 trotz massiven BDS-Drucks, einen Werbevertrag mit der israelischen Firma SodaStream zu kündigen. Im Oktober 2010 besetzten britische BDS-Aktivisten in London einen Laden der israelischen Kosmetikfirma Ahava und ketteten sich dort an. Sie warfen ihr vor, ihre Produkte im besetzten Teil des Toten Meeres herzustellen und so von angeblichen Kriegsverbrechen Israels zu profitieren. Ahava bestritt dies. Die Aktivisten wurden festgenommen und jeweils zur Zahlung von 250 Pfund Schadensersatz für die bei der Aktion angerichteten Sachschäden verurteilt. Sie prozessierten dagegen durch alle Instanzen. Der britische High Court of Justice verwarf 2014 ihre Rechtsmittel, da Ahava keine illegalen Siedlungen unterstütze, in einem schon bestehenden Staat produziere und die Produktaufschrift Dead Sea, Israel kein integraler Bestandteil des Verkaufs sei. Mit Kriegsverbrechen sei die Ladenbesetzung in keinem Fall begründbar.[58] Ahava hatte den Londoner Laden jedoch im September 2011 wegen andauernder Proteste ersatzlos geschlossen.[59] Im März 2016 kündigte Ahava an, eine weitere Fabrik am israelischen Küstenbereich des Toten Meeres zu eröffnen. Haaretz deutete dies als Rückzug aus dem besetzten Gebiet aufgrund der BDS-Kampagne.[60] Auch durch Falschmeldungen (Fake News) versucht BDS die öffentliche Meinung zu beeinflussen. So setzte man im Sommer 2016 prominente NGOs wie Greenpeace und Pax Christi auf die Unterzeichnerliste einer Petition gegen die Kriminalisierung der BDS-Bewegung, ohne dass diese davon wussten. Nach Protesten wurden sie wieder von der Liste genommen.[61] Vor dem Festival Pop-Kultur in Berlin am 23. August 2017 behauptete die deutsche BDS-Initiative, die israelische Regierung nehme direkt auf das Festivalprogramm Einfluss, und forderte rund 100 gebuchte Künstler schriftlich zur Absage auf. Arabische Künstler folgten dem Boykottaufruf. Tatsächlich hatte die israelische Botschaft nur Reisekosten von israelischen Musikern bezuschusst.[62] Im Mai 2016 veranstalteten Israels Regierung und etwa zwölf pro-israelische Organisationen in New York City eine internationale Konferenz gegen die BDS-Bewegung.[89] Erdan verwies im Herbst 2016 auf verdeckte Sonderoperationen gegen diese.[90] Dass drei europäische Staaten BDS-Aktivitäten als von der Meinungsfreiheit gedeckt erklärten, wertete Israels Regierung als Rückschlag für diese Gegenkampagne.[91][92] Im Januar 2018 kündigte Israels Regierung an, rund 20 NGOs, die BDS-Ableger sind, fortgesetzt BDS-Aufrufe unterstützen und/oder Druck auf andere Organisationen und Staaten ausübten, Israel zu boykottieren, die Einreise nach Israel zu verweigern. Dazu zählten laut der veröffentlichten Liste die britische Hilfsorganisation War on Want und das American Friends Service Committee der Quäker.[95] In Deutschland finden sich BDS-Gruppen vor allem in Berlin, Bonn und Stuttgart. Sie arbeiten mit den European Jews for a Just Peace (EJJP) zusammen. Unterstützer sind oder waren einige Mitglieder der Partei Die Linke, darunter Felicia Langer, Jakob Moneta,[96] Evelyn Hecht-Galinski,[97] Annette Groth, Hermann Dierkes (Duisburg) und andere. Als Die Linke Bremen BDS unterstützte, unterzeichneten viele Linkspartei-Vertreter 2011 eine Stellungnahme dagegen, die die BDS-Kampagne als Antisemitismus bezeichnete, der an die NS-Parole Kauft nicht beim Juden erinnert.[98] Die Linksfraktion im Bundestag erteilte der Unterstützung von Boykottaufrufen, einer Einstaatenlösung oder einer weiteren Gaza-Flottille 2011 eine Absage. Der einstimmige Beschluss kam jedoch nur durch eine Rücktrittsdrohung von Fraktionschef Gregor Gysi, Austrittsankündigungen anderer Abgeordneter und Nichtteilnahme eines Fünftels der Fraktion an der Abstimmung zustande.[99]

    BDS-Aufrufe zum Divestment richten sich gegen Unternehmen, Organisationen und Projekte, die auf irgendeine Art in Israel investieren oder ihre Produkte dorthin liefern oder an israelischen Unternehmen beteiligt sind. Die Aufrufe werden meist mit dem Vorwurf einer Komplizenschaft mit vermeintlichen Verbrechen Israels oder dessen Armee begründet, weil diese Produkte solcher Firmen benutzt, zum Beispiel Caterpillar, Hewlett-Packard, Hyundai, Volvo und viele andere. Divestmentaufrufe gegen sie und Boykottaufrufe an ihre nichtisraelischen Kunden bilden den größten Anteil der BDS-Kampagne, weil 95 % der Exporte aus Israel an andere Unternehmen gehen, nicht an Konsumenten.[52] Am 11. Juli 2011 verbot die Knesset per Gesetz Israelis öffentliche Boykottaufrufe gegen Israel und die besetzten Gebiete, wenn diese wirtschaftliche, kulturelle oder akademische Beziehungen nur wegen einer mittelbaren Verbindung zum Staat Israel bewusst verhindern und damit Schäden verursachen. Bei Zuwiderhandlung sollte Schadensersatz gefordert werden,[74] NGOs sollte die Gemeinnützigkeit entzogen werden können.[75] Die Opposition, 32 israelische Rechtsprofessoren, Amnesty International und Human Rights Watch kritisierten das Gesetz als Angriff auf die Meinungsfreiheit.[76] Das Oberste Gericht erklärte wesentliche Gesetzesteile im April 2015 für gültig, auch das Verbot von auf besetzte Gebiete begrenzten Boykotten,[77] nicht aber die Erlaubnis von Schadenersatzforderungen.[78] Israels Ausländerbehörde gewährte BDS-Mitgründer Omar Barghouti, der seit 1994 unbefristetes Aufenthaltsrecht in Israel hatte, ab Mai 2016 keine Auslandsreisen mehr.[83] Im Dezember 2016 hinderten Israels Behörden eine malawische BDS-Unterstützerin an der Einreise.[84] Barghuti wurde im März 2017 wegen angeblicher Steuerhinterziehung verhaftet und erhielt erneut eine befristete Ausreisesperre.[85] Im selben Monat erließ die Knesset ein Gesetz, das nichtisraelischen Unterstützern von Israelboykotten und Mitgliedern von Boykottorganisationen die Einreise nach oder den Aufenthalt in Israel verbietet.[86] Die Anti-Defamation League, das American Jewish Committee[87] und andere jüdische Organisationen in den USA lehnen das Gesetz ab.[88]

    Laut der Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung (UNCTAD) gingen die direkten Neuinvestitionen aus dem Ausland in Israel 2014 gegenüber dem Vorjahr um rund 46 Prozent auf 5,6 Milliarden US-Dollar zurück. Als Ursachen sahen die Autoren die Operation Protective Edge des Sommers 2014 und ein Anwachsen der BDS-Kampagne.[64] 2015 schätzte eine Studie der RAND Corporation, eine erfolgreiche BDS-Kampagne könnte Israel in den nächsten zehn Jahren bis zu 47 Milliarden US-Dollar (rund ein Sechstel des Bruttonationaleinkommens von 2014) kosten. Ein interner Bericht der Regierung Israels schätzte die Kosten aller BDS-Aktivitäten dagegen auf jährlich 1,4 Milliarden US-Dollar. Genaue Prognosen sind wegen der vielfältigen Aktionen und des ungewissen Kampagnenverlaufs nicht möglich.[65]

    Der wirtschaftliche Effekt des BDS-Boykotts ist laut einer im Oktober 2018 veröffentlichten siebenjährigen Studie des Finanzielle-Immunitäten-Unternehmens sehr gering. Befragt wurden seit 2010 leitenden Angestellten größerer israelischer Firmen aus allen wirtschaftlichen Sektoren. Der Anteil der vom Boykott betroffenen Firmen liegt bei 0,75 Prozent und die Schadensrate am Umsatz bei 0,004 Prozent. Die Studie stellte auch den umgekehrten Effekt fest, dass israelische Firmen durch den Boykott profitierten, durch Transaktionen mit denen die Sympathie für Israel ausdrückt werden soll. Nur im Kulturbereich konnten einige Erfolge durch prominente Unterstützer erreicht werden.[68] In Palästina unterstützen laut einer Umfrage des Palestinian Center for Policy and Survey Research aus dem Jahr 2015 85 % der befragten Palästinenser aus den besetzten Gebieten die Kampagne.[69]

  4. People also ask

    What is the definition of Israeli?

    What is the history of the Israelites?

    What did the ancient Israelites invent?

    What are ancient Israelites?

  5. Israele - Wikipedia

    it.wikipedia.org › wiki › Israele

    1 day ago · Tra le orchestre, la più prestigiosa della zona è la Israel Philharmonic Orchestra, fondata negli anni 30, che tiene più di 200 concerti l'anno. Fra i musicisti classici di fama internazionale i più noti del genere tipo klezmer vi sono Itzhak Perlman, Pinchas Zukerman, Daniel Barenboim e Giora Feidman.

    • Stato d'Israele
    • (dettagli)
    • מדינת ישראל (Medinat Yisra'el)
    • Ebraico
  6. Israël — Wikipédia

    fr.wikipedia.org › wiki › Israël

    20 hours ago · Dans la déclaration d’indépendance de 1948, l'État juif proclamé par le conseil national représentant la communauté juive de Palestine et les mouvements sionistes prend pour nom Israël, rejetant les possibles autres noms de Sion, Judée ou Eretz Israel (« Terre d'Israël ») [9]. Ses citoyens sont dénommés « Israéliens ».

  7. Organisation des Nations unies — Wikipédia

    fr.wikipedia.org › wiki › Organisation_des_Nations_unies
    • Généralités
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    LOrganisation des Nations unies (ONU) est une organisation internationale regroupant 193 États. La Charte des Nations unies est adoptée le 26 juin 1945 par 51 États, en remplacement de la Société des Nations. Elle entre officiellement en vigueur le 24 octobre 1945.

    Les objectifs premiers de l'organisation sont le maintien de la paix et la sécurité internationale4. Pour les accomplir, elle promeut la protection des droits de l'homme, la fourniture de l'aide humanitaire, le développement durable et la garantie du droit international5. Selon l'article 1 de sa Charte, l'ONU s'efforce d'être un lieu où se construit un avenir meilleur pour tous les êtres humains, et ce à travers quatre objectifs :

    Les six langues officielles sont l'anglais, l'arabe, l'espagnol, le français, le mandarin et le russe. Seuls l'anglais et le français sont les langues de travail. Il existe six langues officielles utilisées par l'Organisation des Nations unies. Il s'agit de l'anglais, de l'arabe, du chinois (mandarin), de l'espagnol, du français et du russe. Ces langues sont utilisées lors des réunions des différents organes de l'ONU, en particulier à l'Assemblée générale (Article 51 de son règlement intérieur) et au Conseil de sécurité. Les six langues officielles servent également à la diffusion de documents officiels. Tant que les documents ne sont pas disponibles dans les six langues officielles, ils ne sont pas publiés. Cependant, le Secrétariat des Nations unies n'utilise que deux langues de travail : l'anglais et le français.

    Avant l'ONU, d'autres organisations internationales ont œuvré pour la paix dans le monde. L'action de l'Union interparlementaire, créée en 1889, et du Bureau international de la paix, créé en 1891, a contribué à l'instauration de la Cour permanente d'arbitrage (tribunal de La Haye) en 18997. Après la guerre, elles soutiennent la création de l'Organisation internationale du travail et de la Société des Nations. La Société des Nations est fondée en 1919 avec la signature du traité de Versailles : son but est de conserver la paix. Elle est active entre 1919 et 1939 (de jure jusqu'en 1946). Mais sa crédibilité est éprouvée par la Seconde Guerre mondiale. Pour pallier cet échec, et afin d'institutionnaliser un nouvel espace de dialogue international, le président américain Franklin Delano Roosevelt souhaite la création d'une nouvelle organisation.

    Le conflit israélo-palestinien fut l'un des premiers dossiers majeurs de l'organisation. En 1946, le transfert du mandat d'administration britannique de la Palestine aux Nations unies donne lieu à la première mission d'observation de l'organisation avec l'envoi du médiateur Folke Bernadotte en Palestine. Assassiné en septembre 1947 à Jérusalem, il est remplacé pour son bras-droit Ralph Bunche. Le mois suivant, l'Assemblée générale adopte le plan de partage de la Palestine, refusé par les États arabes. La première guerre israélo-arabe, faisant suite à la proclamation d'indépendance d'Israël, s'achève après la signature d'un cessez-le-feu entre Israël et les États arabes le 7 janvier 1949 sous les hospices de Ralph Bunch. La trêve donne lieu à la première opération de maintien de la paix des Nations unies est déployée 1949 avec l'ONUST.

    C'est le début de la guerre civile grecque en 1947 qui démontre rapidement les dissensions au sein du Conseil de sécurité. Les antagonismes entre les États-Unis et l'URSS verrouillent son action15. En 1948, le bloc soviétique s'abstient sur le vote de la déclaration universelles des droits de l'homme et, à partir de 1949, l'ambassadeur russe auprès des Nations unies pratique la politique de la chaise vide pour contester la reconnaissance de la Chine nationaliste (gouvernement de Taïwan) au lieu de la Chine communiste (gouvernement de Pékin). Or, le Conseil de Sécurité adopte le 27 juin 1950 une résolution autorisant à soutenir par la force la Corée du Sud contre l'invasion du Nord ; la séance, qui a lieu en l'absence de l'URSS, ouvre la voie à des opérations militaires sans réserves16. Cet évènement marque une évolution dans la pratique du droit de véto : l'absence d'un membre permanent du Conseil de sécurité ne bloque pas de facto l'adoption d'une résolution, il faut que son ambassadeur vote formellement contre. L'URSS s'est donc rendu compte qu'il était dans son intérêt de siéger. En 1952, le siège des Nations unies est déménagé à New York. L'année suivante, le Suédois Dag Hammarskjöld est élu Secrétaire général par l'Assemblée Générale : son mandat débute le 10 avril 1953 et s'achève à sa mort le 18 septembre 1961. Le 3 décembre 1991, lÉgyptien Boutros Boutros-Ghali est élu Secrétaire général par l'Assemblée Générale des Nations unies. Son mandat débute le 1er janvier 1992 et s'achève le 31 décembre 1996. Pour la première fois de l'histoire onusienne, il convoque les chefs d'États et de gouvernements à siéger à la place de leur représentants pour une réunion du Conseil de sécurité le 31 janvier 1992. Ce sommet permet de préparer l'Agenda pour la paix, publié le 17 juin 1992 : il s'agit de plan présentant la diplomatie préventive, de rétablissement et de maintien de la paix de l'ONU rénovée. La décennie des années 1990 est marquée par la fin de la guerre froide et l'éclatement du bloc de l'Est : 30 nouveaux États membres intègrent l'organisation. Pour endiguer des conflits naissants, des mandats sont votés pour déployer des opérations de maintien de la paix en Yougoslavie, au Rwanda, en Somalie et en Angola.

    Son mandat est marqué par une importante évolution des opérations de maintien de la paix avec l'introduction d'instruments coercitifs. En 1956, le déploiement de la Force d'urgence des Nations unies (FUNU) en Égypte pour endiguer la crise du canal de Suez marque ainsi un premier tournant : c'est la première mission d'interposition armée17. Dans ce prolongement, le déploiement de l'Opération des Nations unies au Congo (ONUC) est d'une plus grande envergure : 20 000 casques bleus sont mobilisés au Congo, contre 6 000 en Égypte18,19. Le mandat de l'ONUC est le premier à briser le principe de neutralité du maintien de la paix et les Nations unies rencontrent des difficultés tactiques, financières et humaines sur le terrain : 250 membres du personnel sont tués, dont le Secrétaire général. L'expérience est un traumatisme pour l'institution, autant chez les fonctionnaires que les États-membres, et laisse place à une période relativement non-interventionniste jusqu'en 198920.

    La fin du mandat d'Hammarskjöld est également marquée par la décolonisation et l'élargissement significatif des Nations unies21. Le 30 septembre 1960 passe ainsi de 82 à 99 États membres : sur les 17 nouveaux entrants, 16 sont des États africains nouvellement indépendants. En tout, entre 1960 et 1970, 46 nouveaux États-membres rejoignent l'organisation. En pleine guerre froide, ces derniers contribuent largement à fonder le mouvement des non-alignés et le groupe des 77.

    Néanmoins, l'ONU est restée pendant très longtemps paralysée durant la guerre froide. Les deux superpuissances, les États-Unis et l'URSS, paralysèrent l'Organisation des Nations unies en usant de leur droit de veto (il fut utilisé 242 fois en 45 ans). Pour tenter de contrer cette paralysie, la résolution Acheson fut adoptée à l'initiative des États-Unis ; elle permettait à l'Assemblée d'émettre des recommandations aux États membres de l'ONU. Cependant, celle-ci ne fut que très peu utilisée en pratique22,23.

    À l'occasion du Sommet mondial de 2005, les États-membres réaffirment l'importance accordée par l'ONU à la promotion du développement, du maintien de la paix, des droits de l'homme et de la sécurité mondiale. Ils adoptent également le principe de la responsabilité de protéger : elle est mobilisée pour la première fois par le Conseil de sécurité en 2011, pour répondre à la guerre civile libyenne.

    Le 16 octobre 2006, Ban-Ki Moon est élu secrétaire général par l'Assemblée générale : son mandat débute le 1er janvier 2008 et s'achève le 31 décembre 2016. Les objectifs du développement durable sont adoptés en 2015 et succèdent aux objectifs du millénaire pour le développement. Depuis 2012 et l'adhésion du Soudan du Sud, l'ONU compte 193 États membres. La même année, la Palestine se voit octroyer le statut d'observateur.

    Alors que la Société des Nations n'était qu'un espace de dialogue où les diplomates pouvaient se rencontrer pour établir des consensus, l'ONU peut, avec le Conseil de sécurité, prendre des décisions concrètes. Celles-ci peuvent déboucher, par exemple, sur l'autorisation d'employer une force armée les « Casques bleus » pour maintenir ou rétablir la paix. Le budget ordinaire des Nations unies (environ 5 milliards d'euros en 2013-201429), est établi tous les deux ans, sur les contributions obligatoires fixées par l'Assemblée générale. À la demande des États-Unis, le niveau maximum de la plus grosse contribution a été fixé à 22 % (le seuil minimal est quant à lui 0,001 % du budget global)30. Tous les trois ans, le barème des contributions est révisé par l'Assemblée générale.

    L'Organisation des Nations unies comprend six organes principaux : Le Conseil économique et social des Nations unies (ECOSOC) est placé sous l'égide de l'Assemblée générale et a un rôle consultatif concernant les questions de coopération économique et sociale internationales ; deux types de commissions : les Commissions techniques, comme la commission du développement durable ; les Commissions régionales, comme la CEE-ONU, (UNECE), qui participe à des travaux de standardisation comme les spécifications techniques sur le commerce électronique. En plus de ces six organes principaux, l'ONU compte 15 agences spécialisées27. Enfin, elle compte 5 organisations apparentées27 : Depuis l'adhésion du Monténégro en 2006 et de la République du Soudan du Sud en 2011, l'ONU compte désormais la quasi-totalité des États du monde, soit 193 sur les 197 qu'elle reconnaît les quatre États reconnus mais non membres étant la Palestine (depuis le 29 novembre 2012) et le Vatican qui ont un statut d'observateur, ainsi que les îles Cook et NiouéNote 4. Le Vatican est toutefois le seul État pleinement souverain et reconnu par les Nations unies bien qu'il n'en soit pas membre, et il n'existe aucun obstacle à son adhésion si les autorités vaticanes souhaitent un jour rejoindre l'organisation. Le siège des Nations unies est à New York et bénéficie du régime d'extraterritorialité. C'est-à-dire que, par exemple, aucun membre de la sécurité américaine ne peut y entrer sans la permission du Secrétaire général. Cinq des six organes principaux de l'ONU sont situés à New York : seule la Cour internationale de justice (CIJ) siège à La Haye aux Pays-Bas. Il existe trois sièges subsidiaires des Nations unies à Genève (ouvert en 1946), Vienne (ouvert en 1980) et Nairobi (ouvert en 1996).

    Cependant, certaines entités prétendant à un statut d'État (principalement la République de Chine ayant pour territoire Taïwan, le Kosovo et la République sahraouie qui ne sont reconnus que par certains pays, et le Somaliland ou le Tibet qui ne sont officiellement reconnus par aucun État), ou formant des nations (comme l'Autorité palestinienne avant le 30 novembre 2012) ne sont pas représentées à l'ONU. Ainsi, contrairement à sa dénomination, c'est le statut d'État et non de Nation qui permet l'accès à l'Organisation.

    Le financement de l'Organisation des Nations unies et de ses agences spécialisées est assuré par 3 types d'instruments28 : Depuis plusieurs années les Nations unies connaissent des problèmes financiers. Ils sont principalement dus aux arriérés de paiement des États membres parmi lesquels le plus grand débiteur est les États-Unis avec 61 % du total en 199931. Les contributions obligatoires ne sont pas toujours remplies à temps par les autres États membres. Seuls 31 États sur 192 l'ont fait en février 200732. L'ONU étant de plus en plus souvent engagée dans des opérations de maintien de la paix dans le monde (objectifs qui n'étaient pas formellement prévus dans sa Charte), cela a un impact important sur son budget en raison du coût élevé de ces interventions. Néanmoins il s'agit d'un budget séparé du budget ordinaire. Dans ce domaine également les États-Unis partagent 62 % de la dette avec un autre pays. Cet état de fait a été évoqué dans un bulletin de session du sénat belge en 199833 ainsi que dans la section « affaires étrangères » d'un projet de loi de finances du sénat français en 200134. De nombreux États souhaitent une réforme en profondeur des Nations unies[réf. souhaitée].

    Selon le barème 2013-201535, les principaux contributeurs sont : les États-Unis (22 %), le Japon (10,833 %), la France (8,593 %), l'Allemagne (7,1741 %), le Royaume-Uni (5,179 %), la République populaire de Chine (5,148 %), l'Italie (4,448 %), le Canada (2,984 %), l'Espagne (2,973 %) et le Brésil (2,934 %). Selon le barème 2016-201835, adopté par la résolution 70/245 de l'Assemblée générale, les principaux États contributeurs sont : les États-Unis (22 %), le Japon (9,68 %), la République populaire de Chine (7,921 %), l'Allemagne (6,389 %), la France (4,859 %), le Royaume-Uni (4,463 %), le Brésil (3,823 %), la Fédération de Russie (3,088 %), le Canada (2,921 %) et l'Australie (2,337 %).

    De nombreuses agences importantes des Nations unies ont leur siège à Genève, siège européen de l'ONU qui a hérité du siège de l'ancienne Société des Nations (SDN), où se déroulent toujours deux tiers des activités du système des Nations unies[réf. nécessaire] :

  8. Championnat d'Israël de football 2020-2021 — Wikipédia

    fr.wikipedia.org › wiki › Championnat_d&

    20 hours ago · La saison 2020-2021 est la 79 e édition du championnat d'Israël de football.Elle oppose les quatorze meilleurs clubs d'Israël lors d'une première phase de vingt-six journées. À l'issue de cette première phase, les six premiers disputent la poule pour le titre, tandis que les huit derniers prennent part à la poule de relégation, qui voit les deux derniers être relégués en Liga Leumit.

  9. Boycott, désinvestissement et sanctions — Wikipédia

    fr.wikipedia.org › wiki › Boycott,_désinvestissement

    20 hours ago · Boycott, désinvestissement et sanctions [Note 1] (BDS) est une campagne qui vise au boycott d'Israël.La campagne promeut les boycotts économiques, académiques, culturels et politiques contre Israël, ses citoyens et d'autres cibles (personnalités, entreprises, etc).

  10. Catégorie:Wikipédia:ébauche Israël antique — Wikipédia

    fr.wikipedia.org › wiki › Catégorie:Wikipédia

    2 days ago · Wikipedia® est une marque déposée de la Wikimedia Foundation, Inc., organisation de bienfaisance régie par le paragraphe 501(c)(3) du code fiscal des États-Unis. Politique de confidentialité À propos de Wikipédia

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