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  1. Parlamentarisches Regierungssystem – Wikipedia

    de.wikipedia.org › wiki › Parlamentarisches
    • Zusammenfassung
    • Etymologie
    • Vorgeschichte
    • Ursprung
    • Auswirkungen
    • Überblick
    • Struktur
    • Funktionen

    Als parlamentarisches Regierungssystem bezeichnet man jene Ausformungen parlamentarischer Systeme westlicher Demokratien, in denen die Regierung zu ihrer Wahl und in ihrer Amtsausübung auf die direkte oder indirekte Unterstützung durch das Parlament angewiesen ist. Hierbei sind die beiden Institutionen personell miteinander verzahnt und das Parlament besitzt ausgeprägte Kompetenzen, in erster Linie die Wahl und Absetzung der Regierung. Bedeutend ist auch, dass der Vorsitzende der Regierung (also der Chef wie beispielsweise der Kanzler oder ein Ministerpräsident) vom Parlament gewählt wird und erweiterte Rechte gegenüber den Ministern besitzt.

    Der Ausdruck Parlament stammt von dem altfranzösischen Wort parlement  sprechen, sich unterhalten  ab; als Bezeichnung für die Reichsversammlungen der fränkischen Könige tritt er erstmals im 12. Jahrhundert auf. Im England des 13. Jahrhunderts wurde als parliamentum die Unterredung des Königs mit den Ständen bezeichnet, die den Ursprung des heutigen Parlamentarismus bildet. Erst ab Mitte des 19. Jahrhunderts verbreitet sich das Wort auch in Deutschland, steht aber nach wie vor in gewisser Konkurrenz zu Begriffen wie Tag oder Versammlung (Bundestag, Landtag).

    Unter der Herrschaft von König Alfons IX. wurden die Cortes des Jahres 1188 in der Stadt León gehalten. Dies war das erste europäische Parlament (spanisch Cortes, Ständeversammlung) mit der Beteiligung des dritten Etats (der Bourgeoisie der Städte). In diesem Parlament wurden die Unverletzlichkeit der Privatwohnung und die Unverletzlichkeit der Post anerkannt, sowie die Notwendigkeit für den König, das Parlament einzuberufen, um den Krieg zu erklären oder Frieden zu schließen. Verschiedene individuelle und kollektive Rechte wurden garantiert. Die Cortes von Benavente (im Jahr 1202) erweiterten die Grund- und Wirtschaftsrechte des Königreichs León und seiner Bewohner (Keane 2009: 169176).[1]

    Als Ursprungsland des Parlamentarismus wird gemeinhin das englische System erachtet, das eine kontinuierliche, 800-jährige relativ ungebrochene Evolution politischer Institutionen hin zu dem heutigen System aufweist. Aus den königlichen Beratern entwickelte sich mit der Ausbildung des englischen Feudalsystems der Rat des Königs (curia regis), der sich nach und nach ein Mitspracherecht unter anderem bei der Steuererhebung aneignete. Im 13. Jahrhundert wurde dieses Gremium dann um die commons, d. h. Bürgerliche (Handwerker, Gildenmitglieder, Händler und Ritter) erweitert, und somit eine zweite Kammer etabliert. Die beiden Kammern konnten nach und nach ihre Rechte im Budgetrecht erweitern. Das Budgetrecht war somit eine der ersten Kompetenzen, die sich die Kerne zukünftiger Parlamente gegenüber den Monarchen erstreiten konnten, und über welches sie im Zeitverlauf immer wieder auch andere Politikbereiche indirekt auch gegen den Willen der Monarchen beeinflussen konnten (engl. power of the purse, Macht des Geldbeutels). Außer in Russland, Dänemark und Norwegen setzte sich durch, dass die Erhebung von Abgaben (über die feudalen hinaus) nicht ohne Zustimmung der Betroffenen erfolgen durfte, das Steuerbewilligungsrecht der Stände blieb in den meisten Ländern bis in das 17. Jahrhundert hinein erhalten (außer in Frankreich, in dem sie es 1440 wieder verloren). Die Power of the Purse half den Parlamenten somit, sich unentbehrlich zu machen und führte zu einer schrittweisen Konzentration von Souveränität in den Parlamenten.

    Die oben genannten Konfigurationen haben bestimmte Auswirkungen auf die Zusammenarbeit von Parlament und Regierung sowie die innere Struktur des Parlaments:

    Der Begriff parlamentarische Republik bezieht sich oft auf die republikanische Form des parlamentarischen Regierungssystems. Teilweise wird sie aber auch zur allgemeinen Klassifikation einer (semipräsidentiellen) Republik mit relevantem Parlament verwendet. Im ersteren Fall bestehen die Aufgaben des Staatsoberhaupts, welches kein Monarch ist, sondern durch eine Wahl bestimmt wird, vor allem in der Repräsentation des Staates nach innen und außen. Neben der starken Stellung des Regierungschefs ist ebenfalls kennzeichnend, dass der Ministerpräsident vom Parlament gewählt wird und die Minister seines Kabinetts bestimmt. Die Regierung ist im Gegensatz zum Präsidialsystem unmittelbar vom Vertrauen des Parlaments abhängig. Das dieser Machtverteilung zugrundeliegende Prinzip ist der Parlamentarismus.

    Da das Konzept der parlamentarischen Republik heterogen ist, genügt kein Blick in entsprechende Gesetzestexte. Die Kompetenzverteilung wird maßgeblich vom Durchsetzungsvermögen der Einzelpersonen in politischen Ämtern bestimmt. Dementsprechend gibt es folgende Kategorien:

    Innerhalb der monarchischen Form des parlamentarischen Regierungssystems kann der Monarch nicht tonangebend sein, da ihm dazu die obligatorische demokratische Legitimation fehlt. Stattdessen übernimmt er weitestgehend repräsentative Funktionen. Selbst in Monarchien, deren Gesetze dem Monarchen darüber weit hinausgehende Kompetenzen gewährleisten, nimmt er diese kaum noch wahr. Dominant ist hier der vom Parlament gewählte Regierungschef. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von einer Parlamentarischen Monarchie.

  2. People also ask

    Was ist die Abhängigkeit der Regierung vom Parlament?

    Was ist die Auflösbarkeit des Parlaments durch die Regierung?

    Was ist die Absetzbarkeit der Regierung durch das Parlament?

    Welche Möglichkeiten gibt es für die Klassifikation eines parlamentarischen Systems?

  3. Parlamentarischer Rat - Wikipedia

    en.wikipedia.org › wiki › Parlamentarischer_Rat

    Apr 02, 2021 · The Parlamentarischer Rat (German for "Parliamentary Council") was the West German constituent assembly in Bonn that drafted and adopted the constitution of West Germany, the Basic Law for the Federal Republic of Germany, promulgated on 23 May 1949.

  4. Rheinland-Pfalz - Wikipedia

    de.wikipedia.org › wiki › Rheinland-Pfalz

    Rheinland-Pfalz [ˈʁaɪ̯nlantˈp͡falt͡s] (Ländercode RP, Abkürzung RP oder RLP) ist eine parlamentarische Republik und ein Land der Bundesrepublik Deutschland.Es entstand 1946 durch die Vereinigung des südlichen Teils der preußischen Rheinprovinz, des bayerischen Regierungsbezirks Pfalz sowie westlicher Teile Hessens (wie Rheinhessen).

    • 19.854,21 km²
    • Deutsch
  5. Berlin - Wikipedia

    de.wikipedia.org › wiki › de:Berlin

    Berlin ( [bɛɐ̯ˈliːn]) ist Hauptstadt und als Land eine parlamentarische Republik und ein teilsouveräner Gliedstaat der Bundesrepublik Deutschland. Die Stadt ist mit rund 3,7 Millionen Einwohnern die bevölkerungsreichste und mit 892 Quadratkilometern die flächengrößte Gemeinde Deutschlands und die einwohnerstärkste Stadt der Europäischen Union.

  6. Weimarer Republik – Wikipedia

    de.wikipedia.org › wiki › Weimarer_Republik

    Apr 02, 2021 · Als Weimarer Republik (zeitgenössisch auch Deutsche Republik) wird der Abschnitt der deutschen Geschichte von 1918 bis 1933 bezeichnet, in dem erstmals eine parlamentarische Demokratie in Deutschland bestand. Diese Epoche löste die konstitutionelle Monarchie der Kaiserzeit ab und begann mit der Ausrufung der Republik am 9.

  7. Indien – Wikipedia

    www.wikipedia.org › wiki › de:Indien

    parlamentarische Republik (Bundesrepublik) Staatsoberhaupt: Staatspräsident Ram Nath Kovind: Regierungschef: Premierminister Narendra Modi: Fläche: 3.287.263 km² Einwohnerzahl: 1.380.004.000 Einwohner (2020) Bevölkerungsdichte: 407 Einwohner pro km² Bevölkerungs­entwicklung +1,14 % (2018) pro Jahr Bruttoinlandsprodukt. Total (nominal) Total

  8. Golo Mann - Wikipedia

    en.wikipedia.org › wiki › Golo_Mann

    4 days ago · Golo Mann (27 March 1909 – 7 April 1994), born Angelus Gottfried Thomas Mann, was a popular German historian and essayist. Having completed a doctorate in philosophy under Karl Jaspers at Heidelberg , in 1933 he fled Hitler's Germany .

  9. Angela Merkel – Wikipedia

    www.wikipedia.org › wiki › de:Angela_Merkel

    Angela Merkel ist die erste Person an der Spitze der deutschen Regierung, die in der Bundesrepublik (1954) geboren wurde. Seit dem 26. März 2014, als der estnische Premierminister Andrus Ansip zurücktrat, ist Merkel die am längsten amtierende Regierungschefin der Europäischen Union .

  10. Brandenburg – Wikipedia

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    5 days ago · Brandenburg [ˈbʁandn̩ˌbʊʁk] (niedersorbisch Bramborska; niederdeutsch Brannenborg; amtlich: Land Brandenburg) ist ein Land im Nordosten der Bundesrepublik Deutschland. Die Landeshauptstadt und bevölkerungsreichste Stadt ist Potsdam , weitere wichtige Zentren sind Cottbus , Brandenburg an der Havel und Frankfurt (Oder) .

  11. People also search for