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  1. Reflection and revolution-Part II | Sparta Live

    spartalive.com › stories › reflection-and-revolution

    Jun 18, 2021 · For instance, the word revolution in its plural state applies to the notable circular movement/orbit of celestial bodies like the sun and the stars. Revolution is also defined as a sudden and grand movement or achievement like the sudden introduction of a car that runs on tap water; i.e. that would be a revolutionary achievement.

  2. Boycott, Divestment and Sanctions – Wikipedia

    de.wikipedia.org › wiki › Boycott,_Divestment_and
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    Boycott, Divestment and Sanctions (dt. Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen, abgekürzt BDS) ist eine transnationale politische Kampagne, die den Staat Israel wirtschaftlich, kulturell und politisch isolieren will, um ihre 2005 beschlossenen Ziele durchzusetzen: Israel müsse die Okkupation und Besiedlung allen arabischen Landes beenden, seinen arabisch-palästinensischen Bürgern volle Gleichheit gewähren und den palästinensischen Flüchtlingen und deren Nachkommen die Rückkehr in ihre frühere Heimat und zu ihrem Eigentum ermöglichen. 171 palästinensische zivilgesellschaftliche Organisationen unterzeichneten diesen Aufruf; viele Solidaritätsgruppen und Prominente unterstützen ihn. Manche BDS-Vertreter bestreiten das Existenzrecht Israels und wollen diesen Staat abschaffen.

    Ab 1890 sorgten sich die arabischen Einwohner Palästinas über die zunehmende jüdische Einwanderung und verlangten vom Osmanischen Reich, Juden Landkäufe zu verbieten. Lokalzeitungen riefen dazu auf, keine jüdischen Produkte zu kaufen, Juden keine Häuser zu vermieten und nicht mit ihnen zu handeln. Dazu gründete ein arabischer Zeitungseigentümer in Haifa 1910 einen ersten Verein. Ab 1914 bekämpften viele Gegeninitiativen in Palästina diesen Boykott. Nach anderer Quelle boykottierten jüdische Siedler ihrerseits seit dem Völkerbundsmandat für Palästina der Kolonialmacht Großbritannien (ab 1920) arabische Läden und stellten möglichst keine arabischen Arbeiter ein. Im Januar 1920 beschlossen die Muslim-Christian Committees von Nablus, Jaffa und Jerusalem einen vollständigen Judenboykott, bis alle Spuren des Zionismus ausradiert seien. Nach Angriffen auf Juden erklärten Araber 1921 ein vollständiges Embargo für alle jüdischen Produkte. 1922 rief der fünfte Palestine Arab Congress dazu auf, jüdische Geschäfte zu boykottieren und Landkäufe an Juden zu verbieten. Ab 1929 griffen Araber andere Araber körperlich an, die sich nicht an diesen Beschluss hielten, und beschädigten deren Waren. Eine panarabische Konferenz in Jerusalem rief im Oktober 1929 die Araber dazu auf, Juden alles außer Land zu verkaufen und nichts außer Land von ihnen zu kaufen. Dazu wurden hebräische Schilder von arabischen Läden entfernt. Der Großmufti von Jerusalem Mohammed Amin al-Husseini rief einen Boykott aller jüdischen Läden und Händler aus. Sein Vorbild war eventuell der nationalsozialistische Judenboykott vom 1. April 1933. Im März 1937, während des arabischen Aufstands (19361939), rief das Arabische Exekutivkomitee in Palästina alle Araber dazu auf, die Levant-Messe in Tel Aviv zu boykottieren. Im Juli 1937 stellte die britische Palestine Royal Commission fest, dass Araber kaum oder gar nicht in jüdischen Läden einkauften. Im September 1937 forderte der Panarabische Kongress in Bludan (Syrien), die Balfour-Deklaration von 1917 zu widerrufen, das britische Palästinamandat abzuschaffen und einen Wirtschaftsboykott gegen die Juden als patriotische Pflicht durchzusetzen.[1]

    Die Arabische Liga war stark von der NS-Propaganda und dem Vorbild des Judenboykotts von 1933 beeinflusst. Sie beschloss Ende 1945 ihrerseits einen Boykott gegen jüdische bzw. zionistische Produkte, den sie ab 1948 auf Israel und alle mit ihm Handel treibenden Nichtjuden ausdehnte.[2] Dieser Boykott Israels durch die Arabische Liga dauerte bis 1998 und war der weltweit längste und am meisten institutionalisierte Boykott gegen einen Staat.[3]

    Nachdem einige arabische Staaten mit Israel Verträge geschlossen und ihren Boykott beendet hatten, belebten NGOs diesen neu. Parallel zur dritten Weltkonferenz gegen Rassismus von 2001 in Durban beschloss das NGO Forum mit rund 8000 Delegierten eine Politik der vollständigen und totalen Isolation Israels als eines Apartheidsstaates wie im Fall Südafrikas durch die volle Einstellung aller Verbindungen [] zwischen allen Staaten und Israel,[4] weil es (so die Abschlusserklärung) Kriegsverbrechen, Völkermord und ethnische Säuberungen begangen habe. Die BDS-Kampagne ging aus dieser Durban-Strategie hervor.[5] Wie die 1991 widerrufene UN-Resolution 3379 von 1975 setzten ihre Vertreter Zionismus mit Rassismus gleich.[6] Erstmals trugen Akteure der Zivilgesellschaft in Europa und Nordamerika einen solchen Israelboykott mit.[7]

    Die Initiatoren reagierten auf das Scheitern der Friedensverhandlungen von Camp David II (2000), die Zweite Intifada, Israels Operation Schutzschild (2002), den Bau von Sperranlagen (ab 2002) und das Urteil des Internationalen Gerichtshofs dagegen (2004). Der Aufruf einer britischen Initiative zum Boykott israelischer Forschungseinrichtungen wegen israelischer Angriffe auf palästinensische Schulen und Hochschulen (April 2002) gab mit den Anstoß für den umfassenderen BDS-Aufruf.[8] Im Juli 2004 riefen palästinensische Intellektuelle einen organisierten akademischen und kulturellen Boykott Israels aus (Palestinian Campaign for the Academic and Cultural Boycott of Israel; PACBI). Er beschrieb den Zionismus als Ursache der Unterdrückung der Palästinenser.[9] Im Frühjahr 2005 fand in Toronto (Kanada) die erste Israeli Apartheid Week statt. Sie wirbt jährlich im Februar/März für die BDS-Kampagne. 2016 nahmen über 100 Städte daran teil.[10]

    Am 9. Juli 2005 gaben 171 palästinensische zivilgesellschaftliche Organisationen den Gründungsaufruf der BDS-Kampagne heraus.[11] BDS-Vertreter stellen diesen Aufruf ausdrücklich in die Tradition früherer Boykotte gegen die britische Besatzung und zionistische Kolonisierung seit 1920, die seit 1948 oft wiederbelebt worden sei.[12] Beim sechsten Weltsozialforum 2006 in Caracas übernahmen die sozialen NGOs den BDS-Aufruf. Beim siebten Weltsozialforum 2007 in Nairobi riefen Palästinensergruppen zu einer globalen BDS-Bewegung auf.[13] Im November 2007 gründete die erste palästinensische BDS-Konferenz in Ramallah das BDS National Committee (BNC).[14] Dessen Hauptbetreiber ist Omar Barghouti, ein in Katar geborener Menschenrechtsaktivist mit palästinensischen Wurzeln.[15] Das BNC versteht sich als Koordinator der weltweiten BDS-Kampagne, erlaubt aber Jedem, im Namen von BDS eigene Aktionen gegen Israel zu starten. Zur BDS-Bewegung werden daher alle Akteure gezählt, die Konsumboykotte und Investitionsabzug gegen Israelis und mit Israel handelnde Personen, Firmen und Institutionen starten und Regierungen zu Sanktionen und Embargos gegen Israel drängen.[16]

    Dazu riefen die Gründer zum Boykott ganz Israels auf.[17] Sie knüpften an die Boykottkampagne gegen Südafrikas früheres Apartheidsregime an,[15] um Israel international ebenso zu isolieren und auszugrenzen.[5] Gleichwohl boykottieren manche BDS-Akteure nur Produkte oder Dienstleistungen aus den besetzten Gebieten im Westjordanland, den Golanhöhen und Ostjerusalem.[18] BDS betrachtet die Zusammenarbeit von Israelis und Palästinensern als Normalisierung eines vorgeblichen Unterdrückungszustands, die es zu bekämpfen gelte. Nach dem PACBI-Aufruf vom Juli 2014 sollen alle gemeinsamen Veranstaltungen, Projekte und Veröffentlichungen boykottiert werden, die eine Koexistenz und Parität zwischen Unterdrückern und Unterdrückten voraussetzen und deren Versöhnung anstreben, ohne die Ursachen der Ungerechtigkeit anzusprechen. Moralisch zulässig seien nur gemeinsame Widerstandsprojekte. Das richtet sich besonders gegen liberale und progressive Projekte israelischer Hochschulen, die ihrerseits Israels Rückzug aus Palästinensergebieten anstreben. Der akademische Boykott ist wesentlicher Teil dieses Kampfes; er kollidiert mit dem Prinzip der Freiheit von Forschung, Lehre und Studium.[32]

    Der BDS-Aufruf behauptet, der Staat Israel sei hauptsächlich auf Land gegründet worden, das von seinen palästinensischen Eigentümern ethnisch gesäubert worden war.[20] Gemeint sind Flucht und Vertreibung der Palästinenser (Nakba). Diese geschah größtenteils nach Israels Staatsgründung 1948 im folgenden Angriffskrieg der arabischen Staaten gegen Israel.[21] Gleichwohl verstehen viele BDS-Anhänger unter Besatzung (Occupation) nicht nur die von Israel im Sechstagekrieg 1967 eroberten Gebiete, sondern das 1948 eroberte, von der UNO anerkannte Staatsgebiet Israels. Sie fordern also die Abschaffung dieses Staates.[22] Omar Barghouti schloss 2011 aus, dass der BDS-Aufruf nur Israels Rückzug aus den 1967 besetzten Gebieten fordere. Diese Deutung sei höchst gefährlich, weil sie BDS das Recht wegnehme, die Bedingungen des Kampfes in Palästina zu definieren, und Israel vom Vorwurf der Apartheid und des Rassismus auch auf eigenem Gebiet befreie.[23] Nach welchen Kriterien BDS-Unterstützer Unternehmen für Boykotte auswählen und was diese bewirken sollen, ist unklar. Viele Boykottaufrufe zielen auf alle in Israel hergestellten Produkte, andere auf Firmen, die ihre Produkte auch in besetzten Gebieten Palästinas herstellen oder diese dort verkaufen, oder auf Firmen, die auch in Israel produzieren, oder auf Firmen, die von jüdischen Israelis geführt werden. So listete eine BDS-Gruppe in Sacramento (Kalifornien) unter anderem Sabra hummus (Strauss Group) auf, weil das Unternehmen Nahrungsmittel an Israels Armee verkauft (jedoch auch an Palästinenser); Intel, weil es Hardwareteile für PCs auch in Israel herstellen lässt; Teva, weil es ein marktführendes israelisches Pharmaunternehmen ist; Estée Lauder, weil dessen Vorstandsvorsitzender auch eine regierungsnahe Organisation in Israel führt; Ben & Jerrys, weil deren Eiskrem auch in illegalen Siedlungen verkauft wird; Naot, weil sie eine Schuhfabrik in einer illegalen Siedlung hat. Kritiker stellen heraus, dass solche Boykotte nicht zielgenau und konsistent durchführbar sind, da sie auch arabische Israelis, Palästinenser, die in israelischen Firmen arbeiten und in israelischen Krankenhäusern behandelt werden, die große Mehrheit der Israelis, die einen Palästinenserstaat an der Seite Israels bejahen, alle Käufer von Produkten mit in Israel hergestellten Teilen und alle Verbraucher von anderswo nicht erhältlichen und lebenswichtigen Produkten betreffen.[51] Etwaigen zeitweisen Rückgängen der Auslandsinvestitionen durch BDS stehen ein hohes Wirtschaftswachstum und Innovationspotential Israels gegenüber, das so trotz fehlender Rohstoffe dauerhaft zu den reicheren Staaten der Welt gehört. Der Anteil von ausländischem Kapital für die Entwicklung neuer Produkte in Israel betrug 2016 47 Prozent. Experten der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik führen dies gerade auch auf anhaltende israelfeindliche Boykotte zurück. Die auf hohe Wertschöpfung angelegte Exportwirtschaft Israels sei kaum anfällig für Boykottaufrufe der BDS-Bewegung, weil israelische Hightech-Produkte kein israelisches Herkunftslabel hätten, zu verbreitet und gerade bei amerikanischen und europäischen Konsumenten zu beliebt seien. Schon in den zur digitalen Organisation von Protesten genutzten Produkten (Smartphones, Laptops usw.) steckten Hunderte bis Tausende in Israel entwickelte Technologien, auch wenn ihre Labels andere Herkunftsländer angeben.[66] Da Siedlungsprodukte nur ein Prozent der gesamten Exporte Israels ausmachen, treffen darauf begrenzte Boykotte dessen Wirtschaft kaum.[67] In Israel rief die Friedensinitiative Gusch Schalom 1997 als erste israelische Organisation zu einem Boykott der Produkte israelischer Siedlungen auf. Deren Leiter Uri Avnery lehnte die BDS-Kampagne jedoch ab, da diese keinen Frieden mit Israel, sondern dessen Abschaffung anstrebe. Die geforderte Rückkehr der Palästinensernachkommen sei völlig unrealistisch und könne allenfalls mit Krieg erreicht werden. Alle ernsthaften palästinensischen Unterhändler strebten daher nur ein begrenztes Rückkehrrecht und angemessene Entschädigungen im Rahmen einer Zweistaatenlösung an.[73]

    Das BDS-Logo ist die Figur Handala des palästinensischen Zeichners Nadschi al-Ali. Seine Cartoons stellen jüdische Israelis mit Hakennase dar, die arabische Frauen zu verführen versuchen, Ritualmorde begehen und nur durch den Einsatz von Maschinengewehren gestoppt werden können.[28] BDS verwendet die seit den 1980er Jahren bei palästinensischen Nationalisten populäre Demonstrationsparole From the River to the Sea, Palestine will be free.[29] Palästina vom Jordan bis zum Mittelmeer schließt Israels Staatsgebiet ein: Die Parole gilt daher als Ausdruck für das Ziel, Israel zu zerstören.[30] Demgemäß zeigen BDS-Aktivisten oft eine Karte der Region, die nur einen einzigen Staat Palästina zeigt.[31]

    Solche Aufrufe sind leichter zu organisieren als akademische und ökonomische Boykotte und erzielen rasch große Publizität. Sie werden über Twitter massenhaft verbreitet und sind oft mit Einschüchterung und Mobbing verbunden. Nach solchen Aufrufen sagten Elvis Costello, Lauryn Hill, Thurston Moore, Sinéad OConnor, Tommy Sands und Carlos Santana geplante Konzerte in Israel ab. Der Astrophysiker Stephen Hawking sagte einen Konferenzbesuch dort ab. Ken Loach zog seinen Film 2009 von einem Film Festival in Melbourne zurück, weil Israel dieses mitfinanzierte. Roger Waters, Brian Eno und Jean-Luc Godard unterstützen BDS. Die Autoren Alice Walker und Henning Mankell weigerten sich, hebräische Übersetzungen ihrer Werke zu autorisieren. 2009 versuchten BDS-Anhänger erfolglos, das internationale Filmfestival von Toronto wegen seines Themas Israel zu boykottieren. 2011 unterbrachen BDS-Anhänger ein Konzert des Israel Philharmonic Orchestra in der Royal Albert Hall in London. 2014 organisierte PACBI Proteste gegen das Musikprojekt Heartbeat, das israelische und palästinensische Musiker und Zuhörer zusammenbringen will, um Vertrauen zu bilden. Im Januar 2014 wurde eine Ausstellung der UNESCO in Paris zur 3500-jährigen Geschichte von Juden in Palästina nach massiven Protesten von BDS-Anhängern und arabischen Staaten abgesagt.[41] Im Februar 2015 riefen über 700 britische Künstler mit dem offenen Brief Artists for Palestine zum kulturellen Boykott Israels bis zum Ende der kolonialen Unterdrückung der Palästinenser auf.[42]

    Auf Druck einer lokalen BDS-Gruppe lud der Veranstalter des Festivals Rototom Sunsplash in Spanien den jüdischen Musiker Matisyahu im August 2015 aus, weil dieser eine politische Erklärung für Palästina verweigert hatte. Nach heftigen internationalen Protesten zog der Veranstalter die Ausladung zurück und entschuldigte sich. Der Fall gilt als Beispiel für antisemitische Züge der BDS-Kampagne, weil Matisyahu kein Israeli ist und nur wegen seines Judeseins unter politischen Druck gesetzt wurde. Derartige Aktionen wurden nach sich jeweils bietenden Anlässen ohne planvolles Konzept organisiert und nicht mit einer spezifischen Funktion des Protestobjekts für die Lage der Palästinenser begründet. Somit ist die pauschale Delegitimierung Israels, von jüdischen Israelis und Juden als ihr einziges kohärentes Ziel wahrnehmbar. Prominente Gegner des Kulturboykotts sind unter anderen John Lydon,[43] Joanne K. Rowling, Hilary Mantel, Nick Cave[44] und Helen Mirren.[45] 2013 unterstützte Mira Nair BDS. Linkin Park, die Red Hot Chili Peppers und Rihanna dagegen verweigerten Absagen ihrer Auftritte in Israel.[46] Auch Justin Bieber, Leonard Cohen, Bob Dylan, Joy Harjo, Lady Gaga, Elton John, Jon Bon Jovi, Alicia Keys, Cyndi Lauper, Madonna, Paul McCartney (nach Todesdrohungen), Justin Timberlake, Kanye West, The Rolling Stones,[41] Deep Purple,[47] Nick Cave,[44] die Eagles of Death Metal[48] und Radiohead[49] traten trotz BDS-Aufrufen und massivem Druck in Israel auf. Lana Del Rey, Lorde und Of Montreal hingegen sagten geplante Auftritte in Israel ab.[44] Scarlett Johansson weigerte sich 2014 trotz massiven BDS-Drucks, einen Werbevertrag mit der israelischen Firma SodaStream zu kündigen. Im Oktober 2010 besetzten britische BDS-Aktivisten in London einen Laden der israelischen Kosmetikfirma Ahava und ketteten sich dort an. Sie warfen ihr vor, ihre Produkte im besetzten Teil des Toten Meeres herzustellen und so von angeblichen Kriegsverbrechen Israels zu profitieren. Ahava bestritt dies. Die Aktivisten wurden festgenommen und jeweils zur Zahlung von 250 Pfund Schadensersatz für die bei der Aktion angerichteten Sachschäden verurteilt. Sie prozessierten dagegen durch alle Instanzen. Der britische High Court of Justice verwarf 2014 ihre Rechtsmittel, da Ahava keine illegalen Siedlungen unterstütze, in einem schon bestehenden Staat produziere und die Produktaufschrift Dead Sea, Israel kein integraler Bestandteil des Verkaufs sei. Mit Kriegsverbrechen sei die Ladenbesetzung in keinem Fall begründbar.[58] Ahava hatte den Londoner Laden jedoch im September 2011 wegen andauernder Proteste ersatzlos geschlossen.[59] Im März 2016 kündigte Ahava an, eine weitere Fabrik am israelischen Küstenbereich des Toten Meeres zu eröffnen. Haaretz deutete dies als Rückzug aus dem besetzten Gebiet aufgrund der BDS-Kampagne.[60] Auch durch Falschmeldungen (Fake News) versucht BDS die öffentliche Meinung zu beeinflussen. So setzte man im Sommer 2016 prominente NGOs wie Greenpeace und Pax Christi auf die Unterzeichnerliste einer Petition gegen die Kriminalisierung der BDS-Bewegung, ohne dass diese davon wussten. Nach Protesten wurden sie wieder von der Liste genommen.[61] Vor dem Festival Pop-Kultur in Berlin am 23. August 2017 behauptete die deutsche BDS-Initiative, die israelische Regierung nehme direkt auf das Festivalprogramm Einfluss, und forderte rund 100 gebuchte Künstler schriftlich zur Absage auf. Arabische Künstler folgten dem Boykottaufruf. Tatsächlich hatte die israelische Botschaft nur Reisekosten von israelischen Musikern bezuschusst.[62] Im Mai 2016 veranstalteten Israels Regierung und etwa zwölf pro-israelische Organisationen in New York City eine internationale Konferenz gegen die BDS-Bewegung.[89] Erdan verwies im Herbst 2016 auf verdeckte Sonderoperationen gegen diese.[90] Dass drei europäische Staaten BDS-Aktivitäten als von der Meinungsfreiheit gedeckt erklärten, wertete Israels Regierung als Rückschlag für diese Gegenkampagne.[91][92] Im Januar 2018 kündigte Israels Regierung an, rund 20 NGOs, die BDS-Ableger sind, fortgesetzt BDS-Aufrufe unterstützen und/oder Druck auf andere Organisationen und Staaten ausübten, Israel zu boykottieren, die Einreise nach Israel zu verweigern. Dazu zählten laut der veröffentlichten Liste die britische Hilfsorganisation War on Want und das American Friends Service Committee der Quäker.[95] In Deutschland finden sich BDS-Gruppen vor allem in Berlin, Bonn und Stuttgart. Sie arbeiten mit den European Jews for a Just Peace (EJJP) zusammen. Unterstützer sind oder waren einige Mitglieder der Partei Die Linke, darunter Felicia Langer, Jakob Moneta,[96] Evelyn Hecht-Galinski,[97] Annette Groth, Hermann Dierkes (Duisburg) und andere. Als Die Linke Bremen BDS unterstützte, unterzeichneten viele Linkspartei-Vertreter 2011 eine Stellungnahme dagegen, die die BDS-Kampagne als Antisemitismus bezeichnete, der an die NS-Parole Kauft nicht beim Juden erinnert.[98] Die Linksfraktion im Bundestag erteilte der Unterstützung von Boykottaufrufen, einer Einstaatenlösung oder einer weiteren Gaza-Flottille 2011 eine Absage. Der einstimmige Beschluss kam jedoch nur durch eine Rücktrittsdrohung von Fraktionschef Gregor Gysi, Austrittsankündigungen anderer Abgeordneter und Nichtteilnahme eines Fünftels der Fraktion an der Abstimmung zustande.[99]

    BDS-Aufrufe zum Divestment richten sich gegen Unternehmen, Organisationen und Projekte, die auf irgendeine Art in Israel investieren oder ihre Produkte dorthin liefern oder an israelischen Unternehmen beteiligt sind. Die Aufrufe werden meist mit dem Vorwurf einer Komplizenschaft mit vermeintlichen Verbrechen Israels oder dessen Armee begründet, weil diese Produkte solcher Firmen benutzt, zum Beispiel Caterpillar, Hewlett-Packard, Hyundai, Volvo und viele andere. Divestmentaufrufe gegen sie und Boykottaufrufe an ihre nichtisraelischen Kunden bilden den größten Anteil der BDS-Kampagne, weil 95 % der Exporte aus Israel an andere Unternehmen gehen, nicht an Konsumenten.[52] Am 11. Juli 2011 verbot die Knesset per Gesetz Israelis öffentliche Boykottaufrufe gegen Israel und die besetzten Gebiete, wenn diese wirtschaftliche, kulturelle oder akademische Beziehungen nur wegen einer mittelbaren Verbindung zum Staat Israel bewusst verhindern und damit Schäden verursachen. Bei Zuwiderhandlung sollte Schadensersatz gefordert werden,[74] NGOs sollte die Gemeinnützigkeit entzogen werden können.[75] Die Opposition, 32 israelische Rechtsprofessoren, Amnesty International und Human Rights Watch kritisierten das Gesetz als Angriff auf die Meinungsfreiheit.[76] Das Oberste Gericht erklärte wesentliche Gesetzesteile im April 2015 für gültig, auch das Verbot von auf besetzte Gebiete begrenzten Boykotten,[77] nicht aber die Erlaubnis von Schadenersatzforderungen.[78] Israels Ausländerbehörde gewährte BDS-Mitgründer Omar Barghouti, der seit 1994 unbefristetes Aufenthaltsrecht in Israel hatte, ab Mai 2016 keine Auslandsreisen mehr.[83] Im Dezember 2016 hinderten Israels Behörden eine malawische BDS-Unterstützerin an der Einreise.[84] Barghuti wurde im März 2017 wegen angeblicher Steuerhinterziehung verhaftet und erhielt erneut eine befristete Ausreisesperre.[85] Im selben Monat erließ die Knesset ein Gesetz, das nichtisraelischen Unterstützern von Israelboykotten und Mitgliedern von Boykottorganisationen die Einreise nach oder den Aufenthalt in Israel verbietet.[86] Die Anti-Defamation League, das American Jewish Committee[87] und andere jüdische Organisationen in den USA lehnen das Gesetz ab.[88]

    Laut der Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung (UNCTAD) gingen die direkten Neuinvestitionen aus dem Ausland in Israel 2014 gegenüber dem Vorjahr um rund 46 Prozent auf 5,6 Milliarden US-Dollar zurück. Als Ursachen sahen die Autoren die Operation Protective Edge des Sommers 2014 und ein Anwachsen der BDS-Kampagne.[64] 2015 schätzte eine Studie der RAND Corporation, eine erfolgreiche BDS-Kampagne könnte Israel in den nächsten zehn Jahren bis zu 47 Milliarden US-Dollar (rund ein Sechstel des Bruttonationaleinkommens von 2014) kosten. Ein interner Bericht der Regierung Israels schätzte die Kosten aller BDS-Aktivitäten dagegen auf jährlich 1,4 Milliarden US-Dollar. Genaue Prognosen sind wegen der vielfältigen Aktionen und des ungewissen Kampagnenverlaufs nicht möglich.[65]

    Der wirtschaftliche Effekt des BDS-Boykotts ist laut einer im Oktober 2018 veröffentlichten siebenjährigen Studie des Finanzielle-Immunitäten-Unternehmens sehr gering. Befragt wurden seit 2010 leitenden Angestellten größerer israelischer Firmen aus allen wirtschaftlichen Sektoren. Der Anteil der vom Boykott betroffenen Firmen liegt bei 0,75 Prozent und die Schadensrate am Umsatz bei 0,004 Prozent. Die Studie stellte auch den umgekehrten Effekt fest, dass israelische Firmen durch den Boykott profitierten, durch Transaktionen mit denen die Sympathie für Israel ausdrückt werden soll. Nur im Kulturbereich konnten einige Erfolge durch prominente Unterstützer erreicht werden.[68] In Palästina unterstützen laut einer Umfrage des Palestinian Center for Policy and Survey Research aus dem Jahr 2015 85 % der befragten Palästinenser aus den besetzten Gebieten die Kampagne.[69]

  3. Anti-Americanism - Wikipedia

    en.wikipedia.org › wiki › Anti-Americanism

    5 hours ago · Etymology. In the online Oxford Dictionaries the term "anti-Americanism" is defined as "Hostility to the interests of the United States".. In the first edition of Webster's American Dictionary of the English Language (1828) the term "anti-American" was defined as "opposed to America, or to the true interests or government of the United States; opposed to the revolution in America".

  4. En torno a ciertas opiniones de las izquierdas

    theworldnews.net › ar-news › en-torno-a-ciertas

    Jun 18, 2021 · Otra vez debemos volver sobre las denominadas izquierdas y derechas. En mi opinión nada mejor que las reflexiones en la materia de Jean-François Revel, especialmente en su obra La gran mascarada donde subraya que el nacionalismo y el socialismo son primos hermanos intelectuales y subraya que “si el nazismo y el comunismo han cometido genocidios comparables por su amplitud, por no decir por ...

  5. Iran's voters cast ballots in election seen as one-horse race ...

    asia.nikkei.com › Politics › Iran-s-voters-cast

    Jun 18, 2021 · But Rouhani's honeymoon did not last long as Donald Trump, a fierce critic of the deal, took office in 2017. ... {numberArticlesLeft-plural}} left this month This is your last free article this month.

  6. 'Sister Wives': Did Christine Brown Rush Kody Brown Into ...

    talkcelnews.com › tv-movies › sister-wives-did

    Jun 19, 2021 · Kody Brown and his third wife, Christine Brown, are experiencing some serious marital woes. At the very least, they were when Sister Wives cameras caught up with the plural family during the pandemic. When the dust of the season settled, Christine was fairly certain that she wasn’t interested in continuing married life.

  7. Maduro promete ampliar garantías electorales para regionales ...

    www.correodelcaroni.com › pais-politico › maduro

    Jun 18, 2021 · También reveló que tuvo intenciones de reunirse con Donald Trump en 2018 durante la Asamblea General de las Naciones Unidas en Nueva York, pero no se logró debido a presiones internas en EE. UU. El mensaje que yo le envío a todos los inversionistas es que vengan a Venezuela, que nos vengan a conocer”.

  8. Javier Cercas señala al "nacionalpopulismo" como una "máscara ...

    www.heraldo.es › noticias › ocio-y-cultura

    Jun 18, 2021 · Valladolid, 18 jun (EFE).- El escritor Javier Cercas ha vinculado este viernes la escalada del "nacionalpopulismo", que en su opinión vive España con la crisis económica de 2008, y lo ha ...

  9. En torno a ciertas opiniones de las izquierdas - Infobae

    www.infobae.com › opinion › 2021/06/19

    Jun 19, 2021 · El efecto invernadero es controvertido. La opinión dominante es refutada por académicos y científicos de peso como Donald R. Leal, Fredrik Segerfeldt, Martin Wolf, Terry L. Anderson y Ronald ...

  10. Tucker Carlson, Marjorie Taylor Greene, Matt Gaetz Suggest ...

    www.smirkingchimp.com › thread › william-rivers-pitt

    Jun 18, 2021 · The evolution — or devolution, if you will — of the right’s January 6 narrative continues apace, but is steering toward strange waters. When it happened, it was deemed an appalling attack against the very fabric of democracy … but Donald Trump didn’t like that, because the attackers were his people, and so the story began to change.

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