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  1. Ulrich I. (Württemberg) – Wikipedia

    de.wikipedia.org/wiki/Ulrich_I._(Württemberg)
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    Ulrich I. von Württemberg, genannt Ulrich der Stifter oder Ulrich mit dem Daumen (* 1226; 25. Februar 1265), war ab etwa 1241 Graf von Württemberg.

    Ulrichs verwandtschaftliche Beziehung zu seinen Vorgängern als Graf von Württemberg ist historisch nicht geklärt. Die These des Historikers Hansmartin Decker-Hauff, der Ulrich als Sohn Hermanns von Württemberg und der Irmengard, Tochter von Ulrich von Ulten, bezeichnete, gilt als nicht hinreichend belegt.[2] Hermann, der nur einmal 1231 urkundlich erwähnt wird, ist wahrscheinlich ein Sohn Hartmanns I. Das erste Lebenszeichen Ulrichs ist allerdings älter: ein Siegel von 1238, das einen Dreiberg mit jeweils einem Turm zeigt. Es wird angenommen, dass es Ludwig II. infolge seiner Hochzeit mit einer Tochter des Grafen von Kirchberg von diesem übernommen hatte.[5] Das ursprünglich nellenburg-veringische Hirschstangen-Wappen könnte Ulrich um 1247 als Erbe Graf Hartmanns I. von Grüningen übernommen haben, denn die Grüninger Linie führte die Hirschstangen bereits seit mindestens 1228 im Wappen.[6] 1255 verwies Graf Adalbert IV. von Dillingen in einem Schreiben an den Eichstätter Bischof Heinrich IV. von Württemberg auf seine Verwandtschaft mit Ulrich von Vatersseite her.[7] Nach Adalberts Tod (1257) ohne Nachkommen konnte neben Hartmann V., Bischof von Augsburg, und dessen Schwagern auch Ulrich Erbansprüche stellen und einige Dillingische Positionen wie die Vogtei über Ulm übernehmen.[8] 1256 bezeichnete Ulrich Graf Rudolf von Tübingen als seinen Oheim.[9] Das hieße streng genommen, dass sein Vater, der laut Ludwig Friedrich Heyd möglicherweise mit dem 1235 in Würzburg[10] und 1236 in Tübingen[11] erwähnten Grafen Eberhard von Württemberg[12] identifiziert werden könnte, mit einer Schwester des Tübinger Grafen verheiratet war.[13] Johann Steiner bezeichnete Ulrich 1583 zwar als Sohn eines Grafen Eberhards, der anstatt mit einer Tübingerin jedoch mit der Herzogstochter Agnes von Zähringen verheiratet gewesen sein soll.[14] Allerdings ist lediglich eine Tochter Agnes von Berthold V. von Zähringen bekannt, die den Grafen Egino IV. von Urach geheiratet hatte.[15] Da Eginos Enkel Heinrich von Fürstenberg-Urach im Januar 1265 Ulrich als Blutsverwandten (noster consanguineus) bezeichnete, könnte Ulrichs Mutter eine Tochter Eginos IV. sein und mütterlicherseits auch von den Zähringern abstammen.[16] Andererseits soll der Schlüssel zu Ulrichs mütterlicher Verwandtschaft im Vornamen Ulrich liegen, der zuvor bei den Württembergern nicht üblich war und vermutlich vom Vater seiner Mutter stammt.

    Ulrich war zweimal verheiratet. Aus der ersten Ehe mit Mechthild von Baden entstammen die Töchter Agnes und Mechthild sowie der spätere Graf Ulrich II. Aus der zweiten Ehe mit Agnes von Schlesien-Liegnitz stammen eine vermutete weitere Tochter namens Irmengard und der spätere Graf Eberhard I., bei dessen Geburt seine Mutter verstarb. Ulrich wurde wie seine beiden Gattinnen im Stift Beutelsbach begraben. Später wurde sein Leichnam in die Stiftskirche Stuttgart überführt. Graf Hartmann II. von Grüningen übernahm 1265 die Vormundschaft für Ulrichs verwaiste Söhne Ulrich II. und Eberhard I. Aus seiner zweiten Ehe mit Agnes von Schlesien-Liegnitz sollen zwei Kinder stammen:

    Die Auseinandersetzung zwischen dem Stauferkaiser Friedrich II. und den Päpsten Gregor IX. und Innozenz IV. hatte auch Auswirkungen auf die Verhältnisse im Herzogtum Schwaben. Nach der Absetzung Friedrichs II. durch das Konzil von Lyon (1245) gelang es der päpstlichen Diplomatie, einen großen Teil der Adligen des Herzogtums auf die Seite der Gegenkönige Heinrich Raspe und Wilhelm von Holland zu ziehen. Zu Beginn der Schlacht bei Frankfurt am 5. August 1246 traten Ulrich und Hartmann II. von Grüningen mit weiteren schwäbischen Adligen und 2000 Mann Gefolge zum Pfaffenkönig Heinrich Raspe über, was die Niederlage des Staufers Konrad IV. besiegelte.[17][18] Ulrich und Hartmann nutzten anschließend die Situation, um mit päpstlicher Rückendeckung ihre Territorialmacht im Mittleren Neckarraum auszubauen.

    Nach dem Tod Konrads IV. 1254 erkannte Ulrich dessen Erben Konradin formell als Herzog von Schwaben an. Im Gegenzug verzichtete Konradins Vormund Herzog Ludwig II. von Bayern auf dessen Ansprüche auf die Königskrone und die Rückforderung der nach dem Seitenwechsel erfolgten Annexionen Ulrichs und anderer schwäbischer Adliger. Ulrich gelang es so, die territorialherrschaftliche Basis für die Grafschaft Württemberg abzusichern. Die Heirat mit Mechthild von Baden half zudem, die territoriale Bereinigung beider Häuser mit dem Rückzug Badens aus dem Mittleren Neckarraum anzustoßen. So kam zum Beispiel die spätere württembergische Hauptstadt Stuttgart bei der Hochzeit der beiden von Baden nach Württemberg.[19] Kurz vor seinem Ableben konnte Ulrich sein Territorium um die restlichen Teile der Grafschaft Urach erweitern.[16] Ulrichs zweitem Sohn Eberhard I. gelang es, die Grafschaft trotz königlichen Gegenwinds weiter auszubauen.

  2. ADB:Ulrich (Graf von Württemberg) – Wikisource

    de.wikisource.org/wiki/ADB:Ulrich_(Graf_von...

    Ulrich, Graf von Württemberg, geboren etwa im J. 1343, war der Sohn des Grafen Eberhard des Greiners und der Elisabeth von Henneberg. 1362 vermählte er sich mit Elisabeth, Tochter Kaiser Ludwig d. B., der Witwe des Cangrande della Scala, Herrn von Verona. Wie der Vater ein erbitterter Feind der Reichsstädte, lag er 1377 auf der Feste Achalm ...

  3. Deutsche Biographie - Ulrich V.

    www.deutsche-biographie.de/pnd121765482.html

    Leben. Ulrich V., der Vielgeliebte, Graf von Württemberg, ist im J. 1413 geboren als Sohn des Grafen Eberhard d. J. und der Erbin von Mömpelgard, Henriette.Nach des Vaters frühem Tode (1419) kam er mit seinem älteren Bruder Ludwig unter die Vormundschaft der herrschsüchtigen Mutter und eines dreißigköpfigen Regimentsraths.

  4. Deutsche Biographie - Ulrich

    www.deutsche-biographie.de/pnd142700029.html

    Ulrich, Graf von Württemberg, geboren etwa im J. 1343, war der Sohn des Grafen Eberhard des Greiners und der Elisabeth von Henneberg. 1362 vermählte er sich mit Elisabeth. Tochter Kaiser Ludwig d. B., der Witwe des Cangrande della Scala, Herrn von Verona.

  5. GEDBAS: Ulrich V GRAF VON WÜRTTEMBERG

    gedbas.genealogy.net/person/show/1132148712

    Graf Ulrich V., "der Vielgeliebte", * 1413, Leonberg 1.9.1480.1419-1480 Graf von Württemberg, bis 1433 unter derVormundschaft eines Regentschaftsrates. 1433-1441 regierender Graf von Württemberg zusammen mit seinem Bruder Ludwig.1441/1442 Teilung der Grafschaft (Ulrich: Stuttgarter Landesteil, Ludwig: Uracher Landesteil).

  6. Herzog Ulrich von Württemberg

    www.geschichtsverein-koengen.de/Ulrich.htm

    Sabina von Bayern (*1492, †1564), Tochter des bayerischen Herzogs Albrecht IV., ab 1511 Ehefrau des Herzogs Ulrich von Württemberg Diese Umstände haben sicher dazu beigetragen, dass er sich häufiger im prunkvollen Haus des Erbmarschalls aus Köngen, Konrad Thumb von Neuburg , im Norden der Stadt Stuttgart gelegen, aufhielt.

  7. Württemberg Ulrich; Herzog von - Detailseite - LEO-BW

    www.leo-bw.de/web/guest/detail/-/Detail/details/...

    Kraft des Abschieds zu Regensburg von 1541 angesetzter Versammlungstag der Stände zu Speyer auf dem 14. Januar 1542 und der deswegen vom Herzog von Württemberg vorher ausgeschriebene Versammlungstag der Stände des Schwäbischen Kreises nach Weil der Stadt auf den 20. November 1541.

  8. Ulrich, Herzog von Württemberg | Landsknechte Bretten 1504 e.V.

    landsknechte-bretten.de/wissenswertes/ulrich...
    • Kindheit und Jugend
    • Charakteristik
    • Handlung
    • Tod

    Ulrich ist der schillerndste der Herzöge aus dem Hause Württemberg. Er lebte ein Leben voller Unstetigkeit und Dramatik, er durchlebte die größten Höhen, um dafür in die tiefsten Abgründe zu stürzen. Keiner der württembergischen Regenten vor 1800 hat je derlei große Landgewinne wie Ulrich erzielt und doch schreibt der Esslinger Dionysius Dreytwein anlässlich seines Todes: Inn anno dominny 1550 denn 8. tag Novembris starb hertzog Ullrich von Wyrttennberg der gros thyrannisirer, der wildenn seuw vatter, .. Am 8. Februar 1487 wird Ulrich in Reichenweiher (Riquewihr/Elsass) geboren und zunächst auf den Namen Eitel Heinrich getauft. Die Mutter, eine Gräfin von Zweibrücken-Bitsch, stirbt nach 10 Tagen an den Folgen der Geburt. Der Vater, Graf Heinrich, ist bereits merklich geisteskrank und von der Erbfolge in Württemberg ausgeschlossen. Da das Haus Württemberg in seiner männlichen Linie vom Aussterben bedroht ist, wird Ulrich seinem Vater, dem wunderlichen Heinrich zwei Wochen nach der Geburt entzogen, von dessen Vetter Herzog Eberhard im Bart an Kindes statt angenommen und bei seiner Firmung auf Ulrich umgetauft.

    Der praktisch als Vollwaise aufwachsende Ulrich wird von Erzieher zu Erzieher herumgereicht, ist aber aufgeweckt, kann etwas Latein, liebt die Instrumentalmusik, singt und komponiert sogar eigene Liebeslieder. Ulrich wird fettleibig und ist frühreif. Man schreibt es der sitzenden Lebensart zu, dass er bis zur Unform an Kopf und Leib fleischig wurde und vor der Zeit reifte. Vielleicht ist es auch nur der Kummerspeck eines unglücklichen Jungen. Jedenfalls wird Ulrich nach dem Tode seines Pflegevaters 1496 fortan rau behandelt und es herrschte eine grimme Disziplina.

    Sabina von Bayern, die ihm auserwählte Braut, muss sich zu einer wahren Wuchtbrumme entwickelt haben: Körperlich größer als mancher Mann, unweiblich, stolz und eigensinnig, scharf mit der Rede auch gegen Männer. Dabei war Ulrich längst in Elisabeth, die Tochter des Markgrafen von Brandenburg, ein Fräulein von Anmut, verliebt. Um 1510 hat er seiner Angebetenen sogar ein Liebeslied gedichtet. Ich schell mein horn ins jammertal ist ein sentimentales Jagdund Liebeslied, aber auch ein herzliches Bekenntnis: Er muss von seiner Liebe lassen und eine ihm aufgezwungene Braut heimführen. Auch wenn Ulrich alles tut um gegen Sabina abstoßend aufzutreten, bleibt ihm doch letztendlich keine Wahl. Der Verlobungsvertrag ist bindend, zumal hochdotiert und so eröffnet ihm Herzog Wilhelm von Bayern, es sei des Kaisers Wille, dass das Beilager vor künfter Fasten vollzogen werde. So kam er in die Ehe. Obwohl äußerst unglücklich mit seiner Frau, lässt Ulrich doch die Hochzeit Anfang März 1511 mit größtem Prunk in Stuttgart feiern. Im Jahre 1515 entspringt trotz ständiger Streitigkeiten aus dieser Ehe der Sohn und Nachfolger Christoph, zu dem Ulrich aber nie ein herzliches Verhältnis entwickelt. Schon bald nach Ulrichs Hochzeit beginnt es auf Grund seiner ruinösen Wirtschaftspolitik zu brodeln und zu gären. Unerhörte Steuern wecken die allgemeine Unzufriedenheit und als das Gewicht zu Gunsten der herzoglichen Kasse verändert wird, kommt es 1514 zum Aufstand der Remstäler Bauern, die sich unter dem Namen Armer Konrad zusammenrotten. Um der Lage Herr zu werden, muss sich Ulrich an die Landstände wenden. Nur durch Fürsprache kaiserlicher Gesandten gelingt es ihm, den Landtag zu überreden, ihm Hilfe zu gewähren. Im Tübinger Vertrag am 8. Juli 1514 werden Ulrich die geforderten Geldmittel aber nur unter der Bedingung gewährt, dass die zahlreichen Landesbeschwerden abgeschafft werden, es keine außerordentlichen Steuern mehr gibt, das Einwilligungsrecht der Stände bei einer Kriegserklärung gewährleistet wird und es eine Freiheit der Auswanderung gibt. Mit diesem Vertrag entstand der Grundpfeiler der altwürttembergischen Verfassung. Dem Armen Konrad bereitet Ulrich ein schreckliches Ende. In Schorndorf lässt er das Haupt des Jacob Dautel aus Schlechtbach auf den mittleren Turm der Stadt stecken, Häuser werden geplündert und verwüstet, Menschen getötet oder in die Verbannung geschickt. Auch in späteren Jahren wird Ulrich jede Form von Opposition grausam und mit äußerster Härte niederschlagen. Am 8. Mai 1515 wird Ulrich zum Mörder. Ulrich verliebt sich in die Frau seines Marschalls Hans von Hutten. Er gesteht von Hutten seine Gefühle, doch jener kann dieses sehr intime Geständnis nicht für sich behalten. Ulrich kommen die spöttischen Reden seines Marschalls zu Ohren. Am 7. Mai 1515 übergibt Hans von Hutten bei einem abendlichen Gespräch Ulrich sein Entlassungsgesuch. Ulrich trifft noch keine Entscheidung und will tags darauf nach Stuttgart reiten. Hutten soll ihn begleiten und erscheint in gewöhnlichem Gewand ohne Harnisch und auf leichtem Ross, Ulrich dagegen ist schwer gerüstet. Unterwegs schickt er alle Begleiter voraus, bis er mit von Hutten alleine ist. Hans von Hutten stirbt an 7 Wunden, von denen ihm 5 von hinten zugefügt worden sind. Ulrich schleift den Toden vom Tatort fort, bindet ihm einen Gürtel um den Hals und knüpft diesen an ein Schwert, das er in die Erde rammt. Die Liebe zu Huttens Gattin war die Veranlassung, aber nicht der Grund dieser schrecklichen Tat. Sie ist vielmehr ein Werk der Rache aus beleidigter Ehre, nach des Herzogs Naturell und nach seinen Begriffen von Fürstenund Menschenrechten geführt. Da hat uns der Teufel mit dem Narren beschissen, diese Worte soll Konrad Vaut, der Vogt von Cannstatt nach Bekanntwerden des Hutten-Mordes in den Landtag gerufen haben. Die Tat des Landesherrn wird zum Politikum und man fordert seine Absetzung. Ulrich selbst findet zunächst daran nichts Arges. Erst als er feststellt, dass man planmäßig auf seine Entfernung hinarbeitet, erkennt er den Ernst der Situation. Seine Gattin Sabina flieht mit seinem Erzfeind Dietrich Spät nach Bayern. Am 11. Oktober 1516 erklärt der Kaiser Ulrich in Acht und verlangt für 6 Jahre den Verzicht auf die Regierung und das Verlassen des Landes. Ulrich versucht vergebens seine Bauern aufzuwiegeln und muss schließlich nachgeben. Im Blaubeurer Vertrag erklärt er sich bereit, die Regierung sechs Jahre lang einem von ihm und dem Kaiser eingesetzten Regimentsrat zu überlassen und der Familie Hutten eine Entschädigung zu bezahlen, worauf die Acht aufgehoben wurde. Am 12. Januar 1519 stirbt Kaiser Maximilian und es beginnt eine kurze kaiserlose Zeit der Instabilität, obwohl, unterstützt durch Fugger`sche Bestechungsgelder, bereits nach vier Monaten Maximilians Enkel als Karl V. zum neuen Kaiser gewählt wird. Ulrich, durch Niederlagen und Misserfolge schwer angeschlagen, aus dem Schwäbischen Bund ausgetreten und wegen des Hutten-Mordes noch immer politisch isoliert und gesellschaftlich geächtet, braucht Erfolgserlebnisse. Er wittert in der kaiserlosen Zeit eine Chance und nimmt die Tötung einer seiner Vögte zum Anlass, um die freie Reichsstadt Reutlingen, auf deren Gebiet die Tat vollbracht wurde, einzunehmen. Der Überfall ist absolut rechtswidrig und ungerechtfertigt, doch nach acht Tagen Belagerung, während der fast 700 jeweils 78 Pfund schwere Eisen- und Feuerkugeln gegen die Stadt geschossen werden, gibt Reutlingen auf und muss Ulrich als neuem Herrn huldigen. Der Herr wurd all seins Leid ergötzt/ Mit Gwalt auch wieder eingesetzt / durch sein Baurn und arm Leut. Später aufgedeckte Angriffspläne auf die Reichsstadt Esslingen zeigen, dass Ulrich den Überfall von langer Hand vorbereitet hat und noch andere Reichsstädte einnehmen wollte. Ulrich versucht weiter aufzurüsten, kann jedoch 12000 Schweizer Söldner aus finanziellen Gründen nicht halten und muss seinen Eroberungszug abbrechen. Inzwischen hat auch der Schwäbische Bund gegen Ulrich mobil gemacht. Dieser zieht sich erst nach Stuttgart, dann nach Tübingen zurück. Stuttgart wird am 7. April besetzt und die Festungen ergeben sich kampflos Herzog Wilhelm von Bayern. Ulrich flieht im Mai außer Landes. Schon im August startet Ulrich aber erneut einen Rückeroberungsversuch. Mit einem kleinen Landsknechtsheer überrumpelt er Stuttgart. Auf dem flachen Land huldigen ihm zwar viele Dörfer, aber die Mehrzahl der Städte und Festungen bleibt in der Hand des Schwäbischen Bundes. Ulrich überschätzt seine militärische Macht bei diesem Feldzug völlig. Er begnügt sich nicht damit, sein Erbland wieder einzunehmen, sondern kündigt Esslingen den Krieg an. Er überfällt die Stadt, erbeutet 700 Kühe, verwüstet Sulzgries und etliche Weinberge. Ernsthaften Schaden kann er jedoch nicht anrichten, da er nur über schwache Geschütze verfügt. Der Schwäbische Bund stellt genügend Geld für ein Söldnerheer zur Verfügung und zieht zwischen Hedelfingen und Wangen ein Heer zusammen. Unter dem Befehl seines alten Widersachers Dietrich Spät rückt ein Trupp gegen Hedelfingen und schießt das Dorf zusammen. Die herzoglichen Kampfreserven sind bald erschöpft und am 14. Oktober 1519 bricht Ulrichs Widerstand zusammen, Ulrich selbst flieht noch in derselben Nacht. Gegen Erstattung der Kriegskosten überlässt der Schwäbische Bund Württemberg an Österreich. Ulrich setzt auf den Faktor Zeit. Er leistet sich in Mömpelgard eine kostspielige Hofhaltung und beherbergt viele Gäste, vor allem solche, die in Opposition zum Kaiser stehen. Schon bald erfährt er von der reformatorischen Bewegung Martin Luthers, die vor allem in Süddeutschland auf offene Zustimmung stößt. Die aus Glaubensgründen vertriebenen Anhänger Luthers finden vorwiegend in der Schweiz Zuflucht. Schon bald entwickelt sich dort unter Zwingli ein eigenständisches Zentrum der Reformation. Ulrich selbst wird ein Anhänger der evangelischen Glaubensrichtung, wobei er wohl eher der Auffassung Zwinglis nahe steht. Das Bedürfnis, Gottes Reich in seinem Land zu bauen, bestärkt Ulrich in seinen Bemühungen um die Wiedereroberung seines Landes. Vor allem aus finanziellen Gründen scheitern seine diesbezüglichen Versuche. Dann gewinnt er jedoch die Unterstützung des lutherischen Landgrafen Philipps von Hessen, bei dem er von 1526-1534 Gastrecht genießt. In Württemberg stößt die habsburgische Herrschaft mehr und mehr auf Widerstand, da die Regierung zwar wirtschaftlich erfolgreich ist, sich aber strikt gegen die lutherischen sect und die zwinglisch, oecolampadisch und dergleichen frembd ketzerisch leeren stellt. 1531 wird der evangelische Schmalkaldische Bund gegründet, während der Schwäbische Bund 1534 nicht mehr verlängert wird. Die Reichsstädte Esslingen, Reutlingen, Heilbronn und Ulm sind protestantisch geworden und hoffen auf einen ebenfalls protestantischen Herrn für Württemberg. Philipp von Hessen bringt in dieser Situation geschickt Ulrich ins Spiel. Am 12. Mai 1534 greift Philipp mit einem hochmodern ausgerüsteten Heer Württemberg an und schon am 15. Mai kann Ulrich wieder in Stuttgart einziehen, muss sein Württemberg aber als österreichisches Afterlehen akzeptieren. Auf Drängen Philipps tritt Herzog Ulrich 1536 dem Schmalkaldischen Bund bei, den er jedoch in seinen Beschlüssen weitgehendst ignoriert. Während sich sein Verhältnis zum Kaiserhaus entspannt, geht der neue alte Herzog nun daran, die Reformation in Württemberg einzuleiten und aus dem katholischen Herzogtum ein evangelisches Land zu machen und das zum Teil auch mit Brachialgewalt. Innerhalb kurzer Zeit werden die Klöster beschlagnahmt, besetzt oder geschleift. Die Kirchenkleinodien werden hastig auf Karren geworfen und mit den anderen Kunstwerken, Silber und Gold zur herzoglichen Rentkasse gefahren. Kein protestantischer Fürst ließ gegen einzelne Widerspenstige so gewalttätig verfahren, wie der Herzog von Württemberg und keiner ergriff mit solcher Hast das zeitliche Gut der Kirche als der Herzog zu Württemberg, schrieb der evangelische Stadtpfarrer Dr. Heyd von Markgröningen über Ulrich, der täglich die Predigt hört, alle Tage ein Stück in der Bibel liest und der darauf besteht, dass auf dem Ärmel jeder Hoflivree die Buchstaben VDMIAE (Verbum Domini Manet In Aeternum = Gottes Wort bleibt ewig ) eingenäht sind.

    1550 ist Ulrich wegen des Bruchs seines Lehensvertrages erneut von einem kaiserlichen Gerichtsverfahren bedroht. Ulrich zieht sich mehr und mehr zurück, vereinsamt und lässt seine Ratgeber und Hofräte oft wochenlang nicht zu sich. Nach einem Aufenthalt in Wildbad überfällt ihn in Böblingen ein heftiges Fieber, von dem er sich nicht mehr erholt. Außer seinen Ärzten, dem Kammerdiener und dem Barbier lässt er niemanden zu sich, auch nicht seinen eilends herbeigeholten Sohn. Am Morgen des 6. November zwischen 5 und 6 Uhr vollendet Ulrich von Württemberg sein irdisches Dasein nach 63 Jahren, 8 Monaten und 26 Tagen. Sein Tod wird geheim gehalten, bis sein Sohn Christoph eingetroffen ist. Am 7. November 1550 wird Herzog Ulrich auf seinen besonderen Wunsch hin neben Eberhard im Bart in der Tübinger Stiftskirche bestattet.

  9. Ulrich von Württemberg - das Blog aus Bebenhausen.de | Der ...

    bebenhausen.wordpress.com/tag/ulrich-von-wurttemberg

    Herzog Ulrich von Württemberg, der vor 500 Jahren lebte, trat zuerst auf beim gestrigen Sommerkonzert im Kloster Bebenhausen und beklagte sich über die Entmachtung durch seine Räte, die ihm sogar seine Hofkapelle und seinen Hofkapellmeister Heinrich von Fink genommen habe.

  10. Haushaltsrede von Ulrich Heinkele (FW) | schwäbische

    www.schwaebische.de/landkreis/landkreis-biberach/...

    Die Haushaltsrede von Ulrich Heinkele (Freie Wähler) zur Verabschiedung des Haushalts 2021 der Stadt Biberach am 17. Dezember 2020 im Wortlaut: