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  1. Volksstaat Württemberg – Wikipedia

    de.wikipedia.org › wiki › Volksstaat_Württemberg

    Württemberg war laut der neuen Verfassung von 1919, welche diejenige des Königreichs von 1819 ersetzte, weiterhin ein Gliedstaat des Deutschen Reiches und besaß nun die Staatsform einer demokratischen Republik, was im Verfassungstext mit den Worten freier Volksstaat umschrieben wurde.

    • Ein Brief kündigte einen Bombenanschlag An
    • Der Bordmechaniker tötete Aus Liebe
    • Oder Waren Es Schüsse Aus einem Gewehr?
    • Manche Glauben An Eine Rakete

    Doch konnte, ja durfte die Lösung wirklich so einfach sein? Immerhin hatte es vor der letzten Atlantikfahrt der „Hindenburg“ warnende Briefe gegeben, zum Beispiel von einer gewissen Kathie Rauch aus Milwaukee. Sie hatte der deutschen Botschaft in Washington geschrieben: „Bitte benachrichtigen Sie die Zeppelin-Gesellschaft, dass der Zeppelin ,Hindenburg’ auf seinem Flug in ein anderes Land durch eine Zeitbombe zerstört werden wird.“ Aber war die Spiritistin Mrs. Rauch wirklich ernst zu nehmen? Briefe wie ihrer gab es fast vor jedem groß angekündigten Flug eines Zeppelins, ebenfalls vor Jungfernfahrten großer Linienschiffe. Von Sabotage waren anfangs auch der Chef der Zeppelin-Reederei, Hugo Eckener, und der überlebende Kapitän Pruss überzeugt. Doch knapp ein halbes Jahr nach der Explosion unterzeichnete Eckener den Untersuchungsbericht der deutschen Kommission, die er geleitet hatte. Darin wurde ein Sabotageakt ausgeschlossen. Pruss blieb dennoch bis an sein Lebensende 1960 überzeugt...

    Vor allem zwei amerikanische Autoren trieben seither die Interpretation voran, die „Hindenburg“ sei von einem gewaltbereiten Nazi-Gegner mittels einer Zeitbombe zerstört worden. Beide, August A. Hoehling und Michael M. Mooney, meinten auch, den Täter identifiziert zu haben: Der überzeugte Katholik Erich Spehl, Bordmechaniker der „Hindenburg“. Er habe eine Zeitbombe neben einer Gaszelle angebracht – an einer besonders unzugänglichen Stelle weit oben im Heck, damit der Sprengsatz nicht entdeckt werde. Spehl habe die Zeitschaltuhr so eingestellt, dass die „Hindenburg“ just zwischen dem planmäßigen Anlegen in Lakehurst und dem Zusteigen der Passagiere für den Rückflug am folgenden Tag explodieren sollte. Doch der heftige Gegenwind und schlechtes Wetter führten zu einer zwölfstündigen Verspätung. Just als die „Hindenburg“ in Lakehurst anlegte, sei die Bombe explodiert. Doch die Geschichte über Spehl hatte Mängel. Gewiss, er war beim Absturz ums Leben gekommen, konnte sich gegen die Unter...

    Außerdem: Eine einzelne Bombe hätte sicher mehrere Gaszellen aufreißen können – aber wäre es dann zu einer so schlagartigen Entzündung gekommen? Erst einmal musste sich ja der Wasserstoff mit der Luft zum extrem zündfähigen Knallgas vermischen. Da aber viele Augenzeugen zuerst ein beinahe lautloses Auflodern sahen und erst zehn bis 15 Sekunden später den Knall einer Explosion hörten, scheidet die Bombentheorie eigentlich aus. Trotzdem wurde Mooneys Buch 1975 zur Grundlage des Katastrophenfilms „Die Hindenburg“. Die Möglichkeit einer Sabotage hatte schon 1937 der deutsche Ermittlungsbericht angesprochen: „Für die Einwirkung von außen auf das Luftschiff kommt ein Schuss mit einem Brandgeschoss in Frage.“ Allerdings hielten die Experten um Eckener das für nicht sehr überzeugend: „Angesichts der zahlreichen anwesenden Menschen und der amerikanischen Absperrung des Geländes erscheinen nur Schüsse, die aus einem geräuschlosen Gewehr inmitten einer Gruppe Eingeweihter aus näherer Entfernun...

    Allerdings ließ die Art des Brandes diese Erklärung unwahrscheinlich erscheinen: „Gegen die Entzündung durch ein Brandgeschoss spricht ferner die Tatsache, dass im Verlauf des Brandes eine heftige Explosion erfolgte. Wie die Erfahrungen mit Fesselballonen während des Weltkrieges gezeigt haben, verbrennen durch ein Brandgeschoss entzündete Ballone jedoch im Allgemeinen ohne eine Explosion, da sich größere Mengen von Knallgas nicht bilden können.“ Die Theorie, ein amerikanischer Nazi-Gegner könnte mit einer selbst gebauten Rakete die „Hindenburg“ in Brand geschossen haben, war nie mehr als Fiktion gewesen: Kein Zeuge hatte eine entsprechende Rauchspur wahrgenommen, und ohnehin waren Raketen im Jahr 1937 nicht treffsicher genug, um aus einigen hundert Metern Entfernung ein Ziel zu treffen, und sei es auch so groß wie die 245 Meter lange LZ-129. Technisches Versagen der Motoren konnte ebenfalls ausgeschlossen werden: Die Abgase wurden durch Luftzufuhr im Auspuff so weit gekühlt, dass si...

    • Kultur
  2. Baden-Württemberg – Heraldik-Wiki

    www.heraldik-wiki.de › wiki › Baden-Württemberg
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    • Geschichte
    • Wappen und Flagge
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    Im Süden grenzt Baden-Württemberg an Bodensee und Hochrhein, im Westen an den Oberrhein. Im Norden zieht sich die Landesgrenze über Odenwald und Tauberland, im Osten über Frankenhöhe und Ries, entlang von Donau und Iller sowie durch das westliche Allgäu. Benachbarte deutsche Länder sind im Osten und Nordosten Bayern, im Norden Hessen und im Nordwesten Rheinland-Pfalz. Im Westen grenzt Baden-Württemberg an die französische Region Elsass. Die Schweizer Grenze im Süden wird von den Kantonen Basel-Stadt, Basel-Land, Aargau, Zürich, Schaffhausen, Thurgau gebildet. Der Kanton St. Gallen ist nur über den Bodensee verbunden. Über den Bodensee ist Baden-Württemberg außerdem mit dem österreichischen Bundesland Vorarlberg verbunden. Mit diesem teilt es - auch weil dort ein ähnlicher schwäbisch-alemannischer Dialekt gesprochen wird - den manchmal umgangssprachlich verwendten Beinamen Ländle. Der geographische Mittelpunkt Baden-Württembergs bei ♁48° 32′ 15,9″ N, 9° 2′ 28,21″ O48.537759.041169 wi...

    Vorgeschichte

    Das Gebiet des heutigen Baden-Württemberg war nachweislich bereits vor mindestens einer halben Million Jahren von Vertretern der Gattung Homo besiedelt. Der bei Mauer gefundene Unterkiefer von Mauer und der bei Steinheim an der Murr entdeckte Homo steinheimensis, die heute beide zur Hominini-Art Homo heidelbergensis eingeordnet werden, zählen mit einem Alter von rund 500.000 beziehungsweise 250.000 Jahren zu den ältesten Funden der Gattung Homoin Europa überhaupt. Bei Kleinkems im Südwesten b...

    Antike

    Seit Cäsars Gallischem Krieg 55 v. Chr. bildete der Rhein im Norden die Ostgrenze des römischen Reiches. Um 15 v. Chr. überschritten die Römer unter Tiberius die Alpen. Die neu gegründete Provinz Raetia erstreckte sich bis an die Donau und umfasste damit auch das heutige Oberschwaben. Der Landweg zwischen Mainz und Augsburg war strategisch sehr wichtig. Um diesen zu verkürzen, bauten die Römer um 73/74 n. Chr. eine Straße durch das Kinzigtal; zum Schutz dieser Straße gründeten sie Rottweil. W...

    Mittelalter

    Im 5. Jahrhundert kam das Gebiet des Herzogtums Alemannien zum Fränkischen Reich. Die Nordgrenze Alemanniens wurde nach Süden verschoben und deckte sich grob mit dem Verlauf der heutigen alemannisch-fränkischen Dialektgrenze. Das nördliche Drittel Baden-Württembergs lag somit im direkten fränkischen Einflussbereich (Bistümer Mainz, Speyer, Worms, Würzburg), die südlichen zwei Drittel verblieben im alemannischen Einflussbereich (Bistümer Konstanz, Augsburg, Straßburg). Im 8. Jahrhundert wurden...

    Das Wappen zeigt drei schreitende Löwen auf goldenem Grund. Dies ist das Wappen der Staufer und Herzöge von Schwaben. Über dem großen Landeswappen befinden sich die sechs Wappen der historischen Landschaften, aus denen oder aus deren Teilen Baden-Württemberg gebildet worden ist. Es sind dies: Vorderösterreich (rot-weiß-rot geteilter Schild), Kurpfalz (steigender Löwe), Württemberg (drei Hirschstangen), Baden (roter Schrägbalken), Hohenzollern (weiß-schwarz geviert) und Franken (drei silberne Spitzen auf rotem Grund). Dabei sind die Wappen Badens und Württembergs etwas größer dargestellt. Schildhalter sind der badische Greif und der württembergische Hirsch. Auf dem kleinen Landeswappen ruht stattdessen eine Blattkrone. Die drei Löwen aus dem Landeswappen sind in abgewandelter Form auch im sogenannten Baden-Württemberg-Signetdargestellt, das von jedermann genehmigungsfrei verwendet werden kann. Die Benutzung des Landeswappens hingegen ist genehmigungspflichtig und grundsätzlich nur de...

    Baden-Württemberg ist seit dem 1. Januar 1973 in vier Regierungsbezirke, zwölf Regionen (mit je einem Regionalverband) sowie 35 Landkreise und neun Stadtkreiseeingeteilt. Siehe auch: Verwaltungsgliederung Badens Siehe auch: Verwaltungsgliederung Württembergs.

    Der Ministerpräsident ist Vorsitzender der Landesregierung von Baden-Württemberg, die aus Ministern und Staatssekretären und ehrenamtlichen Staatsrätenbesteht. Die Ministerpräsidenten seit 1952: Baden-Württemberg ist politisch bürgerlich-konservativ geprägt, die CDU und die FDP/DVP sind in Baden-Württemberg verhältnismäßig stark und haben auch die meisten Regierungen des Landes gestellt. Aus diesem Grund hatte die SPD dort stets einen schweren Stand; ihre Ergebnisse lagen bislang immer unter dem Bundesdurchschnitt. Die CDU ging bisher bei jeder Wahl als stärkste Partei hervor, während das Bundesland für die FDP das bislang einzige darstellt, bei dem sie bei Landtagswahlen noch nie an der 5%-Hürde scheiterte. Seit den 1980er Jahren ist Baden-Württemberg auch eine Hochburg der in Karlsruhe gegründeten Grünen, deren Wahlergebnisse im Land stets über dem Bundesdurchschnitt lagen; ihr erstmaliger Einzug in den Landtag im Jahr 1980 war gleichzeitig der erste in einem Flächenland. Während...

    Baden-Württemberg zählt zu den wirtschaftsstärksten und wettbewerbsfähigsten Regionen Europas. Insbesondere im Bereich der industriellen Hochtechnologie sowie Forschung und Entwicklung gilt Baden-Württemberg als die innovativste Region der EU. Die Forschungsstärke spiegelt sich in den Ausgaben für Forschung und Entwicklung wider, welche 2005 bei 4,2 % des BIP liegen, der höchste Wert unter den EU-Regionen (NUTS 1). Gemessen am BIP gehört Baden-Württemberg zu den wohlhabenderen Regionen der EU mit einem Index von 128,8 (EU27: 100, Deutschland: 115,2) (2005).Die Arbeitslosenquotevon 4,8 % (Februar 2009) ist die niedrigste in Deutschland. Sie ist dabei in den eher ländlich geprägten Regionen traditionell deutlich niedriger als in den Städten. So betrug die Quote im Juni 2008 im Landkreis Biberach lediglich 2,1 %, im Alb-Donaukreis 2,5 % oder im Landkreis Ravensburg 2,6 %, während sie in den Stadtkreisen Freiburg 6,7 %, Pforzheim 7,0 % und Mannheim 7,4 % deutlich höher lag; hinzu kommt,...

    Straßenverkehr

    Die wichtigsten Autobahnen sind in Süd-Nord-Richtung die A 5 (von Basel über Karlsruhe bis Weinheim und weiter Richtung Frankfurt) und die A 81 (von Singen über Stuttgart nach Würzburg). Weiter östlich stellt die A 7, die allerdings nur auf einem relativ kurzen Abschnitt zwischen Ulm und Ellwangen durch baden-württembergisches Gebiet verläuft, eine weitere Süd-Nord-Verbindung dar. In West-Ost-Richtung haben die A 6 (von Mannheim über Heilbronn nach Crailsheim und weiter Richtung Nürnberg) und...

    Schienenverkehr

    Das Schienennetz der Deutschen Bahn im Land umfasst 3.400 Kilometer Strecke, auf denen 6.400 Kilometer Gleise verlegt und 9.500 Weichen eingebaut sind. Rund 1.400 Bahnübergängesind vorhanden. Auf diesem Netz finden täglich 6.500 Zugfahrten statt, die dabei 310.000 Kilometer zurücklegen. Weitere Strecken werden von anderen Eisenbahninfrastrukturunternehmen betrieben; die bedeutendsten sind die Württembergische Eisenbahngesellschaft, die Hohenzollerische Landesbahn und die Karlsruher Albtal-Ver...

    Schifffahrt

    Der Rhein hat bis Basel und der Neckar bis Plochingen den Status von Bundeswasserstraßen. Am Zusammenfluss in Mannheim liegt der Hafen Mannheim, einer der bedeutendsten Binnenhäfen Europas. Weitere große Häfen sind die Rheinhäfen Karlsruhe mit dem größten Ölbinnenhafen Europas, der Hafen Heilbronn und der Hafen in Kehl. Auf den Flüssen wird auch Fahrgastschifffahrt im Ausflugs- und Freizeitverkehr betrieben. Auf dem Bodensee verkehren die Autofähren, Personenschiffe und Ausflugsboote der Weiß...

    Baden-Württemberg beherbergt zwei Stätten des UNESCO-Welterbes, die Klosterinsel Reichenau im Bodensee und die Zisterzienserabtei Kloster Maulbronn. Außerdem hat es Anteil am Obergermanisch-Raetischen Limes, der ebenfalls zum Weltkulturerbe zählt. In der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe wird die Ausgabe C des Nibelungenlieds aufbewahrt. Die drei vollständigen Handschriften aus dem 13. Jahrhundert wurden gemeinsam im Juli 2009 zum UNESCO-Weltdokumentenerbeernannt. Der Barbarastollen ist ein stillgelegter Versorgungsstollen bei Oberried in der Nähe von Freiburg im Breisgau. Als einziges Objekt in Deutschland unterliegt der Barbarastollen dem Sonderschutz nach den Regeln der Haager Konvention zum Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten. Er dient seit 1975 als Zentraler Bergungsort der Bundesrepublik Deutschland zur Lagerung von fotografisch archivierten Dokumenten mit hoher national- oder kulturhistorischer Bedeutung. In Europa ist er das größte Archiv zur Langzeitarchiv...

    Die baden-württembergischen Hochschulen gehören zu den renommiertesten in Deutschland. In einem Uni-Ranking des Magazins FOCUS (2005) wurden sechs baden-württembergische Universitäten unter die besten zehn eingestuft. In Heidelberg befindet sich die älteste Universität in Deutschland; außerdem gibt es noch Universitäten in Freiburg, Konstanz, Mannheim, Stuttgart, Tübingen, Stuttgart-Hohenheim, Ulm sowie in Nachfolge der Universität Karlsruhe das Karlsruher Institut für Technologie. 2006 wurde die ehemalige Universität Karlsruhe bei der Exzellenzinitiativedes Bundes und der Länder als eine von bundesweit drei zu fördernden Universitäten mit „Zukunftskonzepten“ ausgewählt. In der zweiten Runde der Exzellenzinitiative folgten 2007 die Universitäten Heidelberg, Konstanz und Freiburg als zu fördernde Hochschulen der Universität Karlsruhe in den exklusiven Kreis der „Eliteuniversitäten“ nach, sodass nunmehr vier von insgesamt neun der durch die Exzellenzinitiative geförderten deutschen Un...

    Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden.Hrsg. von der Landesarchivdirektion Baden-Württemberg. 8 Bände. Kohlhammer, Stuttgart 1974–1983
    Christoph Borcherdt (Hrsg.): Geographische Landeskunde von Baden-Württemberg. 3. Auflage. Kohlhammer, Stuttgart 1993 (Schriften zur politischen Landeskunde Baden-Württembergs. Band 8)
    Hans Gebhardt (Hrsg.): Geographie Baden-Württembergs. Raum, Entwicklung, Regionen. Kohlhammer, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-17-019427-4 (Schriften zur politischen Landeskunde Baden-Württembergs. Band...
    • 301 Einwohner pro km²
    • 35.751,46 km²
    • 10.750.794 (30. September 2009)
    • DE-BW
  3. People also ask

    Wie entstand der Volksstaat Württemberg?

    Wie groß war die Außengrenze in Württemberg?

    Wie verloren die Sozialdemokraten in Württemberg ihren Einfluss auf die Regierung?

  4. Baden-Württemberg – Wikipedia

    de.wikipedia.org › wiki › DE-BW

    Gemessen am Bruttoinlandsprodukt, das 2016 rund 476,76 Milliarden Euro betrug, gehört Baden-Württemberg zu den wohlhabenderen Regionen der EU mit einem Index von 144 (EU-28: 100, Deutschland: 126) (2014). Nach Hamburg und Bayern belegt Baden-Württemberg den dritten Platz im Kaufkraftvergleich 2016 mit 23.368 Euro pro Einwohner.

    • 35.751,46 km²
    • Deutsch
  5. Claus Schenk Graf von Stauffenberg – Wikipedia

    www.wikipedia.org › wiki › de:Claus_Schenk_Graf_von
    • Kindheit und Jugend
    • Werdegang in Der Reichswehr
    • Ehe und Nachkommen
    • Zeit Des Nationalsozialismus
    • Zweiter Weltkrieg
    • Nachleben
    • Film
    • Bühnenstück
    • Literatur
    • Weblinks

    Claus Philipp Maria Schenk Graf von Stauffenberg wurde am 15. November 1907 auf Schloss Jettingen im bayerischen Jettingen geboren; sein Zwillingsbruder Konrad Maria verstarb bereits am nächsten Tag. Er war der jüngste Sohn von Alfred Schenk Graf von Stauffenberg (1860–1936) und dessen Ehefrau Caroline geb. Gräfin von Üxküll-Gyllenband (1875–1957). Die Ahnenreihe des schwäbisch-fränkischen Adelsgeschlechts der Grafen Stauffenberg ist bis ins 13. Jahrhundert urkundlich nachweisbar, der Grundbesitz befand sich im bayerischen Schwaben, Württemberg und in Oberfranken. Die Mutter entstammte der alten deutsch-baltischen Familie Üxküll-Gyllenband, der bedeutende preußische Heeresreformer August Neidhardt von Gneisenauzählte zu ihren Vorfahren. Der Vater diente dem württembergischen König Wilhelm II. als Oberhofmarschall, die Mutter war Hofdame und Gesellschafterin der Königin. Aus diesem Grund lebte Stauffenberg an der Seite seiner zwei Jahre älteren Zwillingsbrüder Berthold und Alexander...

    Am 1. April 1926 trat Stauffenberg als Fahnenjunker in das traditionsreiche 17. Bayerische Reiter-Regiment in Bamberg ein. Die Entscheidung für eine Laufbahn in der Reichswehr begründete er später mit seinem Tatendrang sowie dem Wunsch, dem Staat zu dienen.Angesichts der militärischen Tradition der Familie wurde der Eintritt insbesondere vom Vater günstig aufgenommen und befürwortet. Stauffenberg diente zunächst in Bamberg, ehe er zwischen Oktober 1927 und August 1928 einen zehnmonatigen Fahnenjunker-Lehrgang an der Infanterieschule der Reichswehr in Dresden-Albertstadt belegte, den alle Offiziersanwärter sämtlicher Truppengattungen zu absolvieren hatten. Diesen schloss er am 1. August 1928 als Fähnrich ab und er wechselte umgehend an die Kavallerieschule der Reichswehr nach Hannover. Auch der dortige Lehrgang war für Offiziersanwärter verpflichtend. Die abschließende Offiziersprüfung schloss Stauffenberg als Sechstbester seines Jahrgangs und zugleich als Jahrgangsbester der Kavalle...

    Am 26. September 1933 heiratete er in Bamberg seine langjährige Verlobte Nina Freiin von Lerchenfeld. Ihr Vater hatte in kaiserlich konsularischem Dienst gestanden, und die Familie Lerchenfeld gehörte zum altbayerischen Uradel. Aus der Ehe gingen fünf Kinder hervor: 1. Berthold Maria (* 3. Juli 1934), später Generalmajor der Bundeswehr ⚭ Mechthild Gräfin von Bentzel-Sturmfeder-Horneck 2. Heimeran (* 9. Juli 1936; † 20. Oktober 2020) 3. Franz-Ludwig (* 4. Mai 1938), Mitglied des Europäischen Parlaments (CSU) ⚭ Elisabeth Freiin von und zu Guttenberg 4. Valerie (* 15. November 1940; † 4. Juni 1966) ⚭ Heino von L'Estocq 5. Konstanze(* 27. Januar 1945) ⚭ Dietrich von Schulthess-Rechberg Zuletzt lebte Nina in der Nähe von Bamberg und engagierte sich sehr für das alte Bamberg. Sie verstarb am 2. April 2006 im Alter von 92 Jahren in Kirchlauterbei Bamberg.

    Nach dem Tod des Reichspräsidenten Paul von Hindenburg leistete die Reichswehr am 2. August 1934 den Führereid auf die Person Adolf Hitlers. Die machtpolitische Konzentration auf einen „Führer und Reichskanzler“ entsprach grundsätzlich Stauffenbergs Verständnis von der herausragenden Rolle des Individuums in der Geschichte. Ab dem 1. September 1934 folgte für Stauffenberg eine zweijährige Verwendung als Bereiter-Offizier an der Kavallerieschule in Hannover, die vornehmlich unter sportlichen Gesichtspunkten Erfüllung brachten. Neben seiner Ausbildungsverantwortung zeigte sich seine überdurchschnittliche Befähigung als Reiter und er erzielte hervorragende Ergebnisse in Dressur- und Military-Wettkämpfen. Am 1. Oktober 1936 gehörte Stauffenberg zu den ersten 100 Offizieren, die zur Generalstabsausbildung an die Kriegsakademie nach Berlin-Moabit abkommandiert wurden. Die von Hitler betriebene Aufrüstung der Wehrmacht erhöhte den Bedarf an Generalstabsoffizieren und die Ausbildung war mit...

    Überfall auf Polen

    Im August 1939 erfolgte die Mobilmachung und Verlegung der 1. Leichten Division nach Schlesien. Dort unterstand sie als Teil der Heeresgruppe Süd der 10. Armee unter General der Artillerie Walter von Reichenau, die mit ihren motorisierten Verbänden den Hauptangriff auf die polnische Hauptstadt Warschau führen sollte. Den folgenden Kriegsausbruch am 1. September 1939 empfand der Berufssoldat Stauffenberg als „Erlösung“ und er marschierte mit seiner Division im Südwesten Polens ein. Nach der Be...

    Westfeldzug

    Im Westen verharrte die Front zunächst in der passiven Phase des Sitzkrieges. Das Oberkommando des Heeres unter Walther von Brauchitsch und seinem Generalstabschef Franz Halder hielt den von Hitler angekündigten militärischen Konflikt mit den Westalliierten für nicht vertretbar. Sie näherten sich der militärischen Opposition vorübergehend an und erklärten sich um die Jahreswende 1939/40 bereit, Hitler zu verhaften, sobald er den Angriffsbefehl geben würde. Peter Graf Yorck von Wartenburg und...

    Im Oberkommando des Heeres

    Im Dezember 1941 hieß von Stauffenberg die Vereinheitlichung der Befehlsgewalt des Oberbefehlshabers des Heeres und des Obersten Befehlshabers der Wehrmacht in Hitlers Händen gut. Seine Beförderung zum Major i. G. erging im April 1941. Als Gruppenleiter der Gruppe II der Organisationsabteilung im Oberkommando des Heeres gehörte er zu den maßgebenden Offizieren, die bewusst auf einen Wandel der Politik in den besetzten Gebieten hinarbeiteten. Besonders im Zusammenhang mit der Kampfführung der...

    Im Zusammenhang mit dem Attentat kam es zu zahlreichen postumen Ehrungen: Gedenktafeln befinden sich unter anderem in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand im Bendlerblock in Berlin (seit 1960), in der Lönsstraße in Wuppertal (seit 1984) und im Bamberger Dom. In mehreren deutschen Städten gibt es nach Graf von Stauffenberg benannte Straßen oder Plätze. Am 20. Juli 1955 wurde die bisherige Bendlerstraße am Bendlerblock in Stauffenbergstraße umbenannt. Die Kaserne der Bundeswehr in Sigmaringen trägt seit dem 20. Juli 1961 den Namen Graf-Stauffenberg-Kaserne. 1964 wurde auf ihrem Gelände ein Gedenkstein zur Erinnerung an von Stauffenberg enthüllt. Um trotz Schließung der Kaserne in Sigmaringen den Namen zu erhalten, wurde die Albertstadt-Kaserne in Dresden 2013 in Graf-Stauffenberg-Kaserneumbenannt. Die Deutsche Bundespost widmete 1964 von Stauffenberg zum 20. Jahrestag des Attentats eine von E. und Gerd Aretz gestaltete Briefmarke aus einem Block. Eine Briefmarke aus der Serie Aufrech...

    Von Stauffenberg wurde im Film unter anderem von folgenden Schauspielern dargestellt: 1. Bernhard Wicki in Es geschah am 20. Juli(1955) 2. Wolfgang Preiss in Der 20. Juli(1955) 3. Gérard Buhr in Die Nacht der Generale(1967) 4. Alfred Struwe in Befreiung – Teil 3: Die Hauptstoßrichtung(1969) 5. Horst Naumann in Claus Graf Stauffenberg(1970) 6. Joachim Hansen in Operation Walküre(1971) 7. Brad Davis in Stauffenberg – Verschwörung gegen Hitler(1990) 8. Harald Schrott in Die Stunde der Offiziere(2004) 9. Sebastian Koch in Stauffenberg(2004) 10. Tom Cruise in Operation Walküre – Das Stauffenberg-Attentat(2008) 11. Peter Becker in Stauffenberg – Die wahre Geschichte(2009) 12. Oscar Beregi Jr. in Ein Käfig voller Helden.(Staffel 2, Folge 4). General Stauffen besucht das Stalag 13, um dort den Sprengstoff für das Attentat auf Hitler in Empfang zu nehmen.

    David Sternbach: Stauffenberg – Die Tragödie des 20. Juli 1944. Stauffenberg heute – Wege aus der Ohnmacht. (Nicht mehr online verfügbar.) In: www.stauffenberg-heute.de. Dieve Verlag, archiviert vo...

    Bücher

    1. Sophie von Bechtolsheim: Stauffenberg. Mein Großvater war kein Attentäter. Herder, Freiburg/ Basel/ Wien 2019, ISBN 978-3-451-07217-8. 2. Ursula Brekle: Familie Stauffenberg – Hitlers Rache. Bertuch, Weimar 2018, ISBN 978-3-86397-097-0. 3. Ulrich Cartarius: Opposition gegen Hitler: Bilder Texte, Dokumente. Neuausgabe. Siedler, Berlin 1994, ISBN 3-88680-523-9(Gesamtdarstellung des Widerstands). 4. Marion Gräfin Dönhoff: Um der Ehre Willen. Erinnerungen an die Freunde vom 20. Juli. Siedler,...

    Artikel

    1. Micha Brumlik: Die Ikonisierung Stauffenbergs. In: Blätter für deutsche und internationale Politik.Ausgabe 10/2007, S. 1209–1220. 2. Richard J. Evans: Sein wahres Gesicht. In: Süddeutsche Zeitung, Magazin, Nr. 4/2009. 3. Eberhard Fritz: Claus Schenk Graf von Stauffenberg und die Herzöge von Württemberg. Überlegungen zu den Motiven des Attentats vom 20. Juli 1944. In: Zeitschrift für Hohenzollerische Geschichte.Bd. 47, 2012, S. 225–261. 4. Christian Hartmann: Claus Philipp Maria Graf Schenk...

    Literatur von und über Claus Schenk Graf von Stauffenberg im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
    Werke von und über Claus Schenk Graf von Stauffenberg in der Deutschen Digitalen Bibliothek
    Susanne Eckelmann: Claus Schenk Graf von Stauffenberg, Biografie auf der Internetseite von DHM/LeMO, August 1999
    Kurzbiografie der Gedenkstätte Deutscher Widerstand
  6. die Geschichte der Johanniter in Baden-Württemberg

    www.johanniter.de › johanniterorden

    1793 Prinz Friedrich von Württemberg, mütterlicherseits ein Neffe des Herrenmeisters der Balley Brandenburg, Prinz August Ferdinand von Preußen, wird in der Balleykirche zu Sonnenburg (Neumark) zum Ritter des Johanniterordens geschlagen. Er bleibt dem Orden auch als Herzog (1797–1803), Kurfürst (1803–1806) und König (1806 –1816 ...

  7. ItihaUmtenewImw - d-nb.info

    d-nb.info › 850747171 › 04

    Graf Adelbert Baudissin, Von Möwenpreis und Möwenkönig . 75 Der Magistrat der Stadt Schleswig an den Generalfeldmarschall von Hindenburg 77 Der General-Feldmarschall v. Hindenburg an den Magistrat der Stadt Schleswig 78 N.N., Oh, diese Möweneier! Eine Schleswiger Eierspezialität . 78 August Clausen, Peter Jünks Reise mit der Silbermöwe nach

  8. Tannenberg: Der wahre Ort der Riesenschlacht - WELT

    www.welt.de › geschichte › article179018906

    Jul 09, 2018 · Der Sieg von Polen und Litauern über den Deutschen Orden bei Tannenberg 1410 zählt zu den Nationalmythen Polens. Neueste Ausgrabungen zeigen: Die Kämpfe fanden an einem anderen Ort statt.

  9. Über die Familie - Familie von Pentz

    vonpentz.de › pentz-adelsgeschlecht
    • Geschichte
    • Wappen
    • Bekannte Familienmitglieder

    Familienverband der Herren und Freiherren von Pentz

    Bereits im Jahre 1898 wurde ein Familienverband gegründet, der 1905 beim Amtsgericht Güstrow registriert und nach dem Krieg wieder gegründet wurde und beim Amtsgericht Bremen 1968 als e.V. eingetragen wurde. Es werden nach Bedarf Familientage abgehalten, zuletzt 2019 in Gremmelin / Mecklenburg, anläßlich der ersten urkundichen Erwähnung von Walter v. Pentz im Jahre 1219 vor 800 Jahren.

    Standeserhebungen

    Der aus der Linie Redefin-Warlitz kommende Christian von Pentz s. a. Christian Graf v. Pentz auf Neudorf, königlich dänischer Amtmann und Gouverneur von Glückstadt, wurde am 2. Juni 1636 zu Linz in den Reichsgrafenstand erhoben. Er erhielt am 27. September 1638 zu Brandeis eine Bestätigung des Reichsgrafenstandes mit einer Wappenbesserung. Bereits mit seinem Tod 1651 erlosch die reichsgräfliche Linie. Aus der Linie Volzrade-Gremmelin stammte Friedrich von Pentz (1843–1902), Fideikommissherr a...

    Besitzungen

    Die überwiegende Mehrzahl der Güter der Familie lag in Mecklenburg. Im Landeshauptarchiv Schwerinsind über die Jahrhunderte insgesamt über 170 Besitzungen der Pentze verzeichnet, manche verblieben über Jahrhunderte, andere wiederum nur für wenige Jahrzehnte im Eigentum der Familie. Einige der Betriebe finden sich allerdings auch in Sachsen und Dänemark. Nachstehend ein Auszug der bedeutendsten Besitzungen: 1. Volzrade (1363 bis 1945) 2. Bandekow (1363–1599) 3. Banzin (1652–1664) 4. Benz (1363...

    Das Stammwappen zeigt in Silber einen stehenden, rot bezungten, hersehenden roten Löwen, der mit vierzehn goldenen Kugeln belegt ist. Auf dem gekrönten Helm mit rot-silbernen Deckenvier rechtwinklig verschränkte, je mit einem natürlichen Pfauenspiegel besteckte rote Stäbe.

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