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  1. Parlamentarisches Regierungssystem – Wikipedia

    de.wikipedia.org › wiki › Parlamentarische
    • Begriffliche und Institutionelle Entwicklung
    • Konfiguration Des Parlamentarischen Systems
    • Parlamentarische Republik
    • Parlamentarische Monarchie
    • Die Rolle Des Parlaments
    • Literatur
    • Einzelnachweise

    Der Ausdruck „Parlament“ stammt von dem altfranzösischen Wort „parlement“ – sprechen, sich unterhalten – ab; als Bezeichnung für die Reichsversammlungen der fränkischen Könige tritt er erstmals im 12. Jahrhundert auf. Im England des 13. Jahrhunderts wurde als „parliamentum“ die Unterredung des Königs mit den Ständen bezeichnet, die den Ursprung des heutigen Parlamentarismusbildet. Erst ab Mitte des 19. Jahrhunderts verbreitet sich das Wort auch in Deutschland, steht aber nach wie vor in gewisser Konkurrenz zu Begriffen wie „Tag“ oder „Versammlung“ (Bundestag, Landtag). Unter der Herrschaft von König Alfons IX. wurden die „Cortes“ des Jahres 1188 in der Stadt León gehalten. Dies war das erste europäische Parlament (spanisch Cortes, Ständeversammlung) mit der Beteiligung des dritten Etats (der Bourgeoisie der Städte). In diesem Parlament wurden die Unverletzlichkeit der Privatwohnung und die Unverletzlichkeit der Post anerkannt, sowie die Notwendigkeit für den König, das Parlament ein...

    Je nach Herangehensweise haben verschiedene Autoren zu unterschiedlichen Zeiten versucht, parlamentarische Systeme zu beschreiben. Der Politikwissenschaftler Klaus von Beymestellt folgenden Katalog auf: 1. Eine enge Verbindung zwischen Exekutive und Legislative, verbunden mit der Kompatibilität von Abgeordnetenmandat und Ministeramt (fehlt aber z. B. in Luxemburg oder den Niederlanden). 2. Premierminister und übrige Minister stammen in der Regel aus dem Parlament; einzelne Ressorts (Außen-, Verteidigungs- und technisches Ministeramt) hatten dabei lange die Tendenz, Experten von außerhalb anzuziehen. 3. Die Regierung muss zurücktreten („demissionieren“), wenn die Parlamentsmehrheit ihr das Vertrauen entzieht (politische oder parlamentarische Ministerverantwortlichkeit); meist entwickelte sich ein Misstrauensvotum, sonst auch Vertrauensfrageder Regierung, oder feindliche Abstimmung/Budgetverweigerung des Parlaments. 4. Das Parlament hat das Recht, durch Interpellationen (förmliche Anf...

    Der Begriff parlamentarische Republik bezieht sich oft auf die republikanische Form des parlamentarischen Regierungssystems. Teilweise wird sie aber auch zur allgemeinen Klassifikation einer (semipräsidentiellen) Republik mit relevantem Parlament verwendet. Im ersteren Fall bestehen die Aufgaben des Staatsoberhaupts, welches kein Monarch ist, sondern durch eine Wahl bestimmt wird, vor allem in der Repräsentation des Staates nach innen und außen. Neben der starken Stellung des Regierungschefs ist ebenfalls kennzeichnend, dass der Ministerpräsident vom Parlament gewählt wird und die Minister seines Kabinetts bestimmt. Die Regierung ist im Gegensatz zum Präsidialsystem unmittelbar vom Vertrauen des Parlaments abhängig. Das dieser Machtverteilungzugrundeliegende Prinzip ist der Parlamentarismus. Da das Konzept der parlamentarischen Republik heterogen ist, genügt kein Blick in entsprechende Gesetzestexte. Die Kompetenzverteilung wird maßgeblich vom Durchsetzungsvermögender Einzelpersonen...

    Innerhalb der monarchischen Form des parlamentarischen Regierungssystems kann der Monarch nicht tonangebend sein, da ihm dazu die obligatorische demokratische Legitimation fehlt. Stattdessen übernimmt er weitestgehend repräsentative Funktionen. Selbst in Monarchien, deren Gesetze dem Monarchen darüber weit hinausgehende Kompetenzen gewährleisten, nimmt er diese kaum noch wahr. Dominant ist hier der vom Parlament gewählte Regierungschef. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von einer Parlamentarischen Monarchie.

    Es ist ein bekanntes Paradoxon, dass gerade in parlamentarischen Systemen das Parlament über wenig Handlungsspielraum verfügt. Die folgende Untergliederung soll diesen Umstand erläutern: Arbeitsparlament 1. Von Arbeitsparlamenten spricht man dann, wenn das Parlament neben dem Beschluss von Gesetzen auch wesentlich an deren Ausarbeitung und Einbringung in die parlamentarische Debatte beteiligt ist. Dafür bedient sich das Parlament seiner Ausschüsse. Redeparlament 1. Ist das Parlament funktional auf Gesetzesbeschlüsse beschränkt und überlässt die Arbeit weitgehend der Regierung, spricht man vom Redeparlament. Gerade dieser Typus ist in parlamentarischen Demokratien häufig vorzufinden. Da gerade durch die Abhängigkeit der Regierung vom Parlament eine starke Fraktionsdisziplin vorherrscht, ist das Parlament in seiner Fähigkeit beschränkt, gegen die Regierung zu arbeiten. Diese verfügt schließlich über eine Mehrheit im Parlament und hat somit in der Regel mit keiner starken parlamentaris...

    Ernst Fraenkel, Karl-Dietrich Bracher (Hrsg.): Staat und Politik, Das Fischer Lexikon, Bd. 2, Frankfurt am Main 1964.
    John Keane (australischer Politikwissenschaftler, WZB Berlin): The Life and Death of Democracy, London 2009.

    ↑ The Decreta of León of 1188 – The oldest documentary manifestation of the European parliamentary system. UNESCO Memory of the World. 2013. Abgerufen am 21. Mai 2016.

  2. Parlamentarische Republik - Wiki

    deutsch-wiki.ru › wiki › Parlamentarische_Republik

    Die Absetzbarkeit der Regierung durch das Parlament: Die Funktion der Regierungskontrolle kommt in parlamentarischen Systemen vornehmlich dadurch zum Ausdruck, dass das Parlament befähigt ist, die Regierung aus politischen Gründen abzusetzen. Dies erfolgt durch das so genannte „Misstrauensvotum“, das die Regierung zum Abdanken ...

  3. People also ask

    Was ist ein parlamentarisches Regierungssystem?

    Was ist die Regierungsmehrheit im Parlament?

    Wie ist die Bekleidung im parlamentarischen System zulässig?

  4. Wikizero - Parlamentarisches Regierungssystem

    www.wikizero.com › de › Parlamentarisches

    Die Absetzbarkeit der Regierung durch das Parlament: Die Funktion der Regierungskontrolle kommt in parlamentarischen Systemen vornehmlich dadurch zum Ausdruck, dass das Parlament befähigt ist, die Regierung aus politischen Gründen abzusetzen. Dies erfolgt durch das so genannte „Misstrauensvotum“, das die Regierung zum Abdanken ...

  5. Parlamentarisches Regierungssystem - de.LinkFang.org

    de.linkfang.org › wiki › Parlamentarisches
    • Inhaltsverzeichnis
    • Begriffliche und Institutionelle Entwicklung
    • Konfiguration Des Parlamentarischen Systems
    • Parlamentarische Republik
    • Parlamentarische Monarchie
    • Die Rolle Des Parlaments
    • Literatur
    • Einzelnachweise
    1 Begriffliche und institutionelle Entwicklung
    2 Konfiguration des parlamentarischen Systems
    3 Parlamentarische Republik
    4 Parlamentarische Monarchie

    Der Ausdruck „Parlament“ stammt von dem altfranzösischen Wort „parlement“ – sprechen, sich unterhalten – ab; als Bezeichnung für die Reichsversammlungen der fränkischen Könige tritt er erstmals im 12. Jahrhundert auf. Im England des 13. Jahrhunderts wurde als „parliamentum“ die Unterredung des Königs mit den Ständen bezeichnet, die den Ursprung des heutigen Parlamentarismusbildet. Erst ab Mitte des 19. Jahrhunderts verbreitet sich das Wort auch in Deutschland, steht aber nach wie vor in gewisser Konkurrenz zu Begriffen wie „Tag“ oder „Versammlung“ (Bundestag, Landtag). Unter der Herrschaft von König Alfons IX. wurden die „Cortes“ des Jahres 1188 in der Stadt León gehalten. Dies war das erste europäische Parlament (spanisch Cortes, Ständeversammlung) mit der Beteiligung des dritten Etats (der Bourgeoisie der Städte). In diesem Parlament wurden die Unverletzlichkeit der Privatwohnung und die Unverletzlichkeit der Post anerkannt, sowie die Notwendigkeit für den König, das Parlament ein...

    Je nach Herangehensweise haben verschiedene Autoren zu unterschiedlichen Zeiten versucht, parlamentarische Systeme zu beschreiben. Der Politikwissenschaftler Klaus von Beymestellt folgenden Katalog auf: 1. Eine enge Verbindung zwischen Exekutive und Legislative, verbunden mit der Kompatibilität von Abgeordnetenmandat und Ministeramt (fehlt aber z. B. in Luxemburg oder den Niederlanden). 2. Premierminister und übrige Minister stammen in der Regel aus dem Parlament; einzelne Ressorts (Außen-, Verteidigungs- und technisches Ministeramt) hatten dabei lange die Tendenz, Experten von außerhalb anzuziehen. 3. Die Regierung muss zurücktreten („demissionieren“), wenn die Parlamentsmehrheit ihr das Vertrauen entzieht (politische oder parlamentarische Ministerverantwortlichkeit); meist entwickelte sich ein Misstrauensvotum, sonst auch Vertrauensfrageder Regierung, oder feindliche Abstimmung/Budgetverweigerung des Parlaments. 4. Das Parlament hat das Recht, durch Interpellationen (förmliche Anf...

    Der Begriff parlamentarische Republik bezieht sich oft auf die republikanische Form des parlamentarischen Regierungssystems. Teilweise wird sie aber auch zur allgemeinen Klassifikation einer (semipräsidentiellen) Republik mit relevantem Parlament verwendet. Im ersteren Fall bestehen die Aufgaben des Staatsoberhaupts, welches kein Monarch ist, sondern durch eine Wahl bestimmt wird, vor allem in der Repräsentation des Staates nach innen und außen. Neben der starken Stellung des Regierungschefs ist ebenfalls kennzeichnend, dass der Ministerpräsident vom Parlament gewählt wird und die Minister seines Kabinetts bestimmt. Die Regierung ist im Gegensatz zum Präsidialsystem unmittelbar vom Vertrauen des Parlaments abhängig. Das dieser Machtverteilungzugrundeliegende Prinzip ist der Parlamentarismus. Da das Konzept der parlamentarischen Republik heterogen ist, genügt kein Blick in entsprechende Gesetzestexte. Die Kompetenzverteilung wird maßgeblich vom Durchsetzungsvermögender Einzelpersonen...

    Innerhalb der monarchischen Form des parlamentarischen Regierungssystems kann der Monarch nicht tonangebend sein, da ihm dazu die obligatorische demokratische Legitimation fehlt. Stattdessen übernimmt er weitestgehend repräsentative Funktionen. Selbst in Monarchien, deren Gesetze dem Monarchen darüber weit hinausgehende Kompetenzen gewährleisten, nimmt er diese kaum noch wahr. Dominant ist hier der vom Parlament gewählte Regierungschef. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von einer Parlamentarischen Monarchie.

    Es ist ein bekanntes Paradoxon, dass gerade in parlamentarischen Systemen das Parlament über wenig Handlungsspielraum verfügt. Die folgende Untergliederung soll diesen Umstand erläutern: Arbeitsparlament 1. Von Arbeitsparlamenten spricht man dann, wenn das Parlament neben dem Beschluss von Gesetzen auch wesentlich an deren Ausarbeitung und Einbringung in die parlamentarische Debatte beteiligt ist. Dafür bedient sich das Parlament seiner Ausschüsse. Redeparlament 1. Ist das Parlament funktional auf Gesetzesbeschlüsse beschränkt und überlässt die Arbeit weitgehend der Regierung, spricht man vom Redeparlament. Gerade dieser Typus ist in parlamentarischen Demokratien häufig vorzufinden. Da gerade durch die Abhängigkeit der Regierung vom Parlament eine starke Fraktionsdisziplin vorherrscht, ist das Parlament in seiner Fähigkeit beschränkt, gegen die Regierung zu arbeiten. Diese verfügt schließlich über eine Mehrheit im Parlament und hat somit in der Regel mit keiner starken parlamentaris...

    Ernst Fraenkel, Karl-Dietrich Bracher (Hrsg.): Staat und Politik, Das Fischer Lexikon, Bd. 2, Frankfurt am Main 1964.
    John Keane (australischer Politikwissenschaftler, WZB Berlin): The Life and Death of Democracy, London 2009.

    ↑ The Decreta of León of 1188 – The oldest documentary manifestation of the European parliamentary system . UNESCO Memory of the World. 2013. Abgerufen am 21. Mai 2016.

  6. Parlamentarisches Regierungssystem – Jewiki

    www.jewiki.net › wiki › Parlamentarisches

    Die Absetzbarkeit der Regierung durch das Parlament Die Funktion der Regierungskontrolle kommt in parlamentarischen Systemen vornehmlich dadurch zum Ausdruck, dass das Parlament befähigt ist, die Regierung aus politischen Gründen abzusetzen.

  7. Parlamentarisches Regierungssystem : definition of ...

    dictionary.sensagent.com › Parlamentarisches
    • Begriffliche und Institutionelle Entwicklung
    • Konfiguration Des Parlamentarischen Systems
    • Parlamentarische Republik
    • Parlamentarische Monarchie
    • Die Rolle Des Parlaments
    • Literatur

    Begrifflich stammt „Parlament“ vom altfranzösischen Wort „parlement“ – sprechen, sich unterhalten – ab; der französische Begriff taucht erstmals im 12. Jahrhundert auf als Bezeichnung für die Reichsversammlungen der fränkischen Könige. Im England des 13. Jahrhunderts wurde die Unterredung des Königs mit den Ständen als „parliamentum“ bezeichnet, welche den Ursprung des heutigen Parlamentarismusbildet. Erst ab Mitte des 19. Jahrhunderts verbreitet sich der Begriff auch in Deutschland, steht aber nach wie vor in gewisser Konkurrenz zu Begriffen wie „Tag“ oder „Versammlung“ (Bundestag, Landtag). Als Ursprungsland des Parlamentarismus wird gemeinhin das englische System erachtet, welche auf eine kontinuierliche, fast 1000 jährige relativ ungebrochene Evolution von politischen Institutionen hin zu dem heutigen System aufweist. Aus den königlichen Beratern entwickelte sich mit der Ausbildung des englischen Feudalsystems der „Rat des Königs“ (curia regis), der sich nach und nach ein Mitspr...

    Je nach Herangehensweise haben verschiedene Autoren zu unterschiedlichen Zeiten versucht, parlamentarische Systeme zu beschreiben bzw. zu umschreiben. Der Politikwissenschaftler Klaus von Beyme stellt folgenden Katalog auf: 1. Eine enge Verbindung zwischen Exekutive und Legislative, verbunden mit der Kompatibilität von Abgeordnetenmandat und Ministeramt (fehlt aber z. B. in Luxemburg, französische Fünfte Republik, Niederlande). 2. Premierminister und übrige Minister stammen in der Regel aus dem Parlament; einzelne Ressorts (Außen-, Verteidigungs- und technisches Ministeramt) hatten dabei lange die Tendenz, Fachleute von außerhalb anzuziehen. 3. Die Regierung muss zurücktreten (demissionieren), wenn die Parlamentsmehrheit ihr das Vertrauen entzieht (politische oder parlamentarische Ministerverantwortlichkeit); meist entwickelte sich ein Misstrauensvotum, sonst auch Vertrauensfrage der Regierung, oder feindliche Abstimmung/Budgetverweigerung des Parlaments. 4. Das Parlament hat das Re...

    In der republikanischen Form des parlamentarischen Regierungssystems (auch parlamentarische Republik genannt) bestehen die Aufgaben des Staatsoberhauptes, welches kein Monarch ist, sondern durch eine Wahl bestimmt wird, vor allem in der Repräsentation des Staates nach innen und außen. Neben der starken Stellung des Regierungschefs ist ebenfalls kennzeichnend, dass der Ministerpräsident vom Parlament gewählt wird und die Minister seines Kabinetts bestimmt. Die Regierung ist im Gegensatz zum Präsidialsystem unmittelbar vom Vertrauen des Parlament abhängig. Das dieser Machtverteilungzugrundeliegende Prinzip ist der Parlamentarismus. Da das Konzept der parlamentarische Republik heterogen ist, genügt kein Blick in entsprechende Gesetzestexte. Die Kompetenzverteilung wird maßgeblich vom Durchsetzungsvermögen der Einzelpersonen in politischen Ämtern bestimmt. Dementsprechend gibt es folgende Kategorien: Exekutivkooperation 1. Es handelt sich um eine Gleichverteilung des Einflusses zwischen...

    Innerhalb der monarchischen Form des parlamentarischen Regierungssystems kann der Monarch nicht tonangebend sein, da ihm dazu die obligatorische demokratische Legitimation fehlt. Stattdessen übernimmt er weitestgehend repräsentative Funktionen. Selbst in Monarchien, deren Gesetze dem Monarchen darüber weit hinausgehende Kompetenzen gewährleisten, nimmt er diese kaum noch wahr. Dominant ist hier der vom Parlament gewählte Regierungschef. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von einer Parlamentarischen Monarchie.

    Es ist ein bekanntes Paradoxon, dass gerade in parlamentarischen Demokratien das Parlament über wenig Handlungsspielraum verfügt. Die folgende Untergliederung soll diesen Umstand erläutern. Arbeitsparlament 1. Von Arbeitsparlamenten spricht man dann, wenn das Parlament neben dem Beschluss von Gesetzen auch wesentlich an deren Ausarbeitung und Einbringung in die parlamentarische Debatte beteiligt ist. Dafür bedient sich das Parlament seiner Ausschüsse. Redeparlament 1. Ist das Parlament funktional auf Gesetzesbeschlüsse beschränkt und überlässt die Arbeit weitgehend der Regierung, spricht man vom Redeparlament. Gerade dieser Typus ist in parlamentarischen Demokratien häufig vorzufinden. Da gerade durch die Abhängigkeit der Regierung vom Parlament eine starke Fraktionsdisziplin vorherrscht, ist das Parlament in seiner Fähigkeit beschränkt, gegen die Regierung zu arbeiten. Diese verfügt schließlich über eine Mehrheit im Parlament und hat somit in der Regel mit keiner starken parlamenta...

    Ernst Fraenkel, Karl-Dietrich Bracher (Hrsg.): Staat und Politik, Das Fischer Lexikon, Bd. 2, Frankfurt/M. 1964.
    Jürgen Hartmann (Hrsg.): Westliche Regierungssysteme, Parlamentarismus, präsidentielles und semi-präsidentielles Regierungssystem.Aus: Grundwissen Politik, Bd. 29, Opladen 2000.
    Stefan Marschall: Parlamentarismus. Eine Einführung.Nomos 2005.
    Dieter Nohlen (Hrsg.): Lexikon der Politik, Bd. 5: Begriffe, München 1998.
  8. Bundeskanzler (Deutschland) – Wikipedia

    de.wikipedia.org › wiki › Liste_deutscher_Bundeskanzler
    • Geschichte
    • Verfassungsrechtliche und Politische Stellung
    • Protokollarisches
    • Beurteilung Des Amtes
    • Der Ausdruck Bundeskanzlerin
    • Deutsche Bundeskanzler Seit 1949
    • Bundeskanzler, Die Zugleich Bundesaußenminister Waren
    • Statistisches
    • Siehe Auch
    • Literatur

    Der Ausdruck Kanzler kommt aus dem Mittelalter: Am feudalen Hof war der Kanzler der Leiter der herrschaftlichen Schreibstube, der Kanzlei. Unter den Bediensteten des Herrschers hatte der Kanzler die höchste Autorität und war damit den ägyptischen Staatsschreibern vergleichbar. Die sprachhistorische Herkunft leitet sich aus dem mittellateinischen Substantiv „cancelli“ ab: der Kanzler ist eine Person, die in einem durch Schranken oder Gitter (cancelli)abgetrennten Raum arbeitet und insbesondere Beglaubigungen ausstellt. Andere Titel trugen deutsche Regierungschefs nur in der kurzen verfassungslosen Zeit 1918/19 („Vorsitzender des Rates der Volksbeauftragten“ bzw. „Reichsministerpräsident“). Später in der DDR 1949–1990 war der Titel „Vorsitzender des Ministerrates“. In der deutschen Verfassungsgeschichte gehörte bereits im Heiligen Römischen Reich das Amt des Erzkanzlers zu den Erzämtern. Es wurde bis 1806, als das Alte Reich endete, als Erzkanzler für Deutschland vom Kurfürsten von Ma...

    Zusammenarbeit mit Bundestag und Bundesrat

    Der Bundestag kann jederzeit die Herbeirufung oder die Anwesenheit des Bundeskanzlers oder eines Bundesministers verlangen. Im Gegenzug haben der Bundeskanzler und die Mitglieder der Bundesregierung das Recht, bei jeder Sitzung des Bundestages oder eines seiner Ausschüsseanwesend zu sein. Sie haben sogar jederzeitiges Rederecht. Die gleichen Rechte und Pflichten bestehen im Verhältnis zum Bundesrat. Spricht der Bundeskanzler im Bundestag als solcher und nicht etwa als Abgeordneter seiner Bund...

    Verteidigungsfall

    Seit 1956 sieht das Grundgesetz vor, dass während des Verteidigungsfalls die Befehls- und Kommandogewalt über die Streitkräfte vom Bundesminister für Verteidigung an den Bundeskanzler übergeht. Diese auch als „lex Churchill“ bezeichnete Vorschrift ist in Artikel 115b des Grundgesetzes (bis 1968 in Artikel 65 a Absatz 2) enthalten und soll dafür sorgen, dass in Zeiten außerordentlicher Krisen der Bundeskanzler als starker Mann, bzw. als starke Frau, alle Fäden in der Hand hält. Aufgrund der Ve...

    Im Inland ist die gängige und auch protokollarisch richtige Anrede für den Bundeskanzler schlicht „Herr Bundeskanzler“ oder „Frau Bundeskanzlerin“. Im internationalen diplomatischen Schriftverkehr wird das auch für ausländische Regierungschefs und republikanische Staatsoberhäupter gängige Prädikat Exzellenz verwendet.In der – nicht gesetzlich geregelten, aber weithin befolgten – protokollarischen Rangordnungin Deutschland steht der Bundeskanzler auf Rang drei, hinter dem Bundespräsidenten und dem Präsidenten des Bundestags.

    Die Konstruktion eines starken, nur vom Bundestag abhängigen Bundeskanzlers hat sich nach überwiegender Ansicht der Politikwissenschaft bewährt. Während das Zusammenspiel von Bundestag und Bundesrat in der Gesetzgebung regelmäßig kritisiert und das Amt des Bundespräsidenten in seiner heutigen Ausgestaltung gelegentlich infrage gestellt wird, sind sowohl das Amt als auch die Befugnisse des Bundeskanzlers nahezu unumstritten. Auch wenn Konrad Adenauers Machtposition, die sich im während seiner Amtszeit geprägten Begriff der Kanzlerdemokratiemanifestierte, bei seinen Nachfolgern nicht in diesem Umfang erhalten blieb, ist der Bundeskanzler der wichtigste und mächtigste deutsche Politiker. Die verhältnismäßig starke verfassungsrechtliche Position, die sich unter anderem durch die Art der Amtseinsetzung und der Kabinettsbildung sowie durch die erschwerte Absetzbarkeit nur durch ein konstruktives Misstrauensvotum ergibt, und die regelmäßige Bekleidung eines hohen Parteiamtes in Verbindung...

    Im Zusammenhang mit der Wahl Angela Merkels zur Bundeskanzlerin wurden auch einige Betrachtungen im Hinblick auf den sprachlichen Umgang mit dem ersten weiblichen Amtsinhaber angestellt. So wurde festgestellt, dass – obwohl im Grundgesetz nur vom „Bundeskanzler“ im generischen Maskulinum die Rede ist – die offizielle Anrede für eine Frau im höchsten Regierungsamt „Frau Bundeskanzlerin“ lautet. Ferner wurde auch klar, dass Angela Merkel zwar die erste Bundeskanzlerin (im Femininum), gleichzeitig aber auch der achte Bundeskanzler (im generischen Maskulinum) ist. Ein auf Angela Merkel folgender männlicher Bundeskanzler könnte sich daher nicht als „achter Bundeskanzler“ (sondern nur als „neunter“) bezeichnen, da es eine rein männliche Berufsbezeichnung (mit wenigen Ausnahmen) im Deutschen nicht gibt. Das Bundeskanzleramtbleibt wegen der Bezugnahme auf die Amtsbezeichnung im generischen Maskulinum in seiner grammatischen Form erhalten; es heißt also nicht „Bundeskanzlerinnenamt“. In dies...

    Konrad Adenauer

    Konrad Adenauers Amtszeit war wesentlich von außenpolitischen Ereignissen geprägt. Die Westbindung mit NATO-Beitritt und Gründung der EGKS, dem Grundstein der Europäischen Union, setzte er gegen den Widerstand der SPD durch. Er brachte die deutsch-französische Aussöhnung voran und unterschrieb 1963 den deutsch-französischen Freundschaftsvertrag. Ebenso setzte er sich in starkem Maße für die deutsch-jüdische Versöhnung ein. Auch innenpolitisch wird ihm – neben seinem Nachfolger Ludwig Erhard –...

    Ludwig Erhard

    Ludwig Erhard kam als Mann des Wirtschaftswunders an die Macht, was durch das äußere Erscheinungsbild unterstrichen wurde. Das brachte ihm auch den Beinamen „der Dicke“ ein. Seine Kanzlerschaft stand jedoch schon wegen der Angriffe Adenauers auf seinen Nachfolger und einer einsetzenden leichten wirtschaftlichen Schwächephase unter keinem guten Stern. Als wichtigste außenpolitische Tat seiner Kanzlerschaft gilt die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zu Israel unter Inkaufnahme heftiger Protes...

    Kurt Georg Kiesinger

    Der Kanzler der ersten Großen Koalition, Kurt Georg Kiesinger, stellte ein anderes Bild eines Bundeskanzlers dar. „Häuptling Silberzunge“ vermittelte zwischen den beiden großen Parteien CDU und SPD, anstatt zu bestimmen. Wichtiges Thema seiner Amtszeit war die Durchsetzung der Notstandsgesetze. Wegen seiner früheren NSDAP-Mitgliedschaft war er Angriffen der 68er-Generation ausgesetzt; mit dieser überlappte sich die außerparlamentarische Opposition. Kiesingers Union verfehlte bei der Bundestag...

    Zwei Bundeskanzler amtierten zeitweise zugleich als Bundesminister des Auswärtigen: 1. Bundeskanzler Konrad Adenauer war vom 15. März 1951 bis zum 7. Juni 1955 der erste deutsche Bundesminister des Auswärtigen; bis dahin gestatteten die alliierten Besatzungsmächte der Bundesregierung nicht, ein Außenministerium einzurichten. Adenauer übernahm außerdem inoffiziell faktisch geschäftsführend nach dem Rücktritt des bisherigen Außenministers Heinrich von Brentano am 30. Oktober 1961 für zwei Wochen die Leitung des Auswärtigen Amtes, bis Gerhard Schröderam 14. November 1961 zum neuen Bundesaußenminister ernannt wurde. 2. Bundeskanzler Helmut Schmidt wurde nach dem Bruch der sozialliberalen Koalition von Bundespräsident Karl Carstenszum Bundesminister des Auswärtigen ernannt und hatte dieses Amt vom 17. September bis zum 1. Oktober 1982 inne.

    Allgemeines und Amtszeit

    Wird der nur geschäftsführende Amtsträger Walter Scheel nicht mitgezählt, so gab es einschließlich Angela Merkel acht Bundeskanzler. Am längsten amtierte Helmut Kohl mit 16 Jahren, am kürzesten Kurt Georg Kiesingermit zwei Jahren und elf Monaten.

    Parteien

    Die SPD stellte drei Bundeskanzler, die CDU kommt auf fünf, darunter die einzige Kanzlerin. Andere Parteien stellten keine gewählten Kanzler. Adenauer (CDU) war früher Mitglied des Zentrums, Kiesinger (CDU) Mitglied der NSDAP, SPD-Kanzler Brandt hatte einer linksradikalen Splitterpartei angehört, der SAP. Angela Merkel war zusammen mit dem Demokratischen Aufbruchin die CDU gekommen. Die CDU stellte am längsten den Bundeskanzler, nämlich (bis einschließlich 2020) 51 Jahre. Die SPD kommt auf 20...

    Titel und Ämter

    Ludwig Erhard, Helmut Kohl und Angela Merkel haben eine Promotion abgeschlossen. Alle Bundeskanzler erhielten teilweise mehrfach Ehrendoktorwürden. Erhard war Soldat (Unteroffizier) im Ersten Weltkrieg. Kiesinger war aufgrund seiner Ministerialarbeit während des Zweiten Weltkriegsvom Waffendienst befreit, Schmidt war Soldat (Oberleutnant der Wehrmacht, Major d. R. der Bundeswehr). Es ist gängig, dass ein Kanzler zuvor Minister gewesen ist: Erhard vierzehn Jahre (Wirtschaft), Brandt drei Jahre...

    Bundeskanzler als Person

    1. Marion Gräfin Dönhoff: Deutschland, deine Kanzler. Btb bei Goldmann 1999, ISBN 3-442-75559-X. 2. Guido Knopp, Alexander Berkel, Stefan Brauburger: Kanzler. Die Mächtigen der Republik. Goldmann 2000, ISBN 3-442-15067-1. 3. Hans Klein: Die Bundeskanzler. 4. erweiterte Auflage, edition q, Berlin 2000, ISBN 3-86124-521-3. 4. Norbert Seitz: Die Kanzler und die Künste – Die Geschichte einer schwierigen Beziehung. Siedler, München 2005, ISBN 3-88680-803-3. Der Band behandelt das Thema von Adenaue...

    Bundeskanzler als politische Institution und Funktion

    1. Arnulf Baring: Im Anfang war Adenauer. Die Entstehung der Kanzlerdemokratie. München 1982, ISBN 3-423-10097-4 2. Volker Busse, Hans Hofmann: Bundeskanzleramt und Bundesregierung. Aufgaben – Organisation – Arbeitsweise. 5., neu bearbeitete und aktualisierte Auflage. Müller, Heidelberg 2010, ISBN 978-3-8114-7734-6. 3. Karlheinz Niclauß: Kanzlerdemokratie. Regierungsführung von Konrad Adenauer bis Angela Merkel, Springer, Wiesbaden 2015, ISBN 978-3-658-02397-3. 4. Wolfgang Rudzio: Das politis...

  9. Griechische Staatsschuldenkrise – Wikipedia

    de.wikipedia.org › wiki › Griechenland-Krise

    Nachdem sich das EU-Parlament im September 2015 in einer Resolution gegen die Privatisierung der öffentlichen Wasserversorgung aussprach und hierbei von „Wasser ist keine Ware, sondern öffentliches Gut“ sprach, erwarten nun die „Institutionen“, zu denen auch die EU-Kommission gehört, die Privatisierung der griechischen Wasserversorgung.

  10. Jacques Pierre Charles Abbatucci – Wikipedia

    de.wikipedia.org › wiki › Jacques_Pierre_Charles
    • Frühes Leben
    • Politische Karriere
    • Literatur
    • Anmerkungen

    Charles Abbatucci war ein Sohn des Jacques Pierre Charles Pascal Abbatucci, Generalkonsuls in Venedig, sowie ein Enkel des korsischen Generals Jacques Pierre Abbatucci. Einer seiner Onkel, der französische General Jean Charles Abbatucci, fiel 1796 in jungen Jahren in Hüningen (Elsass). Schon als Kind kam Abbatucci nach Paris und besuchte seit 1799 das Prytanée de Saint-Cyr. Einer seiner dortigen Mitschüler war Odilon Barrot, mit dem ihn eine enge Freundschaft verbinden sollte. Später wechselte er an das Lycée Napoléon. Seit 1808 studierte er zu Pisa die Rechtswissenschaften und kehrte 1811 nach Korsika zurück. Dort wollte er sich an der damals stattfindenden Aushebung durch das Los beteiligen. Seine Familie genoss auf der Insel aber großes Ansehen, und die Rekruten des Kantons Zicavo verlangten einstimmig, dass Abbatucci von der militärischen Losung ausgenommen und am letzten Listenplatz gereiht werden sollte. Dieser Forderung stimmten der korsische Präfekt Arrighi, alle Bürgermeist...

    Julimonarchie

    Nach der Julirevolution von 1830 begann Abbatucci eine politische Laufbahn. Enthusiastisch schloss er sich dem neuen Monarchen Louis-Philippe I. an. Er wurde durch den Einfluss Odilon Barrots am 16. September 1830 Präsident des Gerichtshofs zu Orléans und trat im gleichen Jahr als Abgeordneter Korsikas in die Deputiertenkammer ein. Im April 1831 sprach er sich für die Abschaffung der Todesstrafe für nach Frankreich zurückkehrende Mitglieder der Familie Bonaparte aus. Stattdessen wurde nur die...

    Februarrevolution; Rolle während der Regierung Napoleons III.

    Am 22. Februar 1848 gehörte Abbatucci zu den Unterzeichnern der Forderung, das Ministerium Guizot anzuklagen. Infolge der Februarrevolution 1848 dankte Louis-Philippe am 24. Februar dieses Jahres ab. Am gleichen Tag sprachen sich Abbatucci und Odilon Barrot vergeblich für die Regentschaft der verwitweten Herzogin von Orléans aus. Nach Ausrufung der Zweiten Französischen Republikschloss sich Abbatucci doch der provisorischen Regierung an und wurde am 2. März 1848 Rat des Appellationsgerichts i...

    A. Auzoux: Abbatucci (Jacques-Pierre-Charles). In: Dictionnaire de biographie française(DBF). Band 1, 1932, Sp. 68–71.
    Jean de La Rocca: Abbatucci, sa vie, comme magistrat, comme député et comme homme d’État, ses opinions sur les événements et les hommes célèbres de notre époque.Paris 1858

    ↑ Abbatuccis Biograph Jean de La Rocca gibt den 21. Dezember 1792 als Abbatuccis Geburtsdatum an (A. Auzoux: Abbatucci (Jacques-Pierre-Charles). In: Dictionnaire de biographie française(DBF). Band...

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