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  1. Port Angeles, Washington - Wikipedia

    en.wikipedia.org/wiki/Port_Angeles,_Washington

    1 day ago · The south shore of Vancouver Island and the city of Victoria, British Columbia are visible across the Strait to the north. Port Angeles is located in the rain shadow of the Olympic Mountains , which means the city gets significantly less rain than other areas of western Washington.

    • 32 ft (17 m)
    • Clallam
  2. Vancouver Island – Wikipedia

    de.wikipedia.org/wiki/Vancouver_Island
    • Zusammenfassung
    • Geographie
    • Klima
    • Flora
    • Flora und Fauna
    • Naturschutz
    • Einwohner
    • Bevölkerung
    • Umgebung
    • Vorgeschichte
    • Entwicklung
    • Auswirkungen
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    Vancouver Island, früher auch Quadra, ist die größte nordamerikanische Pazifikinsel. Sie liegt im Südwesten der kanadischen Provinz British Columbia und ist nach dem britischen Seefahrer George Vancouver benannt. Obwohl der Süden der Insel südlich des 49. Breitengrades liegt, welcher im Westen Nordamerikas die Grenze zwischen den Vereinigten Staaten und Kanada festlegt, gehört die Insel auf Grund des Oregon-Kompromisses vollständig zu Kanada.

    Vancouver Island ist die größte Insel der Provinz British Columbia und wird durch die Strait of Georgia, die Johnstone Strait und die Queen Charlotte Strait vom kanadischen Festland getrennt. Die Juan-de-Fuca-Straße trennt die Insel vom US-Staat Washington. Die Insel ist über 450 km lang und rund 100 km breit; dabei umfasst sie eine Fläche von 31.285 km². Trotz ihrer Größe ist sie nur die elftgrößte Insel Kanadas. Der lange Gebirgszug der Vancouver Island Ranges teilt die Insel in die stürmische, zerklüftete, dem Pazifik zugewandte Westseite und die gemäßigtere Ostseite. Der höchste Berg ist die Golden Hinde mit 2195 m. Er steht im rund 2500 km² großen Strathcona Provincial Park. Der einzige Gletscher ist der Comox Glacier. Die Westküste ist von fünf großen, fjordartigen Sundgebieten, den Sounds, gekennzeichnet. Der größte See ist der Kennedy Lake nordöstlich von Ucluelet.

    Das Klima ist für kanadische Verhältnisse ausgesprochen mild, wobei es im Westen, am Henderson Lake, bis zu 6650 mm pro Jahr regnet vor allem im Herbst und Winter, während auf der Saanich-Halbinsel oder in Victoria nur ein Zehntel dieser Regenmenge fällt. Schnee ist, außer im Hochgebirge, eher selten.

    Vancouver Island beherbergt noch große zusammenhängende Stücke gemäßigten Küstenregenwalds (vor allem am Clayoquot Sound, am Barkley Sound und im Pacific-Rim-Nationalpark), die jedoch von der Holzindustrie bedroht sind (siehe Nuu-chah-nulth). Douglasien, Riesen-Lebensbäume und Sitka-Fichten erreichen enorme Wuchshöhen (bis zu 96 m).

    Der Küstensaum und die Flüsse sind sehr fischreich. Dies hängt damit zusammen, dass die Meeresströmungen vor allem im Sommer reichlich Phyto- und Zooplankton aus dem nördlichen Pazifik, aber auch aus tieferen Meereszonen herbeibringen, die wiederum eine große Artenvielfalt und enorme Fischpopulationen gefördert haben. Meeressäuger wie Wale und Robben, aber auch Otter sind hier ursprünglich zahlreich vertreten gewesen, dazu kommen große Vogelpopulationen. Außerdem wandern regelmäßig Lachse durch Flüsse und Seen zu ihren Laichgebieten.

    Mitte 2007 waren 13,8 % der Inselfläche als National- oder Provinzialpark, als ökologische Reserve oder sonstiges Gebiet unter Schutz gestellt.[1]

    Heute leben rund 750.000 Menschen auf der Insel, was nur wenig mehr als 20 Menschen pro km² entspricht. Jedoch sind diese sehr ungleichmäßig verteilt. Die meisten Menschen leben im Großraum zwischen der Hauptstadt Victoria und Nanaimo. Der überwiegende Teil der Inselbewohner hat europäische Wurzeln, doch schon im 19. Jahrhundert kamen Japaner und Chinesen hinzu, letztere insbesondere im Zusammenhang mit der Kohleindustrie und dem Eisenbahnbau.

    Es wird angenommen, dass ihre Vorfahren bereits nach Ende der letzten Eiszeit die Insel besiedelten. Heute leben dort 15 Gruppen der Nuu-chah-nulth an der Westküste, mehr als 30 Gruppen der Küsten-Salish im Süden und Osten, deren Gebiete sich auch entlang der Küsten des festländischen British Columbia, von Washington und Oregon erstrecken, sowie 17 Gruppen der Kwakwaka'wakw im Inneren und Norden der Insel.

    Auf der Insel Calvert, die festlandnah 60 km nördlich von Vancouver Island liegt wurden 2018 am Strand Fußspuren von 3 Menschen gefunden, die auf circa 13.000 Jahre alt datiert wurden und zeitlich Funden von Werkzeug am Manis Mastodon Site in Washington State, USA 50 km südöstlich der Südspitze von Vancouver Island am Festland nahe kommen.[3]

    In der im Norden der Insel gelegenen Bear Cove weisen Artefakte auf eine vielleicht bis 6000 v. Chr. zurückreichende menschliche Besiedlung hin, die bis in die früheste Zeit der Besiedlung des amerikanischen Kontinents zurückreicht. Das erste spanische Schiff, die Santiago, fuhr unter ihrem Kapitän Juan José Pérez Hernández.[5] Im nächsten Jahr folgte eine Expedition unter Führung von Juan Francisco de la Bodega y Quadra. Vermutlich dienten diese Expeditionen auch dazu, die spanischen Ansprüche gegenüber den von Norden südwärts strebenden russischen Fallenstellern und Fellhändlern abzugrenzen. Die dritte Reise unter James Cook, der im Nootka-Sund an der Westküste am 31. März 1778 landete und das Gebiet für Großbritannien reklamierte, verkomplizierte die Situation weiter. Dazu kam, dass die Britische Ostindien-Kompanie in dem Dorf Yuquot (Friendly Cove) auf Nootka Island einen winzigen Handelsposten einrichtete. Zwischen 1785 und 94 sind 25 britische Schiffe in der Gegend im Fellhandel aktiv gewesen. Spanien setzte 1789 seine Erkundungsfahrten unbeeindruckt, diesmal unter Führung von Esteban José Martínez, fort. Er gründete Fort San Miguel auf einer dem britischen Handelsposten benachbarten Insel die einzige ursprünglich spanische Siedlung in Kanada. Erst die Nootka Convention beendete die um sich greifende Piraterie, die nahe an einen offenen Krieg führte, im Jahr 1792. George Vancouver, der schon mit James Cook gesegelt war, vertrat die britischen Interessen. In einem Logbucheintrag vom September 1792 berichtet er, er habe seinem spanischen Verhandlungspartner Quadra einen Treffpunkt auf der Insel vorgeschlagen, die er Die Insel von Quadra und Vancouver genannt habe. Isla de Quadra y Vancouver bzw. Quadra and Vancouver's Island war für einige Jahrzehnte der offizielle Name der Insel. Das westliche Hauptquartier der HBC war zunächst nicht auf Vancouver Island, sondern in Fort Vancouver am Columbia, das im heutigen US-Bundesstaat Washington liegt. Während die Grenzverhandlungen zwischen der Kolonialmacht Großbritannien und den USA noch nicht abgeschlossen waren, fürchtete die HBC, sie würde für den Fall, dass ihr Hauptquartier von der kanadischen Basis durch die neue Grenze abgeschnitten würde, schwere Wirtschaftsschäden erleiden. Daher errichtete sie am Südende von Vancouver Island eine Station und nannte sie nach der britischen Königin Victoria. Zwar blieb Fort Vancouver für die südliche Einflusssphäre der HBC wichtig, doch das Hauptquartier zog bald nach Victoria um. Auch die US-Amerikaner übten weiterhin ihren Einfluss in der Gegend aus. Allein 17881794 steuerten sechs Schiffe im Auftrag von Pelzhändlern die Gegend an, 17941804 waren es bereits 50, und 18051815 waren es rund 40, während nur neun bzw. drei britische Schiffe dort segelten. Erst die Gründung von Fort Victoria brachte eine größere Zahl vor allem britischer Siedler nach Vancouver Island.[6] Dort entwickelte sich in der Frühzeit eine enge Kooperation zwischen der Siedlung und den Völkern der Insel und auch jenseits der Juan-de-Fuca-Straße. Viele Stämme brachten Otter- und Biberfelle, Tran und Fett zum Handeln mit. Sie versorgten die wachsende Stadt mit Baumaterial, Arbeitskraft und Lebensmitteln. Ihre Kanus beförderten die Post. 1859 kampierten über 2800 Indianer nahe der Stadt, davon vielleicht 600 Songhees, das Einzugsgebiet erstreckte sich bis nach Alaska. Die Handelsflotte Victorias, immerhin 59 Schoner, basierte selbst 1894 noch zu erheblichen Teilen auf indianischer Arbeitskraft. 518 der 1336 Beschäftigten waren Indianer. Esquimalt wurde 1865 zum Stützpunkt der kanadischen Flotte im Pazifik. 1853 wurde das Siedlungsgebiet der Songhees verkleinert, doch wurden ihnen vertraglich zahlreiche Nutzungs- und Schutzrechte zugesichert eine der wenigen vertraglichen Abmachungen mit den First Nations. 1911 siedelten sie auf der Basis eines neuen Vertrags in die Gegend von Esquimault um, ein Vertrag, der noch heute gültig ist. Ebenso wie den First Nations enthielt 1872 der Qualifications of Voters Act den Chinesen das Wahlrecht vor, außerdem durften sie ab 1878 nicht mehr für Bauprojekte der Provinz eingestellt werden. Stattdessen arbeiteten Tausende von ihnen zwischen 1880 und 1885 an der Canadian Pacific Railway. Mit Fertigstellung der Bahn durften Chinesen nur noch einwandern, wenn sie eine Kopfabgabe von 50 Dollar zahlten. Diese wurde 1900/02 verdoppelt, 1903 sogar auf 500 Dollar erhöht. Viele wanderten nun ostwärts ab. 1907 kam es zu antichinesischen Ausschreitungen in Vancouver, wo 1919 bereits 6000 Chinesen lebten. 1923 stoppte die Regierung die weitere Zuwanderung. Bereits wenige Jahre nach der Unabhängigkeit der USA von Großbritannien spielten die südlichen Nachbarn eine wichtige Rolle im Pelzhandel, überflügelten sogar bald die Briten. Zu einer ersten großen Zuwanderungswelle kam es 1858, als Tausende von Kaliforniern über Victoria nach Norden zogen, in der Hoffnung, dort Gold zu finden. Diese Welle war so stark, dass man in London fürchtete, die Männer könnten vollendete Tatsachen schaffen und die Insel an die USA bringen. Victoria mit seinen rund tausend Einwohnern musste einen Zustrom von rund 16.000 Männern verkraften. Außerdem kam 1862 mit den Kaliforniern die heftigste Pockenepidemie in den Westen Kanadas (und nach Washington und Alaska) und tötete einen erheblichen Teil der Indianer. Ab 1861 erlebte British Columbia einen erneuten Zuwanderungsschub, als der Cariboo-Goldrausch ausbrach. Über die Cariboo Wagon Road wanderten in den nächsten Jahren über 100.000 Männer Richtung Barkerville, doch der überwiegende Teil von ihnen landete in Vancouver, nicht auf Vancouver Island. Doch nicht nur Goldfunde, auch Kohlefunde lockten zahlreiche Menschen an. Das galt vor allem für die Ostseite der Insel, die daher zügig über eine Straßenverbindung erschlossen werden sollte. Holzeinschlag und Landwirtschaft lockten ebenfalls Zuwanderer an, später auch sich schnell entwickelnde Industrien, zunächst vor allem der Eisenbahnbau. Die Baustelle der Esquimalt and Nanaimo Railway zog Tausende an.

    Spätestens um 500 v. Chr. entwickelten sich die komplexen Formen der Gesellschaft mit ausgefeilten Ritualen, Kunsttraditionen und einem hoch entwickelten spirituellen Leben. Für die Zeit um Christi Geburt lassen sich Siedlungen um Nanaimo nachweisen. Um 800 vermutet man ein gewisses Bevölkerungswachstum an der Westküste, denn eine Anzahl von neu entstandenen Dörfern lässt sich nachweisen, z. B. T'akw'aa bei den Toquaht im westlichen Barkley Sound oder Hesquiat und Kupti im oberen Nootka Sound.

    Auf der anderen Seite brachten Handel und Siedlung der Europäer starke Umwälzungen auch in noch kaum von ihnen berührten Gebieten hervor. Gewehre gestatteten es etwa den Comox, sich mit den Lekwiltok zu verbünden und Sklaven zu fangen. Die Stämme der Nanaimo, Saanich, Songhees, Esquimalt, Musqueam und Squamish verbündeten sich gegen diese Eindringlinge und lockten sie in eine Falle. Die erfolgreiche Stammeskoalition unter Führung des Tzouhalem, Häuptling der Cowichan, war es auch, die Fort Victoria 1843 angriff, wenn sie sich auch zu einem Friedensschluss bereit erklärte. Für die Briten waren diese Stämme auch in der Folgezeit wichtige Verbündete. So sollten die Squamish während des Krimkriegs mithelfen, die befürchtete russische Invasion bei Vancouver zu verhindern, indem sie den Burrard Inlet deckten. Während des Fraser-Canyon-Goldrauschs auf Kanadas Festland kamen viele Goldsucher aus Kalifornien nach Norden und rüsteten sich, mit Vorliebe in Victoria, für ihre Unternehmen aus. Der Einfluss der USA wuchs obwohl diese bereits 1846 auf ihre Ansprüche verzichtet hatten und in gleichem Maße die Sorge, dies könnte auch politische Folgen haben. Die HBC verlor ihren Einfluss (vor allem nach 1858). Von Victoria aus setzte sich eine Besiedlungswelle nach Norden in Bewegung, nachdem London der Kolonie 1852 den Verkauf unbewohnten Landes gestattet hatte.

    Der erste Zensus auf Vancouver Island wurde 1871 in Victoria durchgeführt, 1881 für die ganze Insel, erneut 1891 und 1901.[7] British Columbia hatte demnach 176.546 Einwohner, davon rund 26.000 in Vancouver und knapp 21.000 in Victoria. Im Distrikt Vancouver lebten 5765 Indians, davon in Victoria 333. Ihre Zahl muss bis in die 1830er Jahre erheblich größer gewesen sein, doch sind zahlreiche Indianer eingeschleppten Krankheiten zum Opfer gefallen. Vor allem die Pockenepidemie von 1862 dezimierte die Stämme zwischen Alaska und dem Puget Sound. Dazu kam der Verdrängungsprozess vor allem im Süden, im Umkreis von Victoria und Nanaimo. Ihre Zahl sollte jedoch bis weit ins 20. Jahrhundert noch erheblich weiter zurückgehen. Daher zählten die Indianeragenten 1881 noch wesentlich mehr Stämme als in späterer Zeit. Harry Guillod zählte noch 20 Nuu-chah-nulth-Stämme, George Blenkinsop 25 Stämme der Kwakwaka'wakw, W. H. Lomas zählte in der so genannten Cowichan Agency an der Ostküste 22 bands, an der Südküste 10. Demzufolge lebten zu dieser Zeit noch 32 Küsten-Salish-Stämme auf Vancouver Island.[8], hinzu kamen die Kwakwaka'wakw im Norden. Insgesamt ließen sich 77 Stämme unterscheiden. Dazu kam eine beginnende Urbanisierung um Victoria, das 1901 bereits 20.919 Einwohner hatte.[16] British Columbia hatte nach der Volkszählung dieses Jahres 176.546 Einwohner. Dabei waren die Indianer, außer im Westen der Insel, längst zur Minderheit geworden, zumal ihre Bevölkerungszahlen weiter zurückgingen. Die Insel-Distrikte wiesen folgende Einwohnerzahlen auf: Alberni 4842 (davon 3301 Indians), Comox 5240 (770), Cowichan 3498 (779), Esquimalt 2051 (89), auf den Inseln lebten 1818 (140), Nanaimo 6130, Saanich 3412 (199), Victoria 20.919 (103). Zugleich wies die Zählung eine Vielzahl von Herkunftsländern aus, dazu kamen allein 66 religiöse Bekenntnisse. Die größte war dabei die Church of England mit 40.672 Anhängern, gefolgt von der Katholischen Kirche mit 34.227 und den Presbyterianern mit 34.176. Hinzu kamen 25.021 Methodisten und 10.027 Buddhisten sowie 5332 Lutheraner. Schon John Meares brachte 1788 auf zwei Schiffen rund 50 Schiffsschreiner und sonstige Handwerker aus China mit, doch wurden sie später von Spaniern nach Mexiko gebracht. Die ersten chinesischen Immigranten kamen 1858 im Zuge des Goldrauschs aus Kalifornien nach Victoria. Die meisten wohnten entlang der heutigen Johnson Street in Victoria in Zelten oder Holzhütten. Schon um 1880 war die Chinatown die größte in Kanada. 1911 wohnten 3458 Chinesen in der Stadt, viele hatten längst ihre Familien nachgeholt, es entstanden Geschäfte, Theater, Schulen (1909, Unterricht in Chinesisch).[10] Die Chinese Consolidated Benevolent Association versuchte Konflikte mit Nichtchinesen beizulegen und repräsentierte die Gemeinde. Auch in anderen Orten wie Nanaimo entwickelten sich Chinatowns, deren ökonomische Basis allerdings eher der Handel und der Kohlebergbau war. 1887 kamen beim Grubenunglück von Nanaimo allein 53 Chinesen ums Leben. Auch in Cumberland, South Wellington, Wellington, Extension und Northfield (heute neighbourhoods von Nanaimo) gab es Chinatowns. 1892 lebten in Nanaimo 228 Chinesen in 75 Haushalten (darunter nur fünf Frauen), in Wellington sogar 312. Im Distrikt Victoria zählte man 1901 allein 3004 Chinesen.

    Mit den Pelzhändlern der HBC kamen nicht nur Iren, Schotten und Engländer nach Vancouver Island, sondern auch Franko-Kanadier und Indianer aus den östlichen und mittleren Gebieten des späteren Kanada. Im Gegensatz zu amerikanischen Pelzhändlern ließ die Company die jeweiligen Bewohner die Fallenstellerei ausüben, errichtete aber Forts, in denen der Ankauf stattfand so entstand 1843 auch Victoria.[11] Dazu kamen zahlreiche Angestellte, die den Kontakt mit den indigenen Völkern aufnahmen und pflegten. Reverend Christian Saugstad, Pastor der Lutheran Free Church im Polk County, Minnesota, führte 1894 eine Gruppe von 79 Norwegern nach Vancouver Island. Dort errichteten sie zusammen mit weiteren 98 Norwegern in Bella Coola eine Gemeinde. 1896 hatte die Gemeinde 158 Einwohner, die offenbar auf gutem Fuß mit den Indianern der Region, den Nuxalk, standen. Weitere Zuwanderung anderer Gruppen führte schließlich dazu, dass die Norweger kulturell stärker integriert wurden. Die letzte Gemeindeversammlung fand 1909 statt. In den Kohlegruben um Nanaimo arbeiteten einige Finnen, dazu kam nach 1900 eine Gruppe von Idealisten, die ihr Glück im Norden der Insel versuchte.

    Victoria wurde ein Regierungs- und Verwaltungszentrum, das im regionalen Handel eine gewisse Rolle spielen konnte, aber wirtschaftlich immer im Schatten von Vancouver und Seattle stand. In den 1940er Jahren begann die Abholzung weiter Teile der Insel, die bis heute anhält. Nur noch ein Bruchteil der Urwälder existiert noch. Doch die Erschöpfung der Kohlevorkommen veranlasste die Regierung auf Holz zu setzen. Zugleich erlebte die Fischerei einen ersten Boom, der auch zahlreiche Japaner ins Land zog, die den Indianern zunehmend Konkurrenz machten. Inzwischen bedroht allerdings die Lachszucht die Wildlachse, die noch vor wenigen Jahren zu Millionen zum Laichen die Flüsse hinaufwanderten. An vielen Flüssen sind ihre Populationen zusammengebrochen, was allerdings vor allem im Norden mit der Zellstoffindustrie zusammenhängt und damit der Holzindustrie. Ein weiterer Beschäftigungsschwerpunkt ist inzwischen die Bildung. Allein die Universität von Victoria beschäftigt über 4000 Mitarbeiter bei fast 20.000 Studenten, die Capilano University knapp 800 Mitarbeiter bei 7500 Studenten, und am Camosun College arbeiten über 1000 Mitarbeiter und 17.000 Studenten. Dazu kommen weitere Institutionen, wie Vancouver Island University in Nanaimo und Hochschulen in Duncan, Parksville und Powell River.

    Seit den 1960er Jahren wird der Tourismus zu einem immer wichtigeren Wirtschaftszweig, den die Provinz mit der Pflege ihres Images als Wildnis inzwischen unterstützt. Zahlreiche Provinzparks, Schutzgebiete und Nationalparks, der Pacific Rim National Park und der Gulf-Islands-Nationalpark, ziehen jedes Jahr mehr Touristen an. Die Insel profitiert in hohem Maße vom sogenannten Ökoboom seit den 1990er Jahren. Dazu gehört der Ausbau von Wasserkraftwerken ebenso, wie der Anbau von Wein. Dem entgegen stehen nach dem War of the Forests der 1970er Jahre weitere Zerstörungen des gemäßigten Regenwalds, wie zuletzt auf der Bruce-Halbinsel im Norden oder auch der Kampf um die Errichtung einer Kupfermine am Clayoquot Sound.

    • 100 km
    • 450 km
    • Vancouver Island Vacation Travel Guide | Expedia
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    • Tourism Vancouver Island
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  10. Insomnia - Alberta Outdoorsmen Forum

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